In 24 Monaten 125 Ausschreibungen gewonnen

Asunción: Diego Yaluk, dem die Firma Parasur S.A. gehört scheint ein Händchen fürs Geschäftliche zu haben. Von November 2011 bis Dezember 2013 gewann er 125 staatliche Ausschreibungen für Lieferungen von elektronische Artikel an die Wahljustizbehörde, das Fürsorgeinstitut und das Sekretariat zur Berufsausbildung. Die überhöhte Anzahl lässt jedoch auch den Schluss zu, dass politische Einflussnahme mit im Spiel war. Yaluk hat beste Beziehungen zu den Senatoren Blas Llano, Fernando Silva Facetti, dem Abgordneten Sergio Rojas und zu Gouverneur Luis Gneiting. Die Gesamtsumme die durch die Firmenkasse floss liegt bei 23 Millionen US-Dollar. Die aufgelisteten Daten sind öffentlich einsehbar auf der Seite der Provider des Staates.

Eigentlich gäbe es nichts zu beanstanden, wenn eine Firma bei öffentlichen Ausschreibungen mit dem niedrigsten Preis gewinnt und danach liefert. Im Fall von Parasur jedoch gab es zu viele Verbindungen zwischen denen die Material anforderten und dem Eigentümer der Firma.

Yaluk ist ein enger Freund von Blas Llano und ebenso fanatisch was Rallye angeht. Als der heutige Abgeordnete Sergio Rpjas noch Direktor beim Sekretariat zur Berufsausbildung (SNPP) war wurden Geschäfte mit Yaluk in Höhe von 2,3 Milliarden Guaranies gemacht. Unter Senator Fernando Silva Facetti, der früher an der Spitze des Fürsorgeinstitutes (IPS) stand, wurden Verträge im Wert von 16 Milliarden Guaranies mit Yaluks Firma geschlossen. Am meisten Gewinn dürfte er jedoch mit der Wahljustizbehörde gemacht haben, wo Verträge über 29 Milliarden Guaranies auf ihn warteten. Dank der Verbindung von Freund und Ex Abgeordneten Luis Gneiting und dessen Ehefrau die im Finanzausschuss der Behörde sitzt. Die Verbindung zu Gneiting ist bis jetzt nicht abgerissen, da dieser als Gouverneur von Itapúa weiterhin Yaluks Dienstleistungen in Anspruch nimmt.

Zu erwähnen ist außerdem, dass der Vater von Diego Yaluk, Humberto, Geschäftspartner von Gneiting und dem aktuellen Vizepräsidenten Afara ist. Fast wäre es sogar zur Ernennung von Yaluk Senior zum Yacyretá Berater gekommen, da er über 30 Jahre für die Institution tätig war und eine gute Abfindung für den Rückzug seines Unternehmens erhielt.
Parasur war jedoch auch für das Landwirtschaftsministerium unter Cardozo tätig und kassierte dabei 1,1 Milliarden Guaranies. Auch durch Afara und Juan Alberto Schmalko steigt der Druck erneut Yaluks Dienste bei Yacyretá in Anspruch zu nehmen.

(Wochenblatt / Abc)

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9 Kommentare zu “In 24 Monaten 125 Ausschreibungen gewonnen

    1. Gigantopithecus blacki

      Reply

      Hallo Lugo-Fans:

      Solche Zustände sind in Paraguay wohl erst anzutreffen, seit Ferdinand Lugo nicht mehr Präsident des Landes ist??!!??

  1. na sowas ist ja nix neues, ich habe schon Leute kennen gelernt die unter anderen Regierungen (zuerst unter Stroessner)Holzstuehle und Tische an Schulen und Buerostuehle und Schreibtische an Ministerien geliefert haben und dabei sehr reich geworden sind……

  2. ah und noch was zum Thema: der „Grosshaendler“ der die Polizei in ASU und Umgebung mit PC’s und Zubehoer beliefert muesstet ihr mal sehen, eine Klitsche im Zentrum von 3 x 3 m Ladengroesse……. .

  3. gibt dieser artikel nicht zu denken???
    wenn es ums geld geht, ist die parteizugehoerigkeit
    weniger wichtig, viel mehr „maennerfreundschaften“.
    nur etwas verdaechtig, dass die genannten PLRA parlamentarier alle dem „blas llano“ fluegel angehoeren,
    und dieser hat die besten beziehungen zu cartes (konstruktive opposition !!!).und da kommen der ehemalige
    colorado abgeordnete luis gneiting(heute gobernador von
    itapua) und der jetzige vize praesident juan afara
    ebenfalls in geschaeftliche kontakte.und die frau von gneiting war auch sehr aktiv bei der vermittlung.
    es war schon immer so und wird auch so bleiben.

  4. Was soll daran Neu sein? Frage ist nur hatt Jemand bei der Ausschreibung ein besseres Angebot gemacht und wurde das Angebot abgelehnt zu Gunsten der besagten Firma so ist das Betrug und sollte die Justiz auf den Plan rufen. War besagte Firma aber immer bei der Ausschreibung mit den besten Angebot am Markt ist das legal und zeugt von Geschäftstüchtigkeit.
    Ach und wenn es Betrug war so sind ja alle Leute bekannt.
    Nur dann unter diesen Umständen kann man sagen wenn es Herrn Cartes bekannt ist (der Betrug) und er nichts macht (was sagen nun die Cartes Fans):“ Herr Cartes sie haben versagt.“ Aber bitte nicht vorher weil es einen gerade so paßt und man nicht Cartes Fan ist.

  5. wenn alle hier so ehrlich und aufrichtig denken wuerden
    wie sie, wuerde paraguay nicht immer weltweit zu den
    spitzenreitern in sachen korruption gehoeren.
    diese sache hat weniger mit cartes zu tun, da die meisten
    dieser gewonnenen ausschreibungen teilweise einige zeit
    zurueckliegen. der artikel zeigt nur wie so etwas a la
    paraguay gehandhabt wird.beziehungen,faustregel 50:50 usw
    sind weit wichtiger als das guenstigste angebot.
    viele dieser „erfolgreichen firmen“ sind immer nur in
    sachen „staatlichen ausschreibungen“erfolgreich und nicht
    in der privatwirtschaft.GAMSBART hat ein gutes beispiel geliefert.ich kann mich erinnern dass einmal eine kleine despensa mit metzgerei, ebenfalls fuer die versorgung der polizei zustaendig war. das sind nur
    scheinfirmen, um die „grossen geschaefte“ pseudolegal
    abwickeln zu koennen
    sie als alter kaempfer glauben doch nicht mehr
    an den weihnachtsmann??

  6. Komisch, dass dies wieder nur in ABC-Color gross aufgemacht wird, wie immer nur mit Vermutungen? Da hat wohl wiedermal eine der Zuccolilio-Firmen keinen Zuschlag bei irgendeiner Ausschreibung bekommen und moechte sich jetzt raechen… Total unabhaengiger Journalismus eben…

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