“Hier sterben Menschen nicht an Covid-19, sondern weil sie die Medikamente nicht bezahlen können“

Asunción: Die Situation, die Angehörigen von Patienten mit Covid-19 im Krankenhaus Ineram leben, ist überwältigend. Sie haben alles verpfändet, um Medikamente zu kaufen.

Es gibt so viele Geschichten von Verwandten mit Coronavirus, die sich überschneiden und miteinander verbinden und in einer einzigen Emotion zusammenfallen. “Verzweiflung“, sagen sie, sie haben alles verkauft, sie verpfänden das Wenige, das sie noch haben, um Medikamente zu kaufen und das Leben ihrer Lieben zu bewahren.

Auf der anderen Seite erzählte ein Teenager, dass sie als Geschenk zu ihrem 15. Geburtstag um Medikamente für ihren Vater gebeten habe. Er ist bereits seit 25 Tagen im Krankenhaus interniert und die Familie hat bis jetzt schon 10 Millionen Guaranies ausgegeben.

„Die Ärzte geben alles, aber die Schuld liegt bei der Regierung, hier sterben die Menschen nicht an Covid-19, sondern weil es keine Medikamente gibt“, sagte die 15-Jährige.

Ob es trotz der angespannten Lage wegen den hohen Bettenbelegungszahlen zu einem Lock-Down kommt, ist fragwürdig, denn wir befinden uns in einem Wahljahr. Und es dürften bei einer erneuten Quarantäne mehr Wählerstimmen verloren gehen als Menschen an oder mit Covid-19 sterben. Zudem würde es den Präsidenten viel Ansehen kosten, wenn erst der Schulbetrieb wieder hochgefahren wurde und dann wieder beendet werden müsste. Erst denken, dann handeln fällt wohl vielen Leuten schwer im Land.

Wochenblatt / NPY

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8 Kommentare zu ““Hier sterben Menschen nicht an Covid-19, sondern weil sie die Medikamente nicht bezahlen können“

  1. Adeline Aferdita Gneisenauette de Bibbi

    Seit Ausbruch des Uhhh-Viru-V2.x-Zeitalters besuchen weltweit auch immer weniger Menschen Spitäler aus Angst sich dies einzufangen. Des Weiteren hatten hiesig Kindergartenspitäler auch über Monate nur noch Notaufnahme. Trotzdem alle zuhause blieben habens Gehalt, Zulangen der Zulagen und Boni der Boni erhalten. Und da so wenig Menschen Medikamente-grati grati an den Ausgabestellen abholen konnten, gibt es einen Unterdruck im Sollbestand an hiesig Medikamente-grati. Ist ja auch alles logisch in Korruptistan.

  2. Warum wird nicht CDS (COMUSAV) angewendet ? Ist in Bolivien und jetzt auch Mexiko zugelassen, hat eine fast 100%ige Heilungsrate und kostet fast nichts. Alternative ist Ivermectin.

    1. Dieses Mittel wurde doch – unter anderen – explizit VERBOTEN. Als diese „Pandemie“ anfing: Weder darf es verwendet werden, noch gekauft, noch weitergegeben werden, etc. – und warum? – ist doch logisch, wenn man dieses Mittel nehmen würde, wäre ja ruckzuck diese Krankheit vernichtet worden!!!
      Und genau das wollten sie NIE!!!

  3. Wieviele Menschen sterben denn, weil sie bestimmte Medikamente nicht bezahlen konnten? Und wieviele Menschen überleben gerade deshalb, weil sie die Giftspritzen nicht bezahlen können? Daß so und so viele inzwischen eine oder zwei dieser Giftspritzen überlebt haben, das sagt noch gar nix aus über die Langzeitwirkung dieser noch völlig unerprobten Sprtzen, die erst einmal am Menschen ausprobiert werden müssen, weil der moderne Depp Tierversuche total verpönt. Denn bei früheren Gelegenheiten wurden gerade solche Spritzen erstmal jahrelang an Ratten ausprobiert, aber jetzt heult man lieber „ach, die armen Ratten“! Und da diese Giftspritzen ja alle 6 Monate wiederholt werden sollen, ist eine Langzeitwirkung noch viele weitere Jahre völlig unbekannt.

  4. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Das Problem sind wohl die privaten Krankenhaeuser. Die Intensivstation ist der reinste Goldesel der Krankenhaeuser, zusaetzlich zur Kuehlkammer der Verstorbenen.
    Medikamente braucht es ja nicht andere als fuer normale Lungenentzuendung. Zumal man ja Apparate sowieso nicht hat – die also kein Geld kosten.
    Was also kostet denn da so teuer?
    Das Liegen im Raum des Krankenhauses. Siechte man Zuhause dahin so kaeme es auf kein Geld (ausser es schaut mal einmal am Tag eine Krankeschwester vorbei). Was macht die Krankenhausluft und Raumlichkeiten im Spital so teuer? Die Gehaelter der Aerzte, die privaten Investoren der Krankenhaeuser (Eingentuemer wollen Geld und Renditen sehen) und die gigantomanen Gebaeude die in Schuss gehalten werden muessen.
    Wie teuer kam es frueher in Europa in den Siechhaeusern, den Vorgaengern der heutigen Krankenhaeuser? Es kostete nichts.
    Was ist ein Krankenhaus? Ein Krankenhaus ist „ein Bett zum liegen in einem Gebaeude“. Sonst nichts. Wieso sollte denn die Luft im Krankenhaus teurer sein einzuatmen als die Luft in den eigenen 4 Waenden?
    Der Unterschied macht eigentlich das Gehalt der Aerzte die davon ihre Villen bauen wollen und mit dem Protz ihr Ansehen zur Schau stellen.
    In einem Land wie Paraguay wo „der Schein wichtiger ist als das Sein“, da sind eventuell die Krankenhaeuser proportional weit teurer als in Europa. Zumal man in Paraguay in ein ordinaeres Eisenbett gehievt wird in einer Raeumlichkeit und in Europa man zudem man in ein Eisenbett gehievt wird einem noch zusaetzlich allerlei Apparaturen zur Gesundung zur Verfuegung stehen.
    Man sollte mal nachfragen ob man nicht sein eigenes Bett mitbringen kann und durch nen Schlauch zum Fenster raus die oeffentliche Strassenluft atmen darf um die Sache etwas zu verbilligen. Und wieder ist die Differenz: das Gehalt der Aerzte und die Boni und Diaeten der Verwalter (CEO, Mundschenks, Krankenschwestern die nichts tun als zanken, etc.).
    Ein Krankenhaus kann man genauso gut unter einer carpa negra, Indianerhuette oder Nomadenzelt haben – die Leute wuerden genausogut gesund. Nur eben das schadete das Ansehen der herrschaftlichen Aerzte die wie Kleinkoenige in Paraguay leben.

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