Massive Brandrodungen im Chaco

Puerto Leda: Im Departement Alto Paraguay soll es zu massiven Brandrodungen durch brasilianische Siedler kommen. Die Ausmaße sind gewaltig. Eine koreanische Stiftung deckte das Vergehen auf.

Der Chaco wird schon immer von Seiten der Regierung nicht so intensiv überwacht. Ein dünn besiedeltes Gebiet und abgelegen. Puerto Leda liegt am Paraguay Fluss, an der brasilianischen Grenze und wird durch die Gemeinde Fuerte Olimpo verwaltet. In etwa 750 Kilometer ist es von dort aus bis nach Asunción.

 

Die Bilder aus dem Video zeigen, dass das Gebiet aussieht, als ob Bomben abgeworfen wurden. Flora und Fauna sind über Kilometer hinweg zerstört. Seit dem Jahr 2000 ist die Zone unter der Aufsicht von Koreaner, die die Stiftung “Fundación Espiritu Santo“ gründeten. Sie wollen nicht nur als Umweltschützer auftreten sondern auch den Ökotourismus in der Gegend fördern. Fünf Millionen US Dollar betrug ihre Investition für Gebäudestrukturen, in denen etwa 100 Menschen unterkamen und sich der Fischzucht widmen.

Nun stellte die Organisation eine Anzeige vor dem Obersten Gerichtshof. 80.000 Hektar bewachen die Koreaner im Chaco, 37.000 Hektar davon nahmen brasilianische Siedler ein und vollziehen Brandrodungen um die Fläche als Ackerland zu nutzen. Laut den Denunzianten hätten die Eindringlinge falsche Grundstückstitel. Sie stammen aus Santa Rita. Von dort sollen Landvermesser diese neu ausgestellt haben, ohne die Originaldokumente zu berücksichtigen.

Die Brasilianer behaupten, sie bewirtschaften die Fläche schon über ein Jahr. Angeblich würden Richter aus Alto Paraguay das Ansuchen der Ausländer ebenfalls unterstützen. 60 Familien, die als Kleinbauern in San Carlos tätig sind, wurden von den Brasilianern einfach verdrängt. Die Richter würden die Ansprüche der Einheimischen ignorieren, da es Aufträge von Seiten der Ausländer gäbe.

„Die Angelegenheit muss in Ordnung gebracht werden. Wir haben Luftaufnahmen gemacht und werden dann die Grenzen der Grundstücke mit den Originalen im Katasteramt vergleichen. Dann besteht zumindest die Hoffnung, dass dem Treiben ein Ende gesetzt wird“, sagte der Anwalt der Fundación, Carl Thomas Gwynn.

Quelle: Paraguay.com

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5 Kommentare zu “Massive Brandrodungen im Chaco

  1. von paraguayischer Seite ist da niemand wirklich interresiert….man könnte die ganze Gegend eigentlich Brasilien zuschlagen, dann wäre das Thema erledigt.

  2. In Deutschland habe ich einen Dokumentar Film gesehen über Abholzung des Amazonas Gebietes ,da kam sehr deutlich zum Ausdruck das Brasilien nur halb herzig gegen diese Mafia vor geht über Funk sind in allen umliegenden ( Um die Rodundsfläche)Orten oder Häusern Melder Stationiert ,die die Mafia warnen diese verschwindet dann bevor Polizei und Militär dort sind. Das fatale nur ist alle Geräte bleiben zurück ,statt diese zu Beschlagnahmen ziehen sie so wieder ab und die Mafia kann weiter machen mit den Geräten. Zum Chaco würde es genauso sein Der Spuk würde schnell beendet sein einfach die Geräte ,Häuser ,Fahrzeuge zu Beschlagnahmen die mit Rodung oder Brandrodung zu tuen haben.Diese Richter müssen Überprüft werden und bei klaren Beweisen der Vorteilsnahme vom Amt enthoben werden.Diese Soja Mafia muss niemals ihre Felder abernten können wenn illegal Urwald gerodet ,die Felder müssen kurz vor der Ernte angesteckt werden. Eine Schande ist das was mit den Urwäldern Global passiert. Da nutzt auch keine Klima Konferenz was wenn die teilnehmenden Staaten Paraguay nicht mit Sanktionen drohen bei weiterer Abholzung.

    1. „Eine Schande ist das was mit den Urwäldern Global passiert.“ Die muessen als Lunge der Welt erhalten bleiben, dass wir in den Industrielaendern mehr Co2 verbrauchen koennen.
      Wir wollen eben 500 km zum naechsten Fussbaldspiel, oder Demonstration mit dem Auto fahren oder mit dem Flugzeug 1000de km in Urlaub fliegen.

  3. Man könnte meinen im Zeitalter von Satelliten sei es eine besonders herausfordernde Aufgabe, 2017 die Erde gegen Raubbau zu schützen.
    Dazu müsste man einen Satelliten einfach mit deinem fortschrittlicheren Prozessor als einem Intel-8080-Prozessor ausrüsten mit welchem man 1969 zum Mond flog, dann könnte die CPU im Satelliten nämlich nebst Facebook-Kindergartenkram gleichzeitig noch ein Algorithmus abarbeiten, welcher die Erdoberfläche abscannt, Daten vergleicht und bei großer Abweichung (weil abgeholzt, gerodet wurde) bei der Polizei dem Beamten, der nun auf den Glockenturm steigen muss, um die Alarmglocke zu bimbeln, einen Tritt in seinen Allerwertesten versetzt.

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