Gravierende Mängel bei der Trinkwasserversorgung

Asunción: Der Mangel an Trinkwasser ist immer ein Anlass zur Sorge. Nicht nur die Hauptstadt ist betroffen, im ganzen Land kommt es immer wieder zu Problemen.

Am vergangenen Sonntag waren Hunderte Nutzer der Essap in Asunción und den umliegenden Städten betroffen, am Montag wohl noch mehr im Departement Guairá. Nachdem der Service wieder funktionierte klagten die Betroffenen über zu wenig Wasserdruck und schlechte Qualität. Osmar Sarubbi, Präsident des staatlichen Wasserversorgers Essap bat die Nutzer, den Einsatz zu rationalisieren, das käme allen zugute.

Die Stadtviertel San Pablo, Obrero und Nazareth in Asunción waren betroffen, hinzu kam Fernando de la Mora und Lambaré. In beiden letztgenannten Städten klagten viele über eine auffällige Trübung des Trinkwassers.

Humberto Samaniego, Leiter der Kläranlage Viñas Cue, erklärte, das “Wasser ist aufgrund der hohen Nachfrage getrübt, weil es Sedimente aus den Rohren und den Vorratsbehältern enthält“.

Genau wie im letzten Sommer sollen die Nutzer das kostbare Gut rationalisieren um Versorgungsprobleme zu vermeiden.

„Die Kläranlage arbeitet hart an ihrer Grenze um so der Nachfrage gerecht zu werden. Der Fehler liegt klar an der übermäßigen Nutzung, jede Anlage hat nun einmal seine Kapazitätsgrenze“, betonte Samaniego.

Sarubbi hatte aber erklärt, dass die normale Versorgung mit Trinkwasser garantiert wäre. Es käme nur zu Problemen, wenn Stromausfälle auftreten würden.

In Viñas Cue hat die Essap drei Kläranlagen. Die letzte nahm 2012 ihren Betrieb auf und verfügt über eine Produktionskapazität von 72 Millionen Liter am Tag, die beiden anderen erzeugen 358 Millionen Liter täglich.

Quelle: ABC Color

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2 Kommentare zu “Gravierende Mängel bei der Trinkwasserversorgung

  1. das Wasser ist in vielen Teilen eigentlich nicht trinkbar. Gegenüber europäischen Standarts hinkt Paraguay 100 Jahre hinterher…

  2. Der Grundwasserspiegel in PY ist relativ hoch und so koennen mit tragbaren Kosten eigene Brunnen gegraben werden. Wenn auch aus Sicherheitsgruenden das Wasser nicht trinkbar sein koennte, dient es hervorragend fuer den Garten und den Hausgebrauch. Wesentlich teuerer sind Tiefbrunnen, die sich bei entsprechendem Wasserverbrauch relativ schnell bezahlt gemacht haben.

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