IWF empfiehlt höhere Steuern

Der Internationale Währungsfond (IWF) empfiehlt Paraguay verschiedene Steuern zu erhöhen sowie die Hinterziehung drastischer zu bekämpfen, auch die Zollbehörde soll mehr Einnahmen erzielen.

Bestätigt wurde auch vom IWF, dass Paraguay 2015 in der Nähe von einem Haushaltsdefizit in Höhe von 1,5% bleiben kann, auch wenn sich die Konjunktur abgekühlt hat. Vor allem soll es beim Tabak und in der Landwirtschaft die Steuern anheben, auch die diskutierte Steuer bei den Genossenschaften hält der IWF für sinnvoll.

Andre Meier (rechts im Beitragsbild), Leiter der IWF-Mission sagte, die angedachten Maßnahmen bringen schnelle Effekte, da sie vom Gesetzgeber zügig umsetzbar sind, ohne dass man über neue Abgaben diskutieren muss. Eine Umsetzung dieser Vorschläge erweitert die Steuerbasis, der Beitrag der Landwirtschaft liegt immer noch weit unter dem im Verhältnis zu der Wirtschaftsleistung.

„Wir glauben, das sind angemessene Schritte, Ziel ist das Erzeugen von mehr Einkommenssteuer“, sagte Meier. Er fügte an, auch Fixkosten müssen beschränkt werden, der öffentliche Dienst muss eine bessere Kontrolle über die Personalausgaben haben. „Wir verstehen, dass dies nicht in einer Nacht geschehen kann“, sagte er.

Der IWF betonte, auch im aktuellen Szenario von Paraguay mit einer Verlangsamung der Wirtschaftskraft kann die Obergrenze von 1,5% im Verhältnis zum BIP eingehalten werden. „Mit diesen Maßnahmen, glauben wir, schafft es das Land im Rahmen der Prognosen zu bleiben“, erklärte Meier.

Er betonte auch die Einstimmigkeit der Privatwirtschaft gegen eine Erhöhung des Haushaltdefizites. Eine Entscheidung, die öffentlichen Ausgaben zu erhöhen um die Wirtschaft anzukurbeln ist die letzte “Rettungsoption“, aber nur für Investitionen in die Infrastruktur.

Des Weiteren stellte die Kommission fest, trotz der Konjunkturabschwächung hat Paraguay das stärkste Wachstum in der Region. In Lateinamerika geht die Schätzung von nicht mehr als 0,5% im Durchschnitt dieses Jahr aus.

Ultima Hora

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10 Kommentare zu “IWF empfiehlt höhere Steuern

    1. Und man sollte nicht vergessen, wessen Institution das letztendlich ist, wessen Interessen sie hauptsächlich wahrnimmt – in erster Linie die der USA.

      1. Sorry, noch vergessen – nur für die USA-Anbeter hier:
        Denkt mal an Griechenland. Es wurde ein Reformprogramm ausgearbeitet, das letztendlich das Leben der Ärmsten teurer macht. Und obwohl angeboten, ist man von einer Reduzierung der Militärausgaben abgewichen. Wieso wohl? – weil Griechenland massenhaft Waffen aus den USA, Deutschland und Frankreich kauft und die südöstliche NATO-Flanke „verteidigen“ soll. Die Türkei ist ja wohl ein sehr unsicherer Verbündeter in der Gegend…..

  1. “ auch die Zollbehörde soll mehr Einnahmen erzielen.“

    Da kann ich nur herzhaft lachen dabei. Noch mehr Zolleinahmen sind fast nicht mehr möglich, die sind ja mehr als am Anschlag.
    Diese IWF Verbrecherbrut gehört im Meer versenkt. IWF ist wohl einer der schlimmsten Organisationen die man sich nur
    vorstellen kann. Ich denke Paraguay wird das auch noch zu spüren bekommen, insbesondere die allgemeine Bevölkerung hier.

    1. Zitat: „mehr Zolleinahmen sind fast nicht mehr möglich“. Wenn es denn Einnahmen für den Staat wären. Warum wohl fahren die meisten gehobenen Angestellten der Zollbehörden Porsch, MB, usw.?
      Weil die Zollgebühren, die verlangt werden, nichts mit dem Gesetz gemein haben.
      Warum wohl müssen Einwanderer Zollgebühren bezahlen, obgleich im Gesetz geschrieben steht, dass privates Umzugsgut zollfrei ist?
      Wenn daneben auch noch der „offiziellen“ Schmuggelei Einhalt geboten würde, wäre die Erhöhung der Zollgebühren obsolete.
      Da jedoch am Schmuggel zu viele zu gut verdienen, wird eine offizielle Erhöhung nicht unumgänglich sein. Denn, wie im Rest der Welt, sind die Ehrlichen immer die Dummen.

  2. In Europa und Nordamerika kriegt jeder Landwirt Subventionen ,in der Schweiz kassiert ein Betrieb von 12 Hektar jährlich ca. 30000Sfr. Hier hat man eben eine sehr hohe Steuer auf Soja eingeführt und schon meinen diese Banditen, die Landwirtschaft müsse höher besteuert werden.

  3. Zollbehörde soll mehr Einnahmen erzielen

    Drei Kisten Speiseöl in Argentinien kaufen. Kein Problem.

    Man verpacke diese in Kartonkisten und gibt dem argentinischen Träger 40.000 Gs, der trägt es über die Grenze. Dann gibt man dem Fahrer des Collectivos auch noch mal soviel. Die Zollangestellten haben bestimmt auch etwas davon und das Öl wird sicher vor Ihrer Haustüre abgeladen.

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