In Paraguay sterben 3 von 10 Personen an Herzinfarkten

Asunción: Nationale Kardiologen empfehlen eine ausgeglichene Ernährung und sportliche Betätigung in regelmäßigen Abständen. Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht sind die Risikofaktoren die kardiovaskuläre Krankheiten hervorrufen.

Die Kardiologin María del Rocio Cattoni aus der paraguayischen Kardiologenvereinigung erklärte, dass 30% der paraguayischen Bevölkerung an einem Herzinfarkt stirbt. Etwa 40% der Personen haben Diabetes und Bluthochdruck, was nicht förderlich ist.

Sie erklärt zudem, dass es weltweit 23 Millionen Menschen Herzprobleme haben und dies die Hauptursache für das Ableben ist.

Für die Medizinerin sind Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes, Rauchen und hohe Cholesterinwerte Risikofaktoren für einen Herzanfall. Eine ausgeglichene Ernährung ist deswegen unvermeidlich und verlängert neben der Eliminierung anderer Faktoren wie Rauchen maßgeblich das Leben. Auch Frauen während der Schwangerschaft müssen ihre Ernährung anpassen damit das Herz des Babys keinen Schaden davon trägt.

„Herzprobleme treten hauptsächlich im Alter von 40 – 50 das erste Mal auf und werden im Alter immer häufiger. Männer wie Frauen können zu gleichen Teilen davon betroffen werden“, erklärt die Doktorin.

„Wenn die Eltern schon Diabetes hatten kann es sogar jüngere Personen ab 35 Jahren schon treffen“, erklärt Dr. José Ortellado.

„Wenn ein Kind ab fünf Jahren schon übergewichtig ist so kann es wie im Fall der Vererbung auch mit 35 schon erste Probleme mit dem Herz bekommen“, unterstreicht er.

Neben dem rauchfreien und abwechslungsrechen Leben aus gesunder Ernährung und Sport rät Ortellado auch zu regelmäßigen Gesundheitsuntersuchungen.

Morgen wird der Weltherztag gefeiert weswegen das Gesundheitsministerium sechs neue Konsultationsbüros eröffnet hat wo Studien und Untersuchungen rund ums Herz gemacht werden können. Im Park Ñu Guasu, an der Straße vom Flughafen Pettirossi bis ins Zentrum Asuncións können sie anlässlich zum Welttag des Herzens von 08.00 – bis 12.00 Uhr sich kostenlos untersuchen lassen und sportlich betätigen.

(Wochenblatt / Última Hora)

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11 Kommentare zu “In Paraguay sterben 3 von 10 Personen an Herzinfarkten

  1. Salz ist auch einer der Faktoren, der kardiologische Probleme nach sich zieht und die Paraguayer lieben nun mal salziges.
    Die WHO publizierte kürzlich den weltweiten Salzkonsum und hat nachgewiesen dass mit der Reduktion desselbigen die Sterblichkeitsrate wegen Herzinfarkten linear mit dem Salzkonsum sinkt.

  2. ……fein, fein…..aber mal ehrlich, die paraguayischen Ernährungsgewohnheiten (verbunden mit Unwissenheit) gleichen leider einer mittelgroßen Katastrophe. Hinzu kommt das kulturelle Mißverständnis, daß ‚Dicksein‘ ein Zeichen von Wohlstand sei und es somit auch mehr als logisch erscheint, daß bei diesem immensen pro Kopf Fleisch-, Bier- und Coca-Colakonsum es selbstverständlich zu solch pathologischen Auswüchsen kommt…… Gewissermaßen zur ‚Ehrenrettung‘ Paraguays sei angemerkt, daß diese ernährungsbedingten Fehlentwicklungen leider globale Gültigkeit besitzen.

  3. Das Märchen vom schädlichen Salz wird sich wohl genausowenig ausrotten lassen wie das vom hohen Eisengehalt des Spinats.

    Daß die Paraguayer der Ansicht sind, daß Fleisch das beste Gemüse sei, ist natürlich richtig.

    1. Ja, beim Spinat wurde einmal fälschlicherweise eine Null zuviel aufgeschrieben.
      Salz (NatriumChlorid) braucht der Mensch täglich, aber zwei Scheiben Brot pro Tag würden genügen um den Bedarf zu decken. Überall hat es Salz drin, daher nehmen wir viel zu viel davon auf. Salz soll ja das Wasser im Körper zurück behalten.
      Ich gehe davon aus, dass Salz einfach eines der billigsten Gewürze ist und eine Hamburgesa für 10.000 Gs. zu kaufen am wenigsten Arbeit gibt, weshalb viele Paraguayer ab 20 übergewichtig werden.
      Hamburger und Fleisch-Teig-Taschen (Empanadas) werden an jeder Ecke angeboten, so dass ich annehmen muss, dass diese auch konsumiert werden.
      Da gibt es aber einen kleinen Unterschied zwischen meinen Essgewohnheiten und derjenigen vieler Paraguayer: ich esse auch mal EINEN Hamburger, einen Apfel, ein paar Spiegeleier, einen Salat und zwei Sandwich. Damit habe ich abwechslungsreich gegessen. Andere essen drei Hamburger, was ich nicht als abwechslungsreich empfinde.
      Ich bin kein Nahrungswissenschaftler, aber davon überzeugt, dass Fettleibigkeit mehr in der Trinkgewohnheiten als in den Essgewohnheiten liegen. Warum die Menschheit die Lust am Wassertrinken verliert ist mir ein Rätsel, Wasser hat doch den vorzüglichsten Geschmack aller Getränke wie ich finde.

    2. Es ist wie mit dem rauchen, jeder und jede weiss dass es schädlich und unter Umständen tödlich ist, trotzdem wird frisch fröhlich weiter geraucht und mit dem Salz verhält es sich genauso. Und dass jemand rostet nur wegen dem Spinat habe ich noch nie gehört.

  4. ist vielleicht da letzte Staubkörnchen auf der Lebenswaage bei den Männern die vielen Liebschaften.
    Passiert auch anderswo auf der Welt.

  5. Ich sehe da nicht so das grosse Problem, jedermann ist bekannt, dass ständiger Fleisch- und Colakonsum äusserst ungesund ist. Lasst die Leute halt essen und trinken was sie wollen, alle wissen um ihre geminderte Lebenserwartung. Auch in den deutschen Medien wird da immer diskutiert, ist doch jedem seine Sache ob er sich zu Tode frisst/raucht/trinkt und lieber ein paar Jahrzehnte geniesst und dafür ein paar Jahrzehnte weniger lebt.

    Das einzige wo man definitiv drüber reden muss sind die Ernährungsangebote für Kinder, in py jetzt nicht so das Thema, aber in D z.B. in den Schulkantinen. Kinder sollten keine Fertigfrassgerichte täglich essen müssen, ohne wirklich die Wahl zu haben, da sollte man entsprechend über gesunde Ernährung aufklären und sie auch anbieten.

    Was die Menschen mit >20 dann machen, ist jedem selbst überlassen, und sollte nicht dauernd kritisiert werden, denn seien wir mal ehrlich – wen interessiert es denn jetzt wirklich, ob statistisch einige tausend Menschen ein paar Jahre früher oder später sterben, weil sie nicht bestmöglichst immer auf ihre Gesundheit achten?

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