Große Räumungsaktion im Süden

Obligado: Wenn mehr als die Hälfte aller Polizisten aus einem Departement zusammen getrommelt werden, um an einer Räumung teilzunehmen, muss das einen Grund haben. Eine Landwirtschaftsschule wurde von Landlosen besetzt.

Kurz nach Mitternacht rückten 380 Polizisten des Departements Itapúa aus, um in der deutschen Kolonie Obligado das Grundstück der Landwirtschaftsschule „San Benito“ zu räumen, welche vor rund zwei Jahren begonnen wurde es illegal zu besetzen. Die etwa 300 Familien zerstörten auf dem etwa 1.200 ha großem Terrain alle Anpflanzungen und sorgten somit für Konflikte. Auch vor Abholzung wurde nicht Halt gemacht.

Neben den Uniformierten sind auch zahlreiche Feuerwehrmänner im Einsatz, um im Krisenfall schnell eingreifen zu können. Währenddessen sind andere Distrikte des südlichen Departements unterbesetzt und nicht vollkommen arbeitsfähig.

Der Ursprung des Problems ist im Jahr 2008 zu finden. Damals ließ sich eine Gruppe Landloser am Weg in Richtung Alto Verá nieder. Nach einer Räumung, veranlasst durch die Eigentümer des Grundstücks, einer Kirchengemeinde (Misioneros del Verbo Divino) besetzten sie ein anderes Teilgrundstück, wieder nahe des Weges. Als die Kirchengemeinde kaum noch Einnahmen verzeichnete, verpachtete sie das Grundstück der Schule sowie die Umgebung an ein brasilianisches Paar. Daraufhin kam es zu drei neuen Besetzungen. Im vergangenen Jahr dann übernahm die Kirchengemeinde wieder die Leitung über die Institution und das Grundstück und veranlasste auf legalem Wege die Räumung.

Wochenblatt / Itapúa Noticias / Última Hora

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4 Kommentare zu “Große Räumungsaktion im Süden

  1. Liebe Redaktion, setzt künftig bitte die Bezeichnung landlose Bauern in Anführungszeichen! Das sind mitnichten „landlose Bauern“, sondern ganz schlicht und einfach wandernde Banditen die von politischen Hintermännern für Spesen mißbraucht werden. Selbst dem Dümmsten fällt das doch auf.

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