Hilfe aus Europa für Deutsche in Paraguay

Asunción: Mitglieder des europäischen Parlaments nehmen wahr, welche Repressalien Brigitte Fuzzelier zuteil werden, nachdem sie vor 12 Jahren schon Veruntreuung von Mitteln von Kolping Paraguay anzeigte.

Die Deutsche Brigitte Fuzzelier, die seit 30 Jahren in Paraguay lebt, war bei der Stiftung Kol­ping Paraguay Geschäftsführerin und brachte vermeintliche Veruntreuung und Geldwäsche ans Tageslicht, was zu einer Verfolgung auf allen Ebenen wurde. Das Gefängnis musste sie noch nicht betreten, die Absicht gab es jedoch sehr wohl.

Während einer Diskussion zur Billigung eines Gesetzes zum Schutz von Whistleblowern, sagte Mark Worth, Geschäftsführer des Europäischen Zentrums für Rechte von Denunzianten, dass er einen Alarm an mehr als 600.000 Menschen per Mail geschickt hat, welche danach die paraguayische Regierung darum auffordern sollen die Verfolgung von Frau Fuzzelier einzustellen.

“Heute haben wir einen Aufruf an 600.000 Personen weltweit geschickt, die die paraguayische Regierung auffordern sollen etwas dagegen zu unternehmen. Wenn jemand aus Deutschland sich interessiert, kann er auch mitmachen, damit die Regierung sie in Ruhe lässt. Die Kolping Stiftung wird von der Deutschen Regierung über das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert, weswegen hier ein Konflikt mit der deutschen Regierung entstand“, so Worth.

“Die Unternehmerin leidet seit 2007 unter der Verfolgung, nachdem sie Veruntreuung und Geldwäsche anzeigte. Die Stiftung Kolping International hat Repressalien gegen die Frau eingeleitet, nachdem diese von fehlenden finanziellen Mitteln sprach. Man versuchte sie ins Gefängnis zu bringen. Niemals war Kolping International so sehr hinter einer Person her wie in dem Fall“, fügte Worth hinzu.

Einer der Protagonisten der Verfolgung ist der Anwalt Guillermo Duarte Cacavelos, der die Stiftung vertritt. Er soll seinen Einfluss bei der hiesigen Justiz genutzt haben, um ein Urteil wegen Verleumdung auszusprechen, zu welcher Frau Fuzellier verdonnert wurde. In einem weiteren Prozess wegen möglicher Veruntreuung wurde Frau Fuzellier frei von jeglicher Schuld erklärt. Kürzlich wurde sie ohne vorherige Anhörung wegen einer falschen Anzeige angeklagt, die aufgrund von Veröffentlichungen in der Zeitung “La Nación“ im März 2018 getätigt wurden.

Wochenblatt / La Nación

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

5 Kommentare zu “Hilfe aus Europa für Deutsche in Paraguay

  1. Eine wunderbare und mutige Frau, die unseren vollsten Respekt verdient!! Sie hat leider ein Heer von feiger, habgierigen Männern gegen sich, die sie verfolgen gerade aufgrund ihrer Geldgier!
    Doch es kommt sowieso der Tag der Abrechnung, liebe Brigitte.
    Diese Männer werden ihre Ernte bekommen. Egal obs im zukünftigen Leben ist, sie kommt!
    Viel Kraft für dich wünschen wir!

  2. Kuno Gansz von Otzberg

    Reply

    Kudos (gr. Κυδος, d.i. ruehmliche und ehrenhafte Anerkennung) to you Frau Fuzzelier!
    Was du durchmachtest das spiegelt sehr schoen die Korruption der mennonitischen Kooperativen und generellen Gesellschaft wieder.
    Das erinnert mich am Fall „Colonia Dignidad“ in Chile wo erst ein Norbert Bluem kommen musste um die dunklen Machenschaften der deutschen Botschaft in Chile aufzudecken.
    Diese Cacavelos Sippe sind enge Freunde von der chickeria der Mennoniten im Chaco. Einer der Cacavelos ist Zollagent der u.a. mit namhaften Buchfuehrungsfirmen in Loma Plata enge Geschaeftsbeziehungen unterhaelt. Die Landverkaeufe des Chaco (Stichwort: Ausverkauf der Laendereien an Auslaender) wurde u.a. in einer Dreiecksseilschaft zwischen einer mennonitischen Buchfuehrungsfirma in Loma Plata und diesen Cacavelos bewerkstelligt zusaetzlich zu geschmierten Regierungsbehoerden des INDERT. usw.
    Und wieder fuehren Seile der Korruption von den Cacavelos zu Mennoniten. Wo immer man Korruption ausgraebt, so sind Mennoniten verwickelt wenn man tief genug graebt.
    Was weiter auffaellt ist dass Sponsoren der Kolping Stiftung u.a. Record Electric ist welches Mennoniten sind. Siehe hier: http://www.kolping.org.py/. Also „strategische Partner“ werden diese Sponsorenfirmen sogar in der Website genannt, will heissen „Komplizen“ (Tut mir sehr leid Arnold Klassen. Sag mal, wie willst du in den Himmel kommen?).
    Die Kolping scheint das deutsche „Dualsystem“ in Paraguay zu vertreten dessen groesster Vertreter wohl die interkoloniale Berufsschule in Loma Plata ist (CFP). Die meisten Korrupties die in der Kooperativsverwaltung sitzen sind Dualsystemschueler oder Lehrer wie u.a. der aktuelle Oberschulze der Kolonie Menno selber Lehrer im CFP war und wohl sicher bestens mit der Kolping „auf du und du“ steht.
    Seilschaften ueber Seilschaften, Korruption ueber Korruption.
    Auch ich, Kuno Gansz von Otzberg, sollte vom Whistleblower Gesetz geschuetzt werden. Ich beantrage hiermit den Schutz der EU mittels diesem Gesetz (eine finanzielle Entschaedigung waere auch willkommen als Gefahrenzulage fuer unsere Enthuellungen).
    Die Whistleblower werden von den Korrupten als „Ratten“ bezeichnet und von Jesus als „Diener Gottes“, denn auch die Propheten wurden von der „pharisaeischen Schlangenbrut“ verfolgt und getoetet.
    Ich steck schon jeden Tag meinen Kopf nur aus dem Tatuloch raus wenn ich oben genau weiss dass da kein Mennonit mit der Schrotflinte steht und darauf wartet mir den Kopf wegzupusten.
    Diese Frau Fuzzelier mehr „E**r“ als 2000 Mennoniten zusammen.
    Dieser Fall zeigt wieder wie doch alle in einem Sack stecken und sich gegenseitig protegieren. Man koennte genausogut um ganz Paraguay eine Gefaengnismauer bauen, Kuno und diese Fuzzelier rausbringen, und alle anderen Leute einmauern – man taete damit keinem eine Ungerechtigkeit an.

  3. Erschreckend. Der Artikel zählt zwar nicht die Einzelheiten dieses Falles auf, aber es zeigt: Jeder, der kriminelles Verhalten „hochranginger“ Leute anzeigt, wird selber die Zielscheibe. Was für ein unglaublich perverses System.

    Es deckt sich mit den Erfahrungen meines Nachbarn, der in der UNA studierte und eine Dozentin wurde entlassen (UND mit Geldstrafe wegen angeblicher Verleumdung an den gottgleichen Dekan versehen), weil sie keiner Studentin den Abschlusstitel schenken wollte.

  4. Geht es nicht vielen, wenn nicht gar allen ehrlichen Menschen so?
    Man denke an Gustl Mollath, der viele Jahre in der Psychiatrie weggeschlossen wurde.
    Edward Snowden, Julian Assange, Bradley Manning, William Felt, Rudolf Schwenger und Frank Wehrheim, Roger Boisjoly, Margrit Herbst, usw.
    Alle wurden, bzw. werden wegen der Aufdeckung von Mißständen und deren Öffentlichmachung verfolgt, angeklagt, verurteilt.
    Derjenige, der Mißstände anprangert und/oder öffentlich macht, wird als schlimmer angesehen als diejenigen, die diese verursachen, vertuschen und geheimhalten (wollen).

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .