Illegaler Fleischimport legt Schwachstellen offen

Concepción: Der Schlachthof Concepción importierte Anfang dieser Woche 140 t Rindfleisch aus Brasilien. Die Fracht kam ins Land, ohne legal angemeldet worden zu sein. Es handelte sich um Schmuggelware.

Obwohl Paraguay einer der weltgrößten Rindfleischproduzenten ist wird hin und wieder Rindfleisch aus Brasilien importiert. Der Grund dafür, es ist ein wenig billiger. Laut den Aufzeichnungen des Tierhygieneinstitutes Senacsa importierte der Schlachthof Concepción seit Monaten die doppelte Menge von der, die offiziell angegeben wurde. Die nicht registrierten Frachten kamen ohne Hygienezertifikat. Die konfiszierte Fracht wurde gestern auf einem Grundstück in Villa Hayes “beerdigt“.

Russland kündigte kurz nach bekanntwerden des Schmuggels an, den besagten Schlachthof von allen Operationen zu suspendieren. Der brasilianische Eigentümer Jair Antonio de Lima wurde bereits von der Staatsanwaltschaft angeklagt. Ein ganzer Sektor leidet unter den schlechten Praktiken eines Schlachthofes.

Die Fahrer der illegalen Fracht erklärten bei einer Polizeikontrolle, dass die Fracht legal sei, da sie vom Zoll in Pedro Juan Caballero grünes Licht erhielt. Dies impliziere auch, dass das Tierhygieneinstitut den Import genehmigt, so die Fahrer. Mittlerweile weiß man jedoch dass die Zöllner in Pedro Juan Caballero Kommissionen abgriffen, um die Frachten auch ohne alle Dokumente durchzuwinken, Grund weswegen die Führungsriege der Behörde in dem Ort schon ausgetauscht wurde.

Wochenblatt / Abc Color

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10 Kommentare zu “Illegaler Fleischimport legt Schwachstellen offen

  1. Dem Schlachthof Concepcion wurde sofort die Exportlizenz entzogen. Der Skandal kann sogar den gesamten Fleischexport Paraguays in Gefahr bringt. Mehr dazu unter :
    http://www.abc.com.py/nacionales/removidos-por-contrabando-1702207.html

  2. Das hier Recht verletzt wurde ist außer Frage. Die verantwortlichen sollte man sofort einsperren.
    Das Fleisch vernichten ist zwar Medienwirksam aber eine große Sünde und Dummheit.
    Fleisch untersuchen, Einlagern und an Bedürftige verteilen.Es gibt sicher Kinderheime, Schulküchen,Suppenküchen,Polizei,Streitkräfte und so weiter.Es gibt so viel Not in Paraguay und hier wird das Fleisch vernichtet.Das geht gar nicht!

    1. Das ist leider in allen Ländern mit Importverboten zum Schutz der Gesundheit so. Bestenfalls landet dort dieses Fleisch in einem Tierpark, falls es dieser übernimmt.
      Allerdings wird dort keine Schau abgezogen.

    2. Wolfgang
      …und wenn es Gammelfleisch gewesen wäre hatte PY den gesamten Exportmarkt verloren und die Nachbarländer einen Konkurrenten weniger. Man sollte auch einmal um die Ecke denken können.

  3. Ja so kann man auch den Ast absaegen auf dem man sitzt. Gier frisst Hirn. Aber eigentlich der Normalfall. Die Russen haben es richtig gemacht. Dort einfach nix mehr kaufen. Schade fuer die anderen Fleischbetriebe, denn die muessen auch darunter leiden.

    1. dat is dat problem mit dem kollektivismus, dat man nix mehr individuell betrachtet, und dann macht einer mist und alle kriegen dann kollektiv die konsequenzen zu spueren
      aber war wat mehr mit dem fleisch, ausser dat der betrieb, zu wenige zertifikate fuer den platz im himmel eehh ich meine dat dat fleisch gut is erworben hat?

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