Indigenes Baby gerettet vor brasilianischen Käufern

Ciudad del Este: Ein elf Monate altes Baby des Indianerstammes Mbya Guaraní wurde heute Nachmittag von Polizisten vor brasilianischen Käufern gerettet, die eine gefälschte Geburtsurkunde, ausgestellt am gestrigen Donnerstag in Hernandarias, bei sich trugen.

Der Menschenhandel kam nur zum Vorschein weil sich ein Team des Fernsehsenders Telefuturo dem Thema annahm und alle Schritte der Übergabe und der Bezahlung filmten. In einer der Szenen sah man die Mutter wie sie Geld empfing das Baby übergab und das Bündel in ihren BH steckte.

Die „neuen Eltern“ wurden in einem Toyota Celica gestoppt, der von dem Brasilianer Joao Batista Lourenco, (55) gefahren wurde und Adriana Da Silva (29) und eine 16-jährige an Bord hatte.

Die drei Verhafteten in Besitz des Babys negierten die Eltern zu sein. In der Geburtsurkunde wurde der neue Vater als echter Vater eingeschrieben, was den Transport nach Brasilien ermöglichen sollte.

Die indigene Mutter gab zu Protokoll, dass ihr die Brasilianer gesagt hätten das Baby zum Doktor zu fahren und dass sie ihr Geld angeboten hätten, jedoch sie dies nicht angenommen hätte. Das Beweisvideo wiederlegt diese Aussage zu 100%. Das einzige was sie sich erhofft, ist ihr Kind wieder zurückzubekommen. Das fast einjährige Mädchen befindet sich in einer Unterkunft in Presidente Franco.

Die Übergabe und die Verhaftung fanden nahe dem Busterminal der Stadt statt, wo unzählige indigene Mädchen anschaffen gehen und hin und wieder schwanger werden.

Die Staatsanwaltschaft befürchtet nun, dass dies nicht der erste Fall von Menschenhandel im Osten des Landes war.

(Wochenblatt / Última Hora)

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5 Kommentare zu “Indigenes Baby gerettet vor brasilianischen Käufern

  1. So traurig es ist, wahrscheinlich wäre es besser für das Baby gewesen, wenn der Deal nicht aufgeflogen wäre.

    Ich gehe einmal davon aus, dass da keine Kindersexhändler am Werk waren und das das Baby in ein paar Jahren an der Mariscal zum Betteln auftauchen wird.

  2. was ist das für eine Gesellschaft, die Mütter so weit treibt, ihre Babys zu verkaufen? Es muß schon blanke Not sein, die zu so etwas führt. Nun bleibt das Baby bei seiner Mutter, das ist auf jeden Fall gut aber wird die Mutter auch darin unterstützt ihrem Baby in ein normales Leben zu helfen? Vermutlich nicht! Ob das in Asuncion bei den Parlamentariern, die sich weigern ihre Einkünfte und Segnungen aus dem Staatssäckel offen zu legen zu irgend einer menschlichen Reaktion führen wird? Auf jeden Fall wirft dieser Fall wieder einmal ein Schlaglicht auf die soziale Situation, vor allem der indigenen, Bevölkerung. Da läge ein wichtiges Betätigungsfeld für einen gottesfürchtigen Mann auch wenn er nur noch auf Abruf regiert. Er sollte den Menschen und nicht Monsanto und Bayer helfen.

    1. Nur nicht meckern…. in Deutschland stecken junge Mütter Ihre Babys in die Kühltruhe weil sie in die Disco wollen. Oder stecken es in eine „Babyklappe“ ….

  3. Für das Kind wäre es sicherlich besser gewesen, es wäre zu der brasilianischen Familie gekommen.
    Die wirkliche Mutter hat es verkauft, lügt dann wie gedruckt und bekommt es auch noch zurück.
    Wie lange wird es wohl dauern, bis sie es erneut verkauft ?
    Oder es zum Betteln schickt, sobald es gehen kann ?
    Und später geht es auf den Strich ?

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