Inflation Paraguays 2014 bei nur 4,2 Prozent

Im Dezember werden in Paraguay traditionellerweise die Werte für die Inflation mit Spannung erwartet. Nachdem für Dezember die Inflationsrate mit 0,7 Prozent ermittelt wurde, steht nun fest, dass sich die Inflation auf Jahresbasis gerade einmal auf 4,2 Prozent beläuft und damit unterhalb des von den Finanzbehörden angestrebten Ziels von 5 Prozent liegt.

Der Präsident der paraguayischen Zentralbank (BCP), Carlos Fernández Valdovinos, hatte bereits vor einigen Monaten signalisiert, dass 2014 das vierte Jahr in Folge sein könne, in dem das Inflationsziel mit den Voraussagen übereinstimme. Zwar gebe es auch andere Länder in der Region, die sogar eine niedrigere Inflationsrate aufwiesen, aber die Marktaussichten und das Vertrauen in die Zentralbank Paraguays wachse kontinuierlich.

Nach Angaben der Zentralbank lag der Hauptgrund des Anstiegs der Inflation auf Monatsbasis im Dezember im Anstieg der Rindfleischpreise. Der letzte Monat des Jahres ist traditionell aufgrund der Feiertage von einer erhöhten Rindfleischnachfrage gekennzeichnet. Andererseits gäbe es teilweise Angebotsengpässe sowie nicht beeinflussbare Umweltfaktoren, die sich auf die Schlachtung auswirken, die Preissteigerungen in diesem Segment auslösen können und dass wiederum hat einen Einfluss auf die gesamte Inflationsrate.

Jedoch gab es auch bei den anderen Fleischsorten, beispielsweise Schwein und Huhn, eine erhöhte Nachfrage und damit Preissteigerungen im Dezember. Auch weitere Produkte wie Kleidung oder Tourismusleistungen waren am Jahresende von steigenden Preisen betroffen. Preissenkungen waren vor allem bei Milchprodukten, Eiern, nichtalkoholischen Getränken und Zucker zu verzeichnen, die sich jedoch innerhalb des gesamten Warenkorbs nicht stark auf die Inflationsrate auswirken.

Einige Wirtschaftsexperten führen jedoch auch an, dass ein Grund für den moderaten Anstieg der Inflation im abgelaufenen Jahr 2014 der Schwarzmarkthandel sei. So schädlich dieser für die Wirtschaft im allgemeinen sei, helfe er doch, Preise niedrig zu halten und die Nachfrage befriedigen zu können.

Quelle: 5dias, Foto: Forsaken Fotos

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7 Kommentare zu “Inflation Paraguays 2014 bei nur 4,2 Prozent

  1. Ist doch alles nur eine Frage des Warenkorbes und der Gewichtung. In den EU-Ländern machen sie es doch genauso. Da werden in den Warenkorb anteilig PCs, Flachbild-TVs, Neuwagen etc. eingerechnet, die die Inflationsrate senken. Für die oberen 10000 mag die Inflationsrate dann auch stimmen.
    Geht man realistisch an einen Warenkorb heran und beachtet auch die unteren Schichten -also hier mehr als die halbe Bevölkerung -, was wirklich gekauft wird und nicht was gekauft werden könnte, dann ist die Inflation viel höher, weil die nicht das Geld für Flachbild-TV, PCs, Autos und andere „Luxusgüter“ hat, die die Inflationsrate senken.
    Ergo: Trau nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

    1. Diejenigen welche kein Geld für den Warenkorb haben, sind auch an der Inflationsrate nicht beteiligt, da sie ja nichts/fast nichts kaufen können und daher als „wirtschaften am Subsistenzniveau“ eingestuft werden.

      Sie offizielle Inflationszahlen sind wichtig für Banken, Unternehmen und Investoren.
      In Europa vor allem für die Re-finanzierung der immensen Staatsschulden – in Paraguay hat der Staat kaum Schulden und finanziert diese auch nicht in Gs, also entsteht der Eindruck die Zahlen stimmen in etwa.

      1. Im Kleinen sind auch die beteiligt, die sehr wenig Geld haben. Sie geben eben alles für Grundnahrungsmittel (und Bier) aus, die aber im Warenkorb auch vertreten sind. Und da diese Preise teilweise auch stark gestiegen sind, haben sie sehr wohl etwas mit der Inflationsrate zu tun.

      2. Paraguay hat kaum Schulden?
        Na, dann denke mal einige Wochen zurück, als 1 Mia Schulden aufgenommen worden sind…. Da haben die Enkel der heutigen Erwachsenen noch dran zu knabbern. Aber hauptsache, HC kann „Erfolge“ vorweisen, koste es was es wolle.

        1. Diese Schulden wurden in U$ aufgenommen und nicht is Gs.

          Leider, leider da der U$ vor einem raketenhaften Anstieg bis mindestens 2017 steht was zahlreiche Schwellenländer, welche sich billigst in U$ verschuldet haben, zerreißen wird. Paraguay steht da noch so halbwegs gut da, im Vergleich zu etwa Brasilien.

  2. Komisch das erwähnt wird das der Schmuggel und Schwarzmarkt die Preise niedrig hält.ja war ja immer mein Reden das man der Supermarktmafia paroli bieten muss und das der Zoll bei der Verfolgung der Kleinen Krämer der Mafia nur in die Hände spielt ,GEWOLLT.

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