Hopfen und Malz verloren

Mariano Roque Alonso: Mit einigen Schreibfehlern versehen übersendete man den Veranstaltern der Expo 2019 die Nachricht, dass Uber und Muv ab Samstag in ihrer Stadt nicht mehr verkehren dürfen.

Taxifahrer der Gemeinde an der Ruta 9 forderten zuvor, dass ihren ihr Herzstück der Arbeit – ein Mal pro Jahr – erhalten bleibt. Anscheinend hatten die 300 Taxifahrer damit Erfolg. Da die Verfassung über den Gesetzen der Städte steht, ist diese Resolution jedoch gegenstandslos. Das freie Zirkulieren aller Menschen ist nicht zu beschränken auch wenn Verkehrsbestimmungen auf städtischer Ebene geregelt werden.

Jetzt, wo den Taxifahrer Exklusivität bescheinigt wurde, zeigt sich, dass man sich in Mariano Roque Alonso nicht wandeln möchte.

Erst gestern berichtete ein Uber-Nutzer dass er wöchentlich 1,95 Millionen Guaranies verdient, wenn er 8 Stunden täglich arbeitet. Sollte den Taxifahrern dies nicht als Grund ausreichen umzusteigen oder besseren Service anzubieten, dann ist Hopfen und Malz wirklich verloren.

Wochenblatt / Radio Monumental

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4 Kommentare zu “Hopfen und Malz verloren

  1. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Ja das Transitrecht ist verfassungsmaessig garantiert. Aufgrunddessen sind ja alle privaten Mautstationen, und Mautstationen ueberhaupt eigentlich auch, verfassungswiedrig. Nicht mal dem Staat ist es von der Verfassung erlaubt Peajes aufzustellen, geschweige denn privaten Peajes die Leute zu hindern umsonst dadurchzufahren.
    Ansonsten gab es ja in Chicago in den 1920gern die sogenannten Taxicab Kriege mit denen verfeindete Taxiunernehmen (Uber, Lyft und MUV sind ja nichts anderes als auch eine Art von Taxis nur eben von verschiedenen Unternehmen) ihre Taxis in Panzerformation als Panzer benutzten um die feindliche Taxiflotte in Grund und Boden zu rammen. Waehrend der Rammaktion schoss man wie wild mit Pistolen und Revolvern auf die feindlichen Fahrzeuge und zu guter letzt als die Gesamtlage zunehmend eskalierte kamen auch Tommy-Guns (die sogenannten „Chicago Typewriter“ – Chicago Schreibmaschinen) in aktion. Wie hier https://www.youtube.com/watch?v=xxF7mQ9y650.
    Gewaltaktionen zwischen verfeindeten Taxiorganisationen sind nichts neues.
    Sogar im Chicago von 2014 gab es fast wieder gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen den regulaeren Taxis auf der einen und Uber/Lyft auf der anderen Seite https://www.youtube.com/watch?v=H54Fb48sGmE.
    Hier kann man eine der Chicago Typewriters sehen die damals in den Taxikriegen zum einsatz kamen https://www.youtube.com/watch?v=epl752W3bWM.

  2. Ein Taxi wäre eigentlich nur da um jemanden von A nach B zu bringen. So etwas zu privatisieren ist in etwa so sinnvoll wie die Bahn zu privatisieren. Das heißt nicht, dass es staatlich perfekt funktioniert, aber eben privat auch nicht oder sogar noch weniger. Es ist das perfekte Business für Kartelle und Clans. Deshalb ja auch das Theater wenn da ein neuer kommt. Schwupps di wupps ist nix mehr mit freier Wirtschaft und Wettbewerb und eh schon wissen.

  3. Es ist immer wieder ein Erlebniss mit den Paraguay Taxis zu fahren! Einer startet sein „Auto“ mit dem Schraubenzieher da Zuendschloss fehlt… nur heraushaengende Draehte! Aber das Taxi faehrt und die Taxifahrer sind Menschen die einem auch helfen wenn man ein Problem hat!

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