Angriff auf Pressemedien bei Demonstrationen verurteilt

Asunción: Vertreter des Journalistenforums von Paraguay (Fopep) reichten nach den Angriffen auf mehrere Pressemedien während der Demonstrationen in Paraguay im März 2021 eine formelle Anzeige bei der Staatsanwaltschaft für Menschenrechte ein.

Die Vertreterin von Fopep, Marta Escurra, wurde von Santiago Ortiz, Vertreterin der Union der Journalisten von Paraguay (SPP); José Pepe Costa, Vertreter des Ausschusses für die Sicherheit von Journalisten und Osvaldo Cazenave, Journalist von der ABC Color, begleitet.

Bei dieser Gelegenheit legten sie vor dem Staatsanwalt Santiago González Bibolini die Anzeige wegen der Angriffe von Pressevertretern vor, die zu Verletzungen, beschädigten Geräten und Mobiltelefonen führten.

Sie hinterließen auch Beweise und journalistische Veröffentlichungen über die am 5. März verletzten Journalisten: Osvaldo Cazenave (Zeitung ABC Color), Milciades Castillo (Popular), Valentino Arce (Popular), Álvaro Rojas (GEN-Kanal) und Jorge Martínez (Paraguay TV).

Am 7. März kam es erneut zu einem Angriff auf das Fahrzeug des Cartes-Senders GEN. Zum Glück wurden keine Verletzungen gemeldet. Das Fahrzeug, wurde 100 m geschoben bis an eine Ampel. Da GEN Ex-Präsident Cartes gehört, könnte man vermuten, dass die Demonstranten hier ein Exempel statuieren wollten, was jedoch der falsche Weg ist.

Das Exekutivkomitee der Union der Journalisten von Paraguay gab eine Erklärung ab, in der es die Gewaltakte zurückweist, bei denen Journalisten, Fotografen, Kameraleute und Fahrer zur Berichterstattung während der Mobilisierung der Bürger Opfer wurden.

Es heißt auch, dass “die in der nationalen Verfassung verankerte freie Ausübung des Journalismus als notwendige Voraussetzung die integrale Sicherheit der Person bei der Ausübung seiner Arbeit darstellt und der Staat durch seine Institutionen für die Gewährleistung dieser Sicherheit verantwortlich ist“.

In diesem Zusammenhang fordert die Union SPP insbesondere die Polizei und die Staatsanwaltschaft nachdrücklich auf, ihrer Verpflichtung zur Verteidigung der Pressefreiheit und der freien Ausübung des Journalismus nachzukommen.

Wochenblatt / La Nación / Instagram

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1 Kommentar zu “Angriff auf Pressemedien bei Demonstrationen verurteilt

  1. Da Pressevertreter weltweit immer öfter das propaganda Organ der jeweiligen Regierung oder einer Partei sind, sind sie als Partei Organ auch Angriffen ausgesetzt.
    Sich frei auf einer Demo bewegen koennen hingegen ausländische Pressevertreter, da diese zwar oberflächlich aber neutral berichten.

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