Grundwasser-reserven in Gefahr

Die Reserven des Grundwassers sind durch den Wasserverbrauch der Menschen stark beansprucht. Das ergaben zwei Studien, die sich auf Satellitenbilder der Nasa stützen. Logischerweise ist der Grundwasserverbrauch in trockenen Regionen besonders hoch und wird durch das Verhalten der Menschen übermäßig stark beansprucht.

Das ist die Erkenntnis aus zwei US-Studien, die in der letzten Ausgabe der Fachzeitschrift “Water Resources Research” erschienen ist und am Dienstag veröffentlicht wurden. Die Untersuchungen ergaben, dass gut ein Drittel der 37 großen Grundwasserspeicher weltweit über Gebühr durch den menschlichen Umgang mit den Süßwasservorräten strapaziert werden. In diesen Gebieten wird mehr Grundwasser verbraucht, als sich durch natürliche Prozesse wieder auffüllt.

Die am meisten überlasteten Grundwasserreservoirs befinden sich, laut den Forschern, in den trockensten Regionen der Erde. Die schlechtesten Werte zeige das arabische Grundwassersystem auf, das mehr als 60 Millionen Menschen versorgt, gefolgt vom Indus-Becken im Nordwesten Indiens und in Pakistan. In Europa ist das Paris-Becken, in Frankreich, besonders belastet. Auch das Central Valley in Kalifornien ist stark beansprucht und wird überbeansprucht.

Paraguay befindet sich im Beitragsbild in der Nähe von Nummer 21 wieder und ist, laut den Forschern, bis dato noch nicht einer übermäßigen Beanspruchung ausgesetzt. Allerdings schlagen lokale Experten Alarm in Bezug auf das Grundwassersystem von Asunción und Umgebung.

Es liegen jedoch weiter keine zuverlässigen Angaben zum Volumen der Wassermengen in den 37 Grundwasserspeichern vor, die für die Wasserversorgung auf der Erde von zentraler Bedeutung sind. Verschiedene Messungen geben lediglich Aufschluss darüber, um wie viel der Grundwasserverbrauch über der natürlichen Regeneration des Grundwasserspiegels im jeweiligen Reservoir liegt.

Mit Hilfe der Grace-Zwillingssatelliten von der US-Weltraumbehörde Nasa konnten die Forscher der Universität von Kalifornien Gravitationsmessungen vornehmen. Sie stellten fest, dass acht Grundwasserspeicher bereits “überstrapaziert” sind, fünf sind “hochgradig gestresst”. „Da wir die Grundwasserreserven der Welt rasch verbrauchen, benötigen wir eine weltumspannende Gemeinschaftsleistung, um die Restmenge zu bestimmen”, erklärte der Forscher Jay Famiglietti.

Quelle: Water Resources Research, Foto: Nasa

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