Schweres Spiel für die Conmebol

Der südamerikanische Fußballverband Conmebol hat seit Jahren keine Beiträge zur staatlichen Kranken- und Rentenversicherung für seine 42 Mitarbeiter bezahlt, wie ABC Color am Freitag berichtete. Insgesamt war der Verband mit 12.388.404.123 Guaranies (rund 2,4 Millionen USD) im Rückstand.

Noch am Tag der Publikation reagierte der Vorsitzende der Organisation, Juan Ángel Napout, der nach Bekanntwerden der Fifa-Korruptionsaffäre nicht mehr öffentlich gesehen wurde, und vereinbarte einen Zahlungsplan mit der IPS. In 24 Raten sollen monatlich 493.669.696 PYG abgestottert werden. Einen ersten Abschlag in Höhe von 2,5 Milliarden PYG, umgerechnet ungefähr eine halbe Million USD, bezahlte man am selben Tag.

Die Direktion des IPS zeigte sich erfreut über die schnelle Anerkennung der Zahlungsverpflichtungen seitens der Conmebol, da man dringend Geld zur Zahlung von Personal und Medikamenten benötige.

Die Bankenaufsicht bei Zentralbank hat auch noch mal in ihre Archive geschaut und gefunden, dass in den Jahren 2004 und 2005 zahlreiche Überweisungen von Konten der Conmebol an Funktionäre aus Paraguay, Bolivien und Argentinien nach Panama gingen. Der geringste Betrag war 200.000 USD und der höchste in Höhe von 3,6 Millionen USD wurde auf ein Konto von Nicolás Leoz gezahlt. Alle Funktionäre sowie Leoz und sein Frau hatten Konten bei der Banco Do Brasil de Panamá.

Auslandsüberweisungen in der Höhe sind eigentlich meldungspflichtig. Die Transaktionen wurden alle mit finanzieller Beratung begründet. Es wirft allerdings Fragen auf, warum südamerikanische Fußballfunktionäre finanzielle Beratung aus Panama zum Zeitpunkt der Ausscheidungen für die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland anbieten.

Wirtschaftsfachleute halten darüber hinaus eine Hinterziehung von Steuern durch die Conmebol und den paraguayischen Fußballverband APF für möglich, da beide zusammen im Jahr 2014 nur rund eine Million Guaranies an den Fiskus entrichtet haben. Das für Steuereintreibung zuständige Untersekretariat SET des Finanzministeriums ist bislang noch nicht tätig geworden. Das kann sich aber sehr bald ändern, da am Donnerstag der Staatspräsident das Gesetz 5445 unterzeichnete, mit dem die diplomatische Immunität der Organisation aufgehoben wurde.

Quelle: ABC Color

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