Generalstreik bringt Kopfzerbrechen

Asunción: Der angekündigte Generalstreik für den 26. März nimmt anscheinend größere Ausmaße an als zuerst angenommen. Neben den großen Gewerkschaften und einer gewisse Politisierung durch linke und liberale Kräfte summieren sich nun auch die Lehrer der zwei größten Gewerkschaften sowie die Flughafenangestellten hinzu.

Die Entscheidung der Lehrer war wenig überraschend. Die plötzliche Opposition der Flughafenangestellten gegen die APP, die sich nun zu formen beginnt, ist da schon eher verwunderlich. Sollten sie Dinac Angestellten erst jetzt gemerkt haben, dass die öffentlich-private Allianz unter Cartes ebenso eine Konzessionierung des Flughafens durchführen möchte wie einst Minister Alegre unter der Lugo Regierung?

Ein weiteres Problem in dem Kontext ist die Personenbeförderung auf den Straßen. Während Busse einerseits garantiert werden, sehen andere keinen Nutzen zu fahren, wenn der Großteil der Personen den Dienst nicht in Anspruch nimmt. Außerdem gibt es auch eine Opposition der Fahrer und Betreiber gegen einige Regierungsentscheidungen, darunter Metrobus und die Jagd auf Schrottbusse.

Am besten umgeht man eventuelle Probleme die mit dem Generalstreik in Zusammenhang stehen und verschiebt einen Aufenthalt in der Hauptstadt.

(Wochenblatt / Abc)

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6 Kommentare zu “Generalstreik bringt Kopfzerbrechen

  1. @Asuncion45
    schon vergesssen, daß den Kindern durch den Lehrerstreik das gesamte letzte Schuljahr verloren ging ?

    Eine Lehrkraft verdient doppelt soviel, wie jemand, der den Mindestlohn erhält.
    Dafür ist sie aber oft genug gar nicht an ihrem Arbeitsplatz anwesend.
    Jede Gelegenheit, den Unterricht ausfallen zu lassen, wird freudig genutzt.
    Und im immer mehr Geld verlangen für ihre miserablen Leistungen, da sind die Lehrer immer ganz vorne mit dabei.

    1. Bitte mäßigen Sie sich und schauen sie einmal nach, was ein Lehrer hier und einer in D verdient. Da tun sich Abgründe auf. Heben Sie bitte jetzt nicht auf die unterschiedlichen Qualifikationen ab. Wenn die Lehrerausbildung hier im Land miserabel ist, dann kann man das den Lehrern nicht vorwerfen.
      Ein Generalstreik jedenfalls ist kein gutes Zeichen für die amtierende Regierung. Irgend etwas muss da wohl doch schief laufen.

      1. Na, so auf dem laufenden scheinst du ja auch nicht zu sein. Das zugegeben mieserable Gehalt eines Lehrers bezieht sich auf einen normalen Arbeitstag, sprich 4 STunden, ohne Vor- oder Nachbereitung wie in DACH üblich.
        Da die meisten der Lehrer aber doppelschichtig arbeiten – und dann vielleicht auf annähernd die selbe Arbeitszeit wie ein Lehrer in DACH mit Vor- und Nachbereitung – bekommen sie auch das doppelte Gehalt. Und dann wird es für Paraguay schon wieder üppig.
        Nur mal rein rechnerisch, ohne die „Qualifikation“ oder die Art des Unterrichts mit zu bewerten.

        1. wie so oft hast du recht heiko
          mit doppelschicht verdient eine lehrerin brutto 2 mal
          salario minimo (alter stand) also etwa 3 3oo ooo GS,das
          sind nach so etwa 2 600 000 GS netto fuer den grossraum
          asuncion sicher nicht besonders viel. diesen gehalt beziehen aber auch lehrkraefte in doerfern im landesinneren.dort als frau 1 000 000 GS im monat zu
          verdienen (ausser in anderen staatsposten) ist schwierig.
          noch dazu muss man sagen, dass besonders aeltere lehrkraefte hoechstens eine 2-3jaehrige lehrerbildungs-
          anstalt besuchten oder gar nur direkt mit einem colegio
          abschluss eingestellt wurden, einige sogar ohne diesen.
          dazu noch etwas.diese lehrerinnen stellen also fast alle empleadas ein. diese verdienen dann 100 000 GS pro
          woche oder weniger.
          damit wir uns nicht falsch verstehen. ich spreche von
          lehrkraeften an staatlichen grundschulen.

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