Indianer hilflos nach Vertreibung durch Deutschen

Minga Porã: Fünfzehn Familien des Stammes Ava Guaraní haben nun keinen Ort mehr, wo sie leben können, nachdem ein Richter einer Räumungsklage eines Deutschen entsprach. Noch bevor die Polizei die vertreiben konnte brannten sie ihre Häuser nieder.

Der Deutsche Hugo Hutz, dessen Grundstück die Indigenen besetzten, erbat vor Gericht eine Räumung. Als Schwiegervater des Vizepräsidenten wurde dem schnell entsprochen. Ihr eigentliches Reservat liegt jedoch im heutigen Einzugsgebiet von Itaipú, wo sie nicht mehr leben dürfen.

Nach eigener Aussage besetzten sie das Grundstück in der Annahme es handelt sich jetzt um Staatsland, da es früher Teil ihres Stammeslandes war. Auch der Teil auf dem sie jetzt sind, dem Itaipú Reservat Limoy, ist Teil ihres Stammeslandes. Auch hier sind sie nicht willkommen und müssen morgen weiterziehen. Als der Staudamm gebaut wurde, vertrieb man sie. Laut ihrer Aussage gab es keine Entschädigung, weder in Form von Land noch materiell.

Hutz ließ eine Messung seines Grundstückes veranlassen, bei der 78 Hektar Überschuss vermerkt wurden. Da er aber nicht mit Sicherheit sagen kann, wo diese Fläche sich befindet bzw. ob sie in einem Stück vorhanden ist, kann er die Indianer nicht dahin schicken, um sich häuslich einzurichten.

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Die Indigenen sind total hilflos und auf sich selbst gestellt, nachdem Itaipú sie von einem Randstreifen der Straße, der dem Wasserkraftwerk gehört, binnen 24 Stunden vertreiben wird. Ohne sofortige Hilfe von Seiten der Regierung werden sich weitere Probleme anbahnen.

Wochenblatt / Abc Color

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20 Kommentare zu “Indianer hilflos nach Vertreibung durch Deutschen

    1. Irgend etwas schein Sie nicht verstanden zu haben! In Paraguay gibt es vorbildliche Gesetze – auf dem Papier. Die Richter halten sich daran, oder auch nicht. Die Entscheidung des Gerichtes, auch bezüglich der Schnelligkeit, hängt in erster Linie von Beziehungen und Zuwendungen ab. Wer dann außerdem noch der Freimaurerei angehört, hat die allerbesten Karten.

    2. In Paraguay gibt es sehr wohl Gesetze. Das Problem ist, wenn man von der Hand in den Mund lebt, zuerst alle die Avogados bezahlen zu können. D.h. die meisten Paraguayer wissen, dass seitens des Staates keine Rechtshilfe kommt. Zwar werden von allen Stellen Dokumente erstellt. Bsp. Sie gehen zur Polizei, dort können Sie erzählen, was Sie möchten. Die Polizei stellt Ihnen auch das Protokoll aus. Sollte Ihr Nachbar einen Stein an den Kopf geworfen haben, so sei dies eine Angelegenheit zwischen Nachbarn, Sie bekommen zwar das Protokoll, doch in Angelegenheiten zwischen Nachbarn mischt sich die Polizei nicht ein. In anderen Ländern ahndet die Polizei des Amtes wegen, wenn Sie durch einen Stein am Kopf getroffen wurden. Ok, mit dem “wertlosen” Papier der Polizei, können Sie nun zum Fiscal, Avogado und weiss wer welche Ministerien, welche Ihnen “wertloses” Papier ausstellen. Die Kurzfassung: Sie müssen erst einmal viel Geld zur Hand nehmen, bevor überhaupt der Terere in die Ecke gestellt wird und mit etwas Glück, etwa wie im Kasino, bekommen Sie auch Recht.

      1. Ergänzung: …bekommen Sie auch Recht… so zwischen zwei und fünf Jahre müsste man sich aber schon gedulden. Außer man ist der Schwiegervater, Padrino, Tio, Hermano oder Cuñado von irgend einem Vizepräsidenten.

  1. Ist das eine unbelegte Annahme mit der Freimaurerei oder gibt es fundierte Quellen als Beweisführung? Gilt das außerdem weltweit oder nur in Paraguay?
    Denn dann sollte ich mir überlegen, ob ich nicht einer Loge beitrete.
    Bleibt nur die Frage, wie der Zutritt zu solchen “Geheimbünden” gelingt, wenn sie dementsprechend geheim sind.
    Vielleicht helfen die öffentlich zugänglichen Internetauftritte weiter.
    Das aber erst nach den quellenbelegten Privilegien.

    1. Nach eigenem Bekunden sind eine große Anzahl von Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten Mitglieder der Freimaurerei. Das gleiche gilt übrigens für zahlreiche Minister bis hin zum Präsidenten selbst, der sich dazu vor einigen Monaten öffentlich bekannt hatte. Ob das nun letztendlich positive oder negative Auswirkungen für eine Gesellschaft und einen Staat hat bleibt das Geheimnis der höchst geheimen Freimaurerlogen. Im übrigen dürfte hinreichend bekannt sein, daß die meisten US-Präsidenten ebenfalls Freimaurer waren und über 90 % der US-Verfassung durch Freimaurer formuliert wurden. Die Freimaurerei übt ihren Einfluß weltweit auf Regierungen aus, selbst bin hinein in den Vatikan. Freimaurer kann nicht “Hinz & Kunz” werden, sondern nur ausgewählte Personen, meist des öffentlichen Lebens und mit Referenzen anderer Freimaurer-Mitglieder. Freimaurer-Mitglieder (Logen-Brüder) verraten sich nicht gegenseitig und sind für ein Leben lang mit einander verbunden. Da alles im Verborgenen geschieht weiß im Grunde niemand, wer dazu gehört, es sei denn, die Person bekennt sich selbst öffentlich dazu, so wie das viele in Paraguay schon getan hatten. Im Gegensatz zu Deutschland. Doch an die “große Glocke” wird das natürlich nicht gehängt. Nun kann sich jeder selbst seinen Reim darauf machen, was von der Freimaurerei zu halten ist – oder auch nicht.

    2. Du kannst relativ einfach beitreten sofern du die Anforderungen erfüllst (kannst du googeln) und bereit bist die Regeln zu befolgen. Das Austreten ist eher das Problem bzw. der absolute Gehorsam gegenüber höheren Logenbrüdern. Nicht jedermanns Sache, aber bei politischen Ambitionen bzw. geschäftlichen Unternehmungen ab einer gewissen Größe in Paraguay fast Pflicht.

      Wenn die inigenen DEIN Land besetzen, kümmert das erstmal keinen. Weder Polizei noch sonstwen. Wenn du ein paar 10tausend U$ rüberwachsen läßt, dann machen sie was. Aber nur halbherzig und das erst nach Jahren.
      Wenn du jedoch zur “Mafia” dazu gehörst, dann steht das Justizsystem in seiner ganzen Pracht hinter dir. Das hilft ungemein. Siehe Artikel.

  2. Noch dazu einem sehr dummen, wenn er nicht einmal weiß, wo sich die 78ha seines Grundstücks befinden und ob diese zusammen hängen. Aber immer nach dem Motto : nichts wissen macht nichts, Parteibuch macht Macht.

    1. Volltreffer! Merkel freut sich über jeden, bevorzugt jedoch Muslime, damit Deutschland endlich eine “bereichernde Kultur” erhält, denn die alte deutsche Kultur ist offensichtlich nicht mehr gefragt. Seit 13 Jahren lebe ich in Paraguay und hatte mich bisher bei den Bundestagswahlen zurück gehalten. Doch nächstes Jahr werde ich garantiert die AfD wählen. Auch als Wahl-Paraguayer bleibe ich im innersten ein Deutscher und weigere mich zuzusehen, wie Deutschland vorsätzlich islamisiert wird.

      1. Hallo,Manni eine andere Wahl wirst Du sicher nicht haben als die AFD.
        Du kannst auch Merkel und co. wählen, die hat in zwischen einen versteckten Richtungswechsel hin gelegt.
        Ihr Innenmister hat die SPD reingelegt mit den Familiennachzug in den er die Parlamentarier auf die Bretter gelegt hat.
        Früher wurden die 70% Syrer mit 3.Jahrestitel versehen,jetzt ist man bei 30% und 70% Einjahrestitel.
        Was die Stimmen für die AFD bei den Wahlen nicht alles bewirken!
        Auch der Nachzug ist gebremmst bis2017 pünktlich zu Wahlen. Danach kommt die Überraschung für jeden!

  3. Hallo Manni
    Wie viele Wochen vor der Wahl muss Du denn den Antrag stellen?
    Wenn meine Briefwahlunterlagen nie pünktlich in Brasilien ankamen, trotz frühzeitiger Beantragung, dann ist das ein Skandal. Viel Spaß!

    1. Gute und wichtige Frage. Ich werde das demnächst genau auf der Deutschen Botschaft klären. Sicherlich wird sich dann eine Gelegenheit geben, das allen Lesern über das Wochenblatt mit zu teilen.

      1. ja, das wäre echt interessant. Aber – wie geheim ist eine Briefwahl und kommen die Wahlunterlagen auch wirklich in D an oder landen sie nach Durchsicht und Festellung, dass die Falschen angekreuzt worden sind, in den Mülleimer? Wundern würde mich heute überhaupt nichts mehr.

  4. Wenn dieser Mann nicht weis wo sich 78 Hektar seines Grundstücks befinden nimmt man einfach ein Stück von 78 Hektar von seinen Grundstück tituliert es und gibt es den Indiana. Ob er dann wohl weis was seins ist oder nicht???. Paraguay hält sich bei den Indianern nicht ans Völkerrecht,ganz klar.Wo ist da die Deutsche Botschaft die mal wenigstens eine Note diesbezüglich in den Senat schickt. Das ist in meinen Sinne als Deutscher nicht sich selbst darstellen auf Kosten des Steuerzahlers .

  5. Die 78 Hektar Überschuss lassen sich doch wohl rausrechnen. Ws sind das für Landvermesser.Man kann ja eine Flurbegradigung machen wenn man es möchte. Hier will und möchte man es nicht das ist das Problem.
    Beziehungen schaden nur den der keine hat wieder mal.

  6. Schon bemerkenswert, dass hier keiner die Lage der Indigenen bedauert, die anscheinend unverschuldet da hineingeraten sind. Wo sollen sie leben und wovon, die Regierungs scheint kein Interesse zu zeigen und der Deutsche hat das besetzte Land anscheinend nicht genutzt.

  7. Wenn dem Deutschen das Land gehört wurden die Indianer wohl zurecht vertrieben, mit dem mussten sie rechnen, als sie das Land besetzten. Oder sie wussten wirklich nicht, dass es nicht dem Staat gehört. Der große Fehler wurde wohl vom Erbauer des Staudamms gemacht. Mit Folgen. Traurig, dass ein Staudammbetreiber Millionen Dollar jährlich einnimmt, aber nicht ein Milliönchen für den Kauf von Land aufbringen kann, um die Vertriebenen wieder zu Landbesitzer zu machen. Ein klarer Fall wieder einmal: Auf dem Buckel der Schwachen lässt es sich Gewinn machen.

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