Innenminister und Polizeichef müssen nach nationaler Tragödie gehen

Asunción: Nachdem auch die internationale Presse sich blitzschnell dem Thema der missglückten Räumungsaktion im Osten Paraguays angenommen hatte und der Kongress der Regierung ein Ultimatum von zwei Stunden gestellt hatte um den Innenminister zu entlassen oder Lugo ein Amtsenthebungsverfahren anzudrohen, bot der besagte Minister Carlos Filizzola seinen Posten zur freien Verfügung an.

Neben ihm wird auch Paulino Rojas, der Chef der Nationalpolizei, seinen Hut nehmen müssen. Für den morgigen Samstag um 08.00 Uhr wird eine Pressekonferenz einberufen, bei der die neuen Nachfolger der zwei Ämter bekanntgegeben werden.

Carlos Filizzola gab bei seiner Abschiedsrede nur zum Besten, dass es egal was komme den Prozess Lugos weiterhin vorbehaltlos unterstützen wird. Bildungsminister Ríos erklärte danach, dass der Staatschef die Posten neu besetzen wird.

(Wochenblatt)

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10 Kommentare zu “Innenminister und Polizeichef müssen nach nationaler Tragödie gehen

  1. Was ist los in Paraguay? Die Staatsangestellten bekommen alle paar Monate einen neuen Minister. Hmm, das ist der Sache das Land vorwärts zu bringen sehr dienlich. Jedoch: Peinlich, ein Haufen Krimineller widersetzt sich der Polizei/dem Militär indem sie die Ausführenden abknallen und die Polizei/das Militär zottelt ab. So etwas gäbe es in der Schweiz nicht! (jaja, 9mm & Blabla-Co. I know, we don’t live in Switzerland :))

  2. Lugo ein Amtsenthebungsverfahren das wäre dringend nötig bevor er noch mehr scheisse anrichten kann.

    die europa politiker sind auch nur bilderberg marioneten, aber der lugo ist ………

    einfach per DHL nach USA schicken das er sicher dort ankommt, dort kann er prärie pfarrer werden.

  3. Daß Carlos Filizzola und der Polizeichef von ihren Funktionen zurücktreten mußten, wirft Fragen auf. Was ist vor Ort wirklich geschehen, daß es zu den Toten auf beiden Seiten gekommen ist? Wie es den Anschein hat ist die Landbesetzung zu Unrecht erfolgt und die Landbesetzer waren im Besitz von Waffen, welche sie offensichtlich gegen die Exekutivorgane willkürlich einsetzten indem Sie 5 Polizisten töteten.
    Ich sehe daher keinen Grund für eine Amtsenthebung. Outlaws befinden sich außerhalb der Gesellschaftsordnung wenn Sie das Eigentum der Anderen nicht respektieren. Sonst kommt morgen früh schon einer dieser Landbesetzer und will euer Haus und die Polizei hat dann die Anweisung vom Innenminister sich nicht darum zu kümmern, da er sonst seinen Job verliert.
    Der Demokratie wurde so kein guter Dienst erwiesen. Die Furcht vor der internationalen Presse war offensichtlich mitentscheidend. Schade um den Innenminister und um den Polizeichef, die haben so einen unrühmlichen Abgang nicht verdient. Lugos hat offensichtlich über reagiert. Es bleibt abzuwarten wie dies seine Wähler sehen.

    1. schade um den innenminister ????? lesen sie nie die kommentare in den online ausgaben der paraguayischsn tageszeitungen? 90% aeussern sich negativ ueber filizzola. filibola,filitrola,ministra usw. sind die haeufigsten bezeichnungen oder sind sie mitglied der rosaroten front?

      jetzt waere auch der richtige moment im parlament ein amtsenthebungsverfahren gegen lugo einzuleiten. den schluessel dazu hat die liberale partei, doch da haben einige zu wenig a…. in der hose oder wuerden ihre pfruende verlieren.

  4. Lugo hat durch diese kriminellen die Wahl gewonnen, hat versprochen auch eine Landreform, was ist bisher passiert, nichts in dieser Richtung, hat ja damals sogar gesagt, eine Besetzung ist auch eine Art Landreform. Er ist der eigentliche Anstifter für Landbesetzungen.

    1. Genau so sehe ich das auch erich.

      Er hat zwar keine Landreform erreicht (dann wären seine Taschen jetzt sehr viel weniger voll), aber immerhin hat er geschafft nichts zu tun.

      Das ist mehr als es auf den ersten Blick scheint – nicht zu tun, in der Situation bedeutet auch die Campesions zu ermutigen.
      Jetzt sind sie ermutigt und wollen mehr. Das ist dann das Ergebnis.

      Traurig für die Familien der Polizisten und auch traurig für uns. Da wurde eine Generation von Terroristen gezüchtet und jetzt haben wir sie die nächsten Jahrzehnte am Hals. Deren Vorbild FARC, sagt ja schon alles…

  5. Es ist grausam was in letzter zeit in Paraguay Mord getrieben wird, aber wie soll da etwas aendern, wenn der Landespresident staendig auf auslandsreisen ist. Tja warum nicht Urlaub nutzen auf regierungs kosten, wieviele Menschen da umkommen in Paraguay ist dann weniger wichtig, hauptsache mir gehts gut. Wieviele da hungern und wie wir ‚hungern nach GERECHTIGKEIT‘ das sieht keine Justiz und schon ueberhaupt kein Lugo.Einfach zum SCHAEMEN.

  6. Als oberster Chef der Exekutiven muss auch der Präsident Lugo zurücktreten. Mit diesen Entlassungen werden seine Untergebenen (sind auch Organe der Exekutiven) entlassen. Der ex-Innenminister Filizolla und ex-Polizeichef haben auch versagt, recht so, dass auch sie gehen müssen.
    Es steht nicht in der Verantwortung des Präsidenten Lugo, dass dieser Ex-Senator während Diktator Stroessners Zeiten unter dubiosen Umständen in den Besitz und Eigentum diese Grundstückes kam. Die Landlosen haben richtig den Rechtsweg beschritten, dabei jedoch den Justizprozess verloren. So ist es nun mal, Gerichtsbeschlüsse sind zu respektieren, auch wenn sie etwas als etwas undurchsichtig gelten. Rechtlich gesehen ist der Ex-Senator heute rechtmässiger Besitzer und Eigentümer des Grundstücks. Den Landlosen bleibt den Rechtsweg weiter zu beschreiten, alles andere, insbesondere Landbesetzung ist gesetzwidrig.
    Mit der Besetzung des Grundstückes haben die Landlosen gegen bestehende Gesetze verstossen und hätte sofort von den Behörden erstickt werden sollen. Lugos Aufgaben bestehen auch darin zu überwachen dass seine Untergebenen Minister der inneren Sicherheit diese Aufgaben auch wahr nehmen. Somit muss auch der Präsident Lugo zurücktreten.

  7. 9mm hat völlig recht die Grundbucheintragung in Paraguay sind sehr oft das Papier nicht wert.

    Der alte Wenniger aus Itacurubi del Rosario hat immer gesagt erst, wenn du das Land oder Grundstück über 50 Jahre besitzt, kann man einigermaßen sicher sein, dass es dir niemand wegnimmt. Die Familie Wenniger ist seit 1923 in Paraguay. Damals hieß es für die Einwanderer,„Vogel friss oder du stirbst“ und Sicherheit auf dem Lande war wohl noch schlechter als heute.

    Mindest zweimal im Lande gab es damals oft gewaltsame Regierungswechsel ……….und das bis Alfredo alle gewaltsam unter einem Kommando brachte. Gewaltsame Regierungswechsel hatte in Paraguay leider Tradition, denn all die Möchtelieder sind nur schwerlich unter einem Hut zu bekommen.

    Ok, unter Stroessner wurden seine Helfershelfer abgefüttert und unter Narkose gestellt mit Landgeschenken aus Staatsbesitz. So standen seine Jagdhunde treu zu ihm. Die Landflächen sind so widerrechtlich in Händen weniger gekommen……….und diese nun zu entflechten ist eine Herkulesaufgabe…..ob das friedlich geht? Die Landbesetzung nutzt fast nur Geschäftemacher. Es ist Aufgabe eines funktionierendes demokratischen Staates hier Ordnung hineinzubringen.

    In Peru z.B. haben die die Militärs 1968 eine Landreform unblutig durchgeführt. Trotzdem Verbesserung gab es dadurch nicht. Die Campesinos hatten keine Ahnung von Landbewirtschaftung und alle Nahrungspreise schossen in die Höhe und trotz aller Reformen kam dann noch die Plage der Terroristen „Leuchtender Pfad“ (eher blutiger und finsterer Pfad) mit über 75000 Toten.

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