Jahrhundert-Dürre: Auf dem Trockenen

Asunción: Es scheint eine Jahrhundert-Dürre das Land erfasst zu haben. Der Paraguay-Fluss ist so tief gefallen wie noch nie und der Pegelstand bricht jeden Tag neue Rekorde in seinem Niedrigstand, da es nicht regnet.

„Jedes Mal, wenn der Pegel weiter sinkt, liegt er weiter unter der historischen Marke von 1969. Regen wird angekündigt, aber die Meteorologiebehörde berichtet, dass er nicht sehr ergiebig sein wird”, sagte Luis Jara von der Direktion für Hydrologie.

Er argumentierte, dass es immer Dürreperioden gegeben habe, aber die derzeitige Situation sei schon sehr außergewöhnlich, da der Paraguay-Fluss und die anderen Wasserstraßen die historischen niedrigen Aufzeichnungen jeden Tag brechen. Er betonte, dass Regenfälle zum Jahresende im Pantanal-Gebiet für das Ansteigen der Flusspegel unerlässlich sind.

Jara erwähnte, weiter dass das Absinken des Paraguay-Flusses bereits die Schiffbarkeit beeinträchtigt und aufgrund des niedrigen Pegels sogar zahlreiche Barkassen gestrandet sind. Die Situation hat auch Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Teil, da die Ausfuhr von Produkten schwierig ist.

„Es gibt viele gestrandete Schiffe. In diesem Jahr werden alle Rekorde bei den niedrigen Wasserständen gebrochen, man kann von einer Jahrhundert-Dürre sprechen. Im Allgemeinen tragen die Regenfälle am Ende und zu Beginn des Jahres im Pantanal-Gebiet dazu bei, dass sich die Situation wieder normalisiert“, wiederholte der Beamte der Direktion für Hydrologie.

Derzeit besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit für Regen und Gewitter am heutigen Tag und am Donnerstag. Dabei soll es in bestimmten Gebieten des Landes ergiebig regnen, insbesondere in der Region Oriental und im zentralen-südlichen Chaco.

Wochenblatt / La Nación / Paraguay.com

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2 Kommentare zu “Jahrhundert-Dürre: Auf dem Trockenen

  1. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

    Na es soll ja morgen regnen…
    So schnell es regnet, dann kann ich ja auch wieder meine Planierraupen und Bulldozer anlassen um den Wald abzuholzen.
    Schliesslich steht ja geschrieben:
    1. Mose 8,22 “Von nun an soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht, solange die Erde besteht!”. Das vorige ist eine Garantie Gottes nach der Sintflut.
    Das ist die Standardausrede der Mennoniten das man bedenkenlos die Umwelt vernichten kann denn “es werde ja nicht aufhoeren Saat und Ernte”.
    Was sie aber nicht bedacht haben ist dieses: Gesaet wird werden, und wenn ins staubtrockene Erde. Somit ist der Teil mit “Saat” erfuellt. Desweiteren wenn du von 10 Hektar Mais jetzt 1 Korn Maiz erntest, ist das Versprechen auch erfuellt denn du hast ja geerntet – das ist die “Ernte”.
    Gott sagt nicht wieviel du erntest oder wann du saest. Ich habe vor 10 Jahren mal schwarzen Sudan “gesaet”. Damit ist erfuellt dass “nicht aufhoeren wird die Saat”. Jedes Jahr bekommt diese eine Sudanstaude 1 Korn Saat, das ich dann “ernte”. Also hoert die “Ernte” nicht auf und gesaet hatte ich ja diese Staude 10 Jahre zurueck. Damit ist das Versprechen Gottes erfuellt auch wenn du nur 0.01% erntest und die 99.99% einging und vertrocknete hat noch immer “Saat und Ernte” nicht aufgehoert. Cumplido!
    Z.B. wenn dir 999 Rinder von deinen 1000 verrecken wegen trocken so hast du noch immer 1 Rind “geerntet” das der Bulle ja voriges Jahr “gesaet” hat. Somit hat Gott sein Versprechen erfuellt.
    Er sagte nicht ob die Aussaat rentabel sein wird oder wieviel man ernten wird – erntetest du 1ne Zuckerruebe von 40 Hektar aussaat so hast du ja schon geerntet.
    Man muss schon mal genau lesen was da steht.
    Das bedeutet nur dass irgendwo auf der ganzen Welt immer gesaet und geerntet wird (wenigstens etwas) und nicht alles ueberschwemmt wird von einer Sintflut. Lokale Sintfluten kann es deswegen noch immer geben, solange auf der gesamten Welt wenigstens 1 Meter Erde trocken bleibt hat Gott sein versprechen gehalten. Auf diesem 1nen Meter kann man ja saeen und dann 1 Korn ernten. Mission cumplida!

    1. Wozu ist Gott gut? Die Lektüre des Kirchenvaters Augustinus nährt den Verdacht: Die Gottheit dient vor allem dazu, das Ego ihrer Vorbeter aufzupumpen.
      Ich hab jetzt mal wieder ein bisschen bei Augustinus reingelesen, huijuijui, der Kerl lässt gar nicht wieder locker vor lauter Selbstzermetzelung! “Ich hasste mich aus innerem Verlangen”, “tosendes Gewirr ausschweifender Leidenschaft”, “Ekel”, “Hunger”, “schreckliche Finsternis der Lust”, “Meer von Wunden”, “Schmutz der Begierde”, “meine übermäßige Eitelkeit” – das alles poppt binnen weniger Zeilen auf in den “Bekenntnissen”, die der Kirchenvater um 400 niederschrieb: Hier hat ja wohl jemand echt ein Problem.
      Augustinus, mächtiger Bischof von Hippo (im heutigen Algerien) und Erfinder des Übergießens unschuldiger Säuglinge mit Wasser, will ein tüchtig dickes Buch zum Lob seines Gottes vorlegen. Zumindest gibt er das vor. In Wahrheit schreibt er ein tüchtig dickes Buch über sich selbst. Und über das lustvolle, pralle, schmerzensreiche Lotterleben, das hinter ihm liegt. Die Selbstverliebtheit könnte größer kaum sein, wer hätte denn bis dahin einen dicken Wälzer über sein eigenes Leben veröffentlicht?
      Quelle: Claus Ungerer

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