Interpretierte Realität

Asunción: Eventuell können Sie sich noch erinnern, als Nicanor’s Kandidatin und Schwägerin Blanca Ovelar mit ihrer Präsidentschaftskandidatur an Fernando Lugo scheiterte. Danach wollte keiner das Ruder der Colorado Partei übernehmen.

Doch eine Person fand sich, die zudem noch Horacio Cartes willkommen hieß und die dieser über Jahre als Heldin lobte, weil sie die Partei aus der Pleite führte und ihr zu neuer Stärke verhalf. Diese Zeiten sind vorüber. Jetzt wird Senatorin Lilian Samaniego von Cartes’ Abgeordnetenhaussprecher als korrupt bezeichnet. Man braucht sie nicht mehr. Als jetzt Andrés Gubetich, Präsident des Fürsorgeinstitutes freiwillig kündigte, hieß es auf der Titelseite der Cartes Zeitung La Nación: „IPS Präsident und Beschützten von Lilian nach mehreren Anzeigen seines Amtes enthoben“. Doch er hat gekündigt und nicht andersherum. Der Seitenhieb gegen Samaniego saß dennoch. Die Cartes-Leute wird es freuen, da sicherlich einer an die Macht kommt, der ihnen mehr Gefallen tut als Gubetich.

Dummerweise soll sein Nachfolger kein bisschen besser sein, womit Abdo sich seines Weges treu bleibt und nur die einstellt, die seiner politischen Linie aufs Genauste folgen.

Wochenblatt / La Nación

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3 Kommentare zu “Interpretierte Realität

  1. War es nicht sogar so, daß Blanco Ovelar alles daran setzte, daß Cartes entgegen den Parteistatuten der Colorados als Präsidenschaftskandidat aufgestellt wurde, indem man die Statuten extra für Cartes änderte? Cartes war bis dazu nicht einmal Mitglied der Colorados und hätte daher niemals als Kandidat auf den Schild gehoben werden können. Schon damals wurden sicherlich zahlreiche Colorado Amigos bestochen, denn anfangs war der Aufruhr wegen dieser Statutenänderung gewaltig und nur wenige wollten Cartes. Die hiesige Politik ist extrem widerlich und hat mit Anstand nicht das geringste zu tun. Ich würde mich schämen, Mitglied in einer solchen Partei zu sein!

  2. Dieser Expräsident Nicador ist doch auch so einer bei dem man etliche hundert Millionen USD auf den Isle of Man-Banken gefunden hat (über 800 Millionen USD hab ich hier im Forum mal gelesen, ob es stimmt, das weiß ich nicht, aber ich kann es mir sehr gut vorstellen).
    Heutzutage verdient ein Präsident des Paragauy 35 Millionen GS. monatlich (ca. 5000 Euro). Offiziell, inoffiziell ist das natürlich schwer abzuschätzen, doch an misslungenen geheimen Staatsverträgen über Stromlieferung an Brasilien (in welchen Zahlungen von 16 Millionen USD an einen Anwalt vorgesehen waren), tonnenweise nicht deklarierte Elektroartikel in Flugzeugen für Uhhh-Viru-2.x-Hilfslieferungen und sicherlich noch ein paar Angelegenheiten, die geklappt haben werden. Das Gehalt eines Präsidenten war vor ein paar Jahren aber noch um einiges weniger.
    Scheint ein geschäftstüchtiger Mann zu sein dieses Nicador Früchtchen, der nebst ihn die Aufgabe als Direktor des drittgrößten Wasserkraftwerks der Welt sicherlich sehr beschäftigt noch genügend Zeitraum frei lässt, um noch ein paar andere Geschäftchen zu tätigen.
    Ein Wasserkraftwerk, das aus dem Gewinn jährlich Fonds in Höhe mehrerer Dutzend Millionen USD für soziale Zwecke ausschüttet, die keinerlei parlamentarischer Kontrolle unterliegen, zB. die Unterstützung armer bedürftiger Politiker und andere Projekte wie Landkauf für die Urindianer zum einem x-fachen Marktpreiswert. Selbst bei Auffliegen durch die 4. Staatsmacht geschieht allen Involvierten rechtlich garnichts.
    Was man aber guten Gewissens schreiben kann ist, dass dieser Expräsident Nicador als Direktor eines der zwei Wasserkraftwerke etliche Familienangehörige dort untergebracht hat. Ja, die verdienen einiges mehr als 35 Millionen GS. monatlich. Er selbst verdient ja auch 7000 Euro monatlich. Ok, in Europa und USA sind diese Beträge um ein vielfaches höher (Verwaltungsrat und rote Teppichetage gehen da Hand in Hand beim Zuschanzen von dem was die Gewinnmaximierung in Form von Stellenabbau ihnen an Millionenboni zuschanzt, selbst bei ausgewiesenem Milliardenverlust).
    Für ein 8. Weltland, ähnlich wie dem Gongo, Sambi oder Paragauy sind solche Monatsgehälter vor Aufsummierung der Sonderzulagen plus Sonderzulagen der Sonderzulagen und Boni plus Boni der Boni, plus private Krankenversicherung, Kindergeld, Essensgeld, Bekleidungsgeld, Schulgeld und vielem Plata mehr ganz schön happig.
    Und alle sind Glücklich: Die Colorado-Parteimafia und ihre Mitesser und der intelligente Rest mit Müllabfackeln, Schwuddi 120 dB Indianergetrommele und dank Einsparung der Müllabfuhrgebühr grati 12-er Pack Billigpolarbier.
    Nebst den gewinnbringenden Wasserkraftwerken des Landes sei jedoch schon eine Aufrüstung zur künftig gewinnbringenden Raumfahrtnation Paragauy vorgesehen.

    1. Sry, “er selbst (Nicador Früchtchen) verdient ja auch 7000 Euro monatlich” ist natürlich falsch, er verdient ca. 120 Millionen PYG vor Sonderzulagen und Boni Aufsummierung, was je nach Währungskurs zwischen 20.000 und 30.000 Euro monatlich ist. Und das in einem 8. Weltland ähnlich des Gongo, Sambi und Paragauy!

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