Internationaler Tag des Kondoms

Asunción: 98% derjenigen, die an HIV leiden, bekommen die Krankheit durch Sex ohne Kondome und 20% der Schwangerschaften treten bei Jugendlichen auf, die ebenfalls diesen Fehler begehen.

Für diese Art von Zahlen wird an jeden 13. Februar des Internationalen Kondomtags erinnert.

Laut dem jüngsten Bericht des Programms zur Bekämpfung von HIV / AIDS und STI (Pronasida) in Paraguay wird HIV hauptsächlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen.

98% der gemeldeten Fälle sind durch das Vermeiden von Kondomen in allen sexuellen Beziehungen zurückzuführen.

Seit 2012 wird an den Internationalen Tag des Kondoms in über 31 Ländern gedacht, um die Verwendung von diesem Verhütungsmittel zu fördern und das Bewusstsein für die Relevanz dieser Methode zu schärfen. Die Verwendung eines Kondoms in intimen Beziehungen hat einen doppelten Vorteil: Zum einen werden ungewollte Schwangerschaften vermieden und zum anderen die Ausbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten verhindert.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jedes Jahr eine Million Menschen weltweit, weil sie nicht wissen, dass sie infiziert sind und deshalb keine Behandlung erhalten. In diesem Sinne werden auch ständig Tests gefordert, die in den 18 Gesundheitsregionen von Paraguay alle schnell und kostenlos durchgeführt werden. Andererseits weisen die Stiftungen darauf hin, dass mehr als 20% aller Schwangerschaften im Land bei Jugendlichen und jungen Frauen auftreten.

„Was beweist, dass es keine Richtlinien zur sexuellen Aufklärung, einen Zugang zu Informationen sowie zu modernen Mitteln der Familienplanung gibt, insbesondere in der jüngeren Bevölkerung“, stellen sie in einer Erklärung in ihren sozialen Netzwerken in Frage.

Sie behaupten, dass einige der Schwächen im Kampf gegen sexuell übertragbare Infektionen, einschließlich HIV / AIDS, nach wie vor Ignoranz, Diskriminierung mangelnde sexuelle und reproduktive Bildung bleiben. „Gegen die Verwendung von Kondomen gibt es großen Widerstand. Daher sind Kampagnen von wesentlicher Bedeutung und wir weisen darauf hin, dass die ständige und angemessene Verwendung von Kondomen in allen sexuellen Beziehungen eine der wichtigsten Säulen von Präventionsstrategien für sexuell übertragbare Infektionen ist“, ermahnen sie.

Das Fehlen einer klaren sexuellen Aufklärung in allen Bildungseinrichtungen ist ein großer Misserfolg, der die Verbreitung von sexuell übertragbaren Krankheiten und frühen Schwangerschaften erleichtert. Im Juli letzten Jahres führte die Organisation “Somos Pytyvõhára“ eine Umfrage unter mehr als 500 Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren durch. Fast 60% von ihnen suchen Informationen über Sexualität im Internet und 20% mit ihren Freunden. Nur 10% lernen das Thema in der Schule. Darüber hinaus berichten weniger als 10% der befragten Jugendlichen, dass das Thema nicht zu Hause diskutiert werde.

Bislang ist eine umfassende Sexualerziehung in Schulen ein Misserfolg. Fachleute weisen darauf hin, dass in dem Sektor zwar Elemente im derzeitigen System vorhanden sind, diese jedoch nur in einigen Fächern behandelt werden, sodass eine umfassendere Betrachtung erforderlich ist.

Eine Folge davon ist, dass von 100 Lebendgeborenen in Paraguay es 20 jugendliche Mütter gibt, die zwischen 10 und 19 Jahre alt sind, heißt es in den Berichten des Gesundheitsministeriums.

Wochenblatt / ABC Color

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21 Kommentare zu “Internationaler Tag des Kondoms

    1. ja die meisten kennen nur das wort SID(R)A … und das macht ja nicht krank ausser man hat etwas zuviel davon *sarkasmus*

    1. ja das stimmt … liegt aber daran das viele nicht mal den unterschied zwischen den kondomen kennen. die meisten verwenden halt Herrero-Plastiksackerl-Like-Tüten für Ihren Lümmel, das es mit sowas nicht spass macht mag uns klar sein. es gibt soviel kondome die quasi keinen unterschied mehr hermachen ob mit oder ohne, aber die kosten halt mehr als nur mil’i und liegen somit ausserhalb des preissegments des paraguayers. weil das würde ja bedeuten das er dann auf eine büchse billigbier verzichten müsste.

    2. Ich liebe Schokolade. Allerdings geniesse ich sie selten, da mir die Qualität im allgemeinen zu gering ist, und die sich stets gleichende Silberfolie lediglich der Haltbarkeit dienlich ist.

  1. Da machen wieder ein paar der hunderttausenden paragauyschen Ministerien Studien und heraus kommt, was man auch auf Wikipedia nachlesen kann und kommen dazu auch noch zum Ergebnis, dass sie absolut nichts tun konnten für die Schüler, damit diese besser aufgeklärt, gar etwas mehr Allgemeinbildung erhalten. Da kann man diesen Damen und Herren der hunderttausenden paragauyschen Ministerien nur gratulieren und weiterhin geruhsame Arbeitstage wünschen, die Schüler haben mittlerweile schon alle ein Facebock, wo sie alles (Krankheiten, Aufklärung) selbst nachlesen können.

  2. Gesetz 514: kein Pils', Brahma, Munich noch Schnaps bei den Mennoniten. Mennonit: "dann saufe' ma halt in der Fenz das Bier".

    Reply

    Kondome und andere Verhuetungsmittel sind nach der Bibel nach verboten.
    Die Idee der Heirat ist eben Kinder zu zeugen weil diese ein „Ebenbild Gottes“ sind. Dem Teufel aergert es jedesmal wenn es ein neues Abbild Gottes gibt weil er kann „die Fresse von Gott schon fast nicht mehr sehen“. Jedes neue Kind ist wie ein Faustschlag ins Gesicht des Teufels weil der Mensch nun mal im Ebenbild Gottes geschaffen wurde.
    Das ist der Grund fuer die Heirat – und nicht das „sexuelle Plaisier“.
    Nur wenn man verheiratet ist darf man s****l aktiv werden und zwar alleinig bei der eigenen Frau. So will es Gott. Selbst das Hinterhersehen von einer fremden Frau gilt in den Augen Gottes als Ehebruch. Das erste Gebot gebietet Gott ueber alles zu lieben – selbst wenn man gerade mit der Frau schlaeft muss man an Gott denken und nicht an die „Moepse“. Zuerst ist man immer mit Gott verheiratet – und dann, wenn man dann nicht die Gabe des Ledigseins hat, so soll man sogar heiraten. Besser tut allerdings der der Ledig ist (das ist was die Bibel sagt – und nicht ich).
    Ganz zu schweigen wenn man dann sogar physisch fremdgeht.
    Daher haben Kondome im Leben eines Christen nichts zu suchen.
    Kauft jemand Kondome in der Pharmacia – isser gottlos.
    Das hat mal die Katholische Kirche richtig verstanden, wo die protestanten abgefallen sind.

    1. Was für ein Unsinn!
      Durch diesen Quatsch haben wir in Afrika eine Bevölkerungsexplosion und die neuen Erdenbürger wissen nicht, wovon sie sich ernähren sollen. Vielleicht kann da dein lieber Gott ja mal helfen und ihnen was zu essen schicken, am besten Nahrung, die man anbauen kann, die keinen Platz braucht, kein Wasser und keine Dünger.
      Und wie schauts mit AIDS ohne Kondome? Schickt da dein Gott auch die Medikamente?

      Keine Argumente, kein Wissen, nur nicht selbst denken, aber Bibelsprüche absondern. Du solltest dich als Papst bewerben.

      1. Sehr guter Kommentar @franz, genau der Meinung bin ich auch. Auf den Punkt gebracht. Wahrscheinlich möchte die Kirche keine Kondome, weil sie den Armen auf der Welt von ihren Trillionen auf dem Bankkonto noch Kondome spendieren müssten.

    2. Ja. Aber nicht jedes Kind ist gottesfürchtig, es soll ja viele geben, die mit einem Gehirn zur Welt kommen, daher selbst denken können, ob es rational ist, dass es einen Gott geben soll, der nicht „einfach zu öffnende Caramelo-Verpackungen“ erfunden hat. Das merken Kinder sehr rasch, wenn sie versuchen ein Caramelo zu öffnen, alles klebrig ist und Minuten vergehen bis der Caramelo endlich aus der Verpackung geschält ist.
      Somit ist die Angelegenheit Kondome doch etwas komplizierter, denn diese Kinder wurden auf die Welt gestellt von Menschen, die kein Kondom benutzen. Demnach ist auch für den Teufel die Benutzung von Kondomen nicht gerne gesehen.
      Da sind sich Teufel und Gott wenigstens in einem Punkt einig – Kondome sind schlecht, die Erde braucht mehr Menschen, etwa so einig wie @Caligula und @Simplicus-Manni stets einer Meinung sind.

      1. Matthaeus 6
        25Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn Speise? und der Leib mehr denn die Kleidung? 26Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? 27Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum sorget?…
        Also: keine Sorge: der himmlische Vater sorgt doch für alle – oder etwa doch nicht???? Sicher kommt jetzt ein Laienprediger mit seiner ureigenen Exegese, dass dies nicht so gemeint sei! Sind wegen Matthäus die Präservative auf den Philippinen verboten, einem Land mit extremem Bevölkerungswachstum und extremer Armut?!

        1. „Und das Allerhöchste ist, daß genau diese gottlosen Typen sich erdreisten die Bibel zu zitieren“
          (Simplicus-manni, 13. Februar 2019 at 21:13)
          Und schon wieder sind Sie ins Fettnäpfchen getreten! Sie trauen sich aber.

    3. Was für ein Schwachsinn. Es gibt keine Bibelstelle die Verhütung verbietet. Wo nehmen sie nur solche Schlussfolgerungen her?

    4. Gibt es denn Kein Medikament gegen dieses tägliche sich selbst zur Schau stellen?
      Und dann auch das noch:
      Zitat
      „Selbst das Hinterhersehen von einer fremden Frau gilt in den Augen Gottes als Ehebruch. “
      Einfach nur noch irre.

      Schönen Abend noch

      1. Wenn Gott allwissend und allmächtig ist, so ist der für die Schaffung der Menschen verantwortlich, mit allen ihren Sorgen, Sehnsüchten, Wünschen, Nöten. Also: Wenn man diese Argumentation weiterführt, ist Gott dafür verantwortlich, dass der Mann sehnsüchtige Blicke – oder auch andere – hinter einer Frau herwirft. Wenn das nun in den Augen Gottes verwerflich sein soll, würde sich Gott selbst widersprechen. So ist das immer: Gott schafft ein Naturgesetz und irgendwelche halbsschlauen, denkfaulen Dödel behaupten,“ Gott will das aber nicht“. Ist Gott – falls er existiert – schizophren?

  3. In Paraguay scheint es weitestgehend uninteressant mit wem und wie man eine Liegefläche nutzt. Hauptsache der Juckreiz wird kurzzeitig unterbunden.

  4. Gesetz 514: kein Pils', Brahma, Munich noch Schnaps bei den Mennoniten. Mennonit: "dann saufe' ma halt in der Fenz das Bier".

    Reply

    Ist man unverheiratet, gilt selbstverstaendlich totale Abstinenz. Ledige brauchen kein Kondom.
    Wollte dieses noch sicherstellen weil das anscheinend womoeglich noch von „Niedrigleben“ angezweifelt wird. Siehe all diese weisskoepfigen Indianer die in den Indianerlagern rumlaufen die sich nahe bei den Mennonitensiedlungen befinden.
    Das spricht fuer sich.

    1. Selbst für die ledigen, dem Zölibat unterliegenden katholischen Pfaffen, die durch ihre sexuellen Übergriffe oft in Erscheinung treten, wäre der Gebrauch von Kondomen sinnvoll. Die totale Abstinenz wie diese auch durch das Zölibat gefordert wird ist widernatürlicher Unfug.

    2. Ja. Das stimmt.
      Ledige brauchen keine Kondome.
      Die jüngeren Spermien fragen dann immer die älteren: „Ist es noch weit bis zum Gebärmutter?“
      Und die alten antworten: „Sei still und schwimm weiter, wir sind erst in der Speiseröhre!“

  5. Gesetz 514: kein Pils', Brahma, Munich noch Schnaps bei den Mennoniten. Mennonit: "dann saufe' ma halt in der Fenz das Bier".

    Reply

    Ich hatte hier lang und breit die Grundlagen erlaeutert aber dank der Zensur war es wohl nicht „der Wille des Herrn“ dass die werte Leserschaft in den Genuss dieser theologischen Exegese kommt.
    Ganz im Sinner der Mennoniten: nur weiter so, was ich nicht weiss das macht mich nicht heiss und so rechtfertigt man das eigene Verhalten aus dem eigenen Verhalten (der Hund beisst sich in den Schwanz und beschwert sich dass er sich in den eigenen Schwanz gebissen hat).
    Es macht auch wirklich keinen grossen Sinn hier was zu posten seitdem die Kooperative und Asociacion der mennonitischen Pfaffen ihre Agenten hier eingeschleusst haben um Verschleiss zu verursachen.
    Mein CD-Dienst scheint sich hier dem Ende zu neigen um anderwertig in internationalen Gewaessern fortzufahren.

  6. Hier im „Macholand“ zählt nur, wie viele man flach gelegt hat und wieviele Kinder man(n) gezeugt hat. Wie ernähren, oder Unterhalt zahlen, interessiert hier keine Sau. Wenn man(n) in diesem Fall Vater mit der Tochter ein Kind zeugt, was soll man(n) denn machen, wenn der Trieb da ist aber kein Hirn und die “ Alte“ gerade im „Ölwechsel“ ist und keine andere in greifbarer Nähe.

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