Indigene demonstrieren in deutscher Kolonie

Colonia Independencia: Indigene die zuerst nur den Platz vor der Kirche in Melgarejo besetzen marschieren nun durch den Ort, um weiter Druck auszuüben. Ihr zugeteiltes Stammesland hat keinen Zugang.

Wie an vielen anderen Orten des Landes sind auch nahe der deutschen Kolonie Indigene ansässig. Ihnen wurde vom Institut für indigene Belange (INDI) ein 3.000 ha Grundstück zugeteilt, welches leider keinen Zugang besitzt. Dies schränkt deren Lebensweise ein, da Nachbarn, darunter ein Deutscher, das überqueren ihrer Grundstücke, nicht erlauben.

Die Angehörigen der Gemeinschaften Yvyty Miri, Yvyty Corá und Joyvy Miri Poty sind verärgert. „Wir haben viel ertragen, haben keine Wege, sind isoliert und können so nicht leben. Wir werden nicht an Krankheiten oder Hunger sterben, weil wir unsere Ernten nicht verkaufen können. Wir haben keine freie Zufahrt“, sagte Richart Vargas, Stammesanführer.

Seit dem 1. August sind die Ureinwohner auf dem Platz vor der Kirche im Ortsteil Melgarejo anzutreffen. Am gestrigen Morgen marschierten sie auf der Hauptstraße und machten unter anderem mit Kochtöpfen Lärm. Bis jetzt empfing der Bürgermeister des Ortes, Francisco Chávez, die Indigenen nicht.

Das besagte Grundstück liegt rund 50 km von Independencia entfernt, gehört jedoch noch zum Einzugsbereich. Da, wo ein Zugang möglich wäre, leben wenigstens ein Deutscher und ein Polizeihauptkommissar, die beide keine Erlaubnis gaben, dass die Ureinwohner ihre Grundstücke durchqueren.

Wochenblatt / Abc Color

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

11 Kommentare zu “Indigene demonstrieren in deutscher Kolonie

  1. @ Albert & Schröder: Obiges Thema hatten wir schon. Außer einer Beleidigung und dem „Vorschlag“ daß ich mich als Präsident der INDI bewerben sollte damit den Indianern besser geholfen würde kam da nichts. Und das, obwohl ich um vernünftige Vorschläge/Kommentare aus Sicht eines Paraguay-Verstehers bat. Kommt da vielleicht doch noch etwas zur Aufhellung der Situation und zur Bereicherung der Kommentarspalte? Mein Eindruck zur Sache ist der, daß die INDI sehr wohl um die Problematik der fehlenden Zutrittsmöglichkeiten für das Grundstück wußte. Aber wie so oft üblich, fühlt sich niemand zuständig sondern versucht die „Verantwortung“ von sich weg, auf andere zu lenken. Möglicherweise ja auf die Grundstücksnachbarn, sollen die mit dem Problem fertig werden.

    1. Da gebe ich Di recht, Respekt, der erste Komentar der mir gefällt, bitte nicht als Beleidigung auffassen Manni!!
      Bitte unterlasse aber in Zukunft Beleidigungen oder beleidigende Worte wie „Paraguay – Versteher“ das gehört wenn überhaupt in ein AfD pamflet, mit der Ueschrift:
      AM DEUTSCHEN WESEN SOLL DIE WELT GENESEN!
      Wwir sind Gäste, zumindest im der ersten Generation 🙂
      Hoffe Du verstehst mich.

  2. Lieber Manni, nach deinen eigenen Aussagen lebst du seit 14 Jahren in Paraguay, in der Nähe vom Ypacarai-see.
    Vor 15 oder mehr Jahren hast du also bestimmt Paraguay mit anderen Alternativen verglichen, alles genau analysiert und dich dann im vollen Besitz deiner geistigen Kräfte für Paraguay entschieden.
    Dir gefällt es ja allem Anschein nach in oder an einem See zu wohnen und du hattest damals die Wahl: entweder du entscheidest dich für den Genfer See, Lago Maggiore o. ä., wohnst in der ersten Welt, in stabilen politischen Verhältnissen, keine Korruption, mit einem sozialen Netz, anständigen Strassen, guten Unis, keine Landbesetzungen, funtionnierender Umweltschutz usw. Es gab vor 15 Jahren bestimmt attraktive Kaufobjekte mit Seeblick, Pool und schönen Aussenlagen ab 1 Mio Euro aufwärts.
    Du hast dich, aus welchen Gründen auch immer, dazu entschieden am damals auch schon verseuchten Kloakensee Ypacarai, gelegen in der auch damals schon korrupten Bananenrepublik Paraguay, zu kaufen, natürlich nur für 5-10% des obengenannten Kaufpreises.
    Alles im Leben hat seinen Preis und in deinem Fall war Geiz wohl im Nachhinein nicht so geil. In Paraguay funtionniert halt Vieles nicht wie es sollte, es passieren teilweise schlimme Sachen hier die nach unsere Logik und Erziehung einfach unvorstellbar sind und man muss sich eben vor der Auswanderung damit auseinander setzten, ob man damit leben kann. Wenn du deine Hausaufgaben diesbezüglich nicht gemacht hast, dann ist das allein deine Verantwortung.

    Und nun zurück zum eigentlichen Thema und zu deiner Bitte nach Vorschlägen/Lösungen:
    Das sind paraguayische Probleme, die die Paraguayer resp. Ihre Politiker oder Institutionen entweder zufriedenstellend lösen oder eben nicht. Persönlich bin ich Realist und erwarte daher keine zufriedenstellende Lösung für die Indigenen.

    1. Danke Albert für diesen Kommentar! Sein immer wiederkehrendes Lieblingswort „Paraguayversteher“ und andere unqualifizierte Äußerungen haben in einem Diskusionsforum nichts zu suchen uns wirken teilweise beleidigend. Viele der Leser sehen selbst die Probleme und Schattenseiten in Paraguay. Solch einen Kommentator braucht keiner und seine Beiträge werden inzwischen belächelt oder einfach nicht mehr gelesen und weitergeklickt.

      1. Wußte nicht, daß „Paraguay-Versteher“ eine Art Beleidigung sein kann. So lernt man eben immer wieder hinzu. Doch daß diese Paraguay-Versteher so dünnhäutig sein können, wo sie doch selbst ständig unterhalbs der Schmerzgrenze alle Kritiker angehen, ist mehr als verwunderlich. Insofern haben sie schon hiesige Eigenschaften übernommen. Im übrigen wohne ich nicht am Ypacarai-See sondern in einer sehr ruhigen, beschaulichen Gegend mit freundlichen paraguayischen Nachbarn, die meine Kritik voll verstehen und teilen, im Gegensatz zu so einigen Landsleuten, die päpstlicher als der Papst sein wollen oder sich in Duckmäusertum üben.

    1. Nochmals eine winzige Ergänzung:
      Ich muss und darf wohl Manni darauf hinweisen, dass seine Koentare fast immer vom eigentlichen Thema abbringen und wirklich auf das Thema nur selten auf das Thema bezogene Kommentare bei den Lesern auslösen, das mag an den Lesern liegen oder auf den Bezug den die Leser nicht mehr herstellen, welche diese lesen…

      Man sollte eben erst gründlich auf den Beitrag eingehen und dann die Kommentare korrigieren, meint Ihr nicht auch??

      In dem vorliegenden Kommentar z.B. kann doch die „Carta Magna“ angewendet werden, also die Verfassung oder auch „Constitution Nacional Paraguaya“ im Artikel 41 -lest mal nach!- Wenn INDI gekauft hat muss in Bezug dazu der Artikel 38 in Anwendung kommen so und nicht anders sagt die Verfassung…
      Sorry, aber musste das sagen

  3. Manni ist in die 3. Welt ausgewandert, weil die Grundstücke dort nur einen Bruchteil von dem kosten was sie in der ersten Welt kosten.
    Dann aber kam die Überraschung, mit der Manni nicht gerechnet hat und musste feststellen, dass in der 3. Welt tatsächlich Zustände vorzufinden sind die man sonst höchstens in der 3. Welt vorfindet.
    Und jetzt beglückt uns Manni tagein tagaus mit Kommentaren und springt bei jeder Nachricht die sich auch nur im entferntesten mit den Dritteweltzuständen befasst aus der Kiste und sagt uns Ätsch-Bätsch, Leute, seht Ihr, hier geht es zu wie in der 3. Welt!
    Hmmm, muss das wirklich sein?

    1. Aber eins, hier gehen die Uhren anders!!!
      Der zweite Kommentar kommt immer vor dem ersten, genau wie die Antwort???
      Ist doch gut, ist man seiner Zeit voraus jajaja (hahaha)…
      Habs gerade beim Kommentar gemerkt..…

  4. Ja, habe auch die nase voll von den oben beschriebenen Dachler, die in einen drittweltland „auswandern“ und von ignoranten, korruption usw schimpfen. Egal ob Thailand, Philippinen, Dom Rep, Kolumbien oder Paraguay. Immer die gleiche leute immer die gleiche kommentare…

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .