Ist Fett doch gesund?

In der vergangenen Woche hatten wir einen Artikel über ungesunde Lebensweise, insbesondere fetthaltige Kost soll gesundheitsschädlich sein. Das mag stimmen, aber auch eine magere Kost ist keine Garantie für längeres Leben, es kommt auf die Qualität an.

Gesundheitsfanatiker werden jetzt aufhorchen und vielleicht den Kopf schütteln, andere dagegen, wahrscheinlich in der Überzahl, werden hoch erfreut sein. Rührei oder Spiegeleier mit Speck, vielleicht auch noch ein Schnitzel zum Frühstück, das ist ein Genuss, sagen Viele. Die Aussage, weniger Fett mache weniger krank, ist offenbar überholt.

Amerikanische Mediziner und Ernährungsexperten haben im „Journal of the American Medical Association“ dargelegt, dass es für die Gesundheit vollkommen unwichtig sei ob der Fettanteil in der aufgenommenen Nahrung Spitzenwerte von 40% oder doch nur magere 20% beträgt.

Diese spektakuläre Erkenntnis haben Experten überraschend zur Kenntnis genommen, man hätte einen deutlich höheren Effekt bei einer positiven Ernährungsumstellung erwartet.

Die Wissenschaftler haben fast 50.000 Frauen 8 Jahre lang beobachtet. Dabei verringerte sich das Risiko, an Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Brustkrebs und Dickdarmkrebs nicht, wenn sie den Fettanteil in der Nahrung verringerten.

Ein erwartetes Resultat trat aber ein, mit der verordneten Magerkost bei den anderen Probanden, sie verloren an Gewicht, ungefähr 2 Kilogramm.

Die Frauen wurden im Alter zwischen 50 und 79 Jahren für diesen Versuch ausgewählt, 40% von ihnen sollten eine fettarme Diät befolgen, analog dazu mussten sie mehr Obst, Gemüse und Getreideprodukte zu sich nehmen.Die anderen 60% hielten aber an ihren normalen Essgewohnheiten fest. Während der Studie gelang es den Teilnehmerinnen in der Magerkostabteilung tatsächlich, anfangs nur 24%, später aber 29% ihres täglichen Energiebedarfes aus Fett zu decken.

Die Frauen in der anderen Vergleichsgruppe nahmen dagegen in ihrem Essen durchschnittlich einen Fettanteil von 40% zu sich.

Wie schon erwähnt, zahlte sich aber der jahrelange Verzicht auf fette Speisen in Form von Sahne, Schweinefleisch und Butter zugunsten von Obst, Gemüse, Müsli oder weiteren gesünderen Nahrungsmitteln in gesundheitlicher Hinsicht nicht aus, so dass die Frauen, die Diät hielten, häufiger von Zivilisationskrankheiten verschont blieben. Diese typischen Symptome, Herzinfarkt, Dickdarmkrebs, Brustkrebs, Arterienverkalkung, Schlaganfall, alles Leiden die mit einer fettreichen Ernährung in Verbindung gebracht we rden, traten in beiden Versuchsgruppen ähnlich häufig auf.

Matthias Schulze, vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung sagte, „nur wenig Fett zu essen ist zu wenig um gesund zu leben“. Die Konsumenten müssen umdenken und differenzieren: „Es kommt auf die Qualität des Fetts an, nicht auf die Quantität“.

Er führte weiter an, dass „gesunde Fettquellen pflanzliche Öle aus Oliven und Raps mit ungesättigten Fettsäuren und natürlich Fisch dazu gehören. Zudem gibt es genügend Beweise, dass viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte gesund sind.“

„Eine herzgesunde Ernährung muss nicht besonders fettarm sein, von den gesunden Fetten sollten wir sogar mehr essen, als wir es gegenwärtig tun,“ sagte Assmann, Ernährungsexperte an der Universität Münster. „Die mediterrane Kost, wie sie von vielen Ernährungswissenschaftlern empfohlen wird, ist auch nicht besonders fettarm. Vielmehr enthält sie die richtigen Fette“, sagt Assmann.

Eine Ableitung dieser Studie auf Paraguay ist sicherlich nicht zu 100% konform, sie kann jedoch Impulse setzen. Die Speisenzubereitung sollte unter Verwendung pflanzlicher Öle erfolgen, dies ist schon in vielen Gastronomiebetriebe der Fall, auch in Privathaushalten. Des Weiteren gibt es in unserem Land eine große Vielfalt an Früchten, die laut der Studie, auch gesund seien. Aus dem Experiment läßt sich kein Dogma ableiten. Es gibt sicherlich genug andere Fachbeiträge die diese Studie widerlegen kann, sie soll zum Nachdenken animieren.

Resümee: Eine ausgewogenen Ernährung ist sicherlich das Beste, aber ab und zu ein Schnitzel oder Rührei mit Speck zum Frühstück und dann eine Schweinshaxe zum Mittagessen wird keinem Genussmenschen mehr Schaden als dem Gesundheitsapostel, der nur Blätter zu sich nimmt; oder doch?

Quellen: Journal of the American Medical Association / Wikipedia: Rainer Zenz

 

 

 

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5 Kommentare zu “Ist Fett doch gesund?

  1. Haaa-haaa-haaa!!!

    Hab ich doch schon immer gesagt, daß die Gesundheitsapostel nur auf Spekulationen bauen. Ich bin überzeugt, man kann alles essen, Fett, Kraut, Zucker und Salz, alles braucht der Körper – aber was wir meistens nicht beachten ist, wie viel wir davon zu uns nehmen. In den meisten Fällen „fressen“ wir viel mehr als unser Körper eigentlich benötigt und das ist unser Problem. Wird dem Körper mehr gegeben als er verbraucht, dann speichert er es eben auf und das meistens an Stellen, wo es uns nicht wohl bekommt. Ein kleines Plakat, daß ich mal irgendwo auf einer Reise gekauft habe,sagt: „Tabakpflanzen und die Reben hat der Herrgott uns gegeben, wenn wir weise sie gebrauchen, darf man trinken und auch rauchen“ Und dieses trift auch für den Genuß der Speisen zu. Und nach all diesem, wenn wir jetzt wirklich alle „Gesundheitsregeln“ einhalten und dafür 10 Jahre länger leben, welches wären diese 10 Jahre? Lebe lieber mit Vergnügen bis 80 statt mit allen Beschränkungen bis 90. Die letzten 10 Jahre sind doch meistens kränklich und oftmals vollkommen abhängig von der Hilfe anderer.

    1. Oh ja, so ist es.
      Lassen wir die Pseudo-Wissenschafter ruhig weiter plappern – jeder ist selber schuld, der darauf was gibt.

  2. Kommt ein Mann zum Arzt : Herr Doktor, wenn ich ab sofort auf gutes Essen, Alkohol und Rauchen verzichte, werde ich dann länger leben ?
    Der Arzt: Ganz sicher nicht. Aber es wird ihnen so vorkommen.

    Alle paar Monate wird eine neue „Schädliche-Nahrungsmittel-Sau“ durchs Dorf getrieben.
    Es kommt nicht darauf an, was wir essen, sondern wieviel.Und in welcher Qualität.

    Wahrscheinlich kommt es drauf an, welches Unternehmen den „Ernährungswissenschaftlern“ das meiste bezahlt, welche Nahrungsmittel dann „gesund“ oder „schädlich“ sind.

  3. Ich lese jeden Tag dumme Nachrichten was man essen soll oder nicht, Bio oder nicht und finde alles Blödsinn, die Menschheit ist bisher nicht ausgestorben und ich esse was mir schmeckt und trinke auch gern mal einen Schluck Alkohol und fühle mich Fitt und Gesund und bin nicht mehr die Jüngste

  4. Alles nur Gelaber, wer die Dinge ausschliesslich isst, welche uns von der ach so netten Industrie vorgesetzt werden, der hat gute Aussichten auf Krebs und andere Leckereien, was auch so gewollt ist, denn die Gesundheitsindustrie muss ja auch Geld verdienen! Wenn gentechnisch veränderte Lebensmittel einfach aus Profitgier mit regulären Lebensmittel gleichgesetzt werden können, siehe FDA, und dieses Genfood nachweislich krebserregend ist, dann kann man eigentlich futtern was man will, schlimmer kanns nicht sein.

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