Jeder ist sich selbst der Nächste

Asunción: Der Unternehmer und Manager von Ronaldinho, Wilmondes Sousa, der am ersten Abend nach Ankunft des Fußballstars in Paraguay verhaftet wurde, konnte Beweise vorlegen, wie er über Dalia López an die gefälschten Pässe herankam.

Sousa’s Ehefrau, Paula Regina Oliveira, hielt anfangs Kontakt mit Adriana Mendoza und später mit Dalia López mit der sie zu Identificaciónes (Passstelle der Polizei) gingen. Da stellte sich den Frauen ein Untersetzer nicht uniformierter Mann vor, der ihnen erklärte, dass sie nur Unterschrift, Bild und Name benötigen, um eine Cedula oder einen Pass zu bekommen. Allen Beteiligten war spätestens ab da klar, dass dieser Pass illegal ist. Sie nahmen das Angebot an und Anfang Januar wurden die Pässe beiden in Brasilien übergeben.

Zudem sagte Ronaldinho’s Anwalt, Sergio Queiroz, dass sein Mandant Geschäftsanbahnungen in Paraguay geplant hatte und dafür die Ausweispapiere vonnöten wären. Ebenso erklärte dieser, dass die Verhaftung des Ex-Fußballers illegal sei, da er von Präsident Jair Bolsonaro zum Tourismusbotschafter ernannt wurde. Leider verfügte Ronaldinho kein Dokument welches ihm Immunität vor dem Gesetz erteilt. Inwiefern die brasilianisch-paraguayischen Beziehungen hiermit auf die Probe gestellt werden ist noch unklar. Im Allgemeinen sollten auch die Brasilianer froh sein, dass man Unregelmäßigkeiten erkennt und sie ahndet.

Jetzt sollte es langsam für Präsident Abdo Zeit werden Personen in Machtpositionen zu opfern oder anklagen zu lassen, die für diesen internationalen Schlamassel zuständig sind. Dummerweise hatte Abdo auch des Öfteren schon Kontakt mit der gut vernetzen Dalia López.

Wochenblatt / Última Hora / Abc Color

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4 Kommentare zu “Jeder ist sich selbst der Nächste

  1. Ich weiß ja nicht was mich so ein Pass kosten würde. Würde wahrscheinlich kaum 500 Euro an Gebühren betragen. Aber auf jeden Fall müsste ich zwei (oder sind es fünf) Jahre im Paragauy leben, ein einwandfreies Polizeiregister abgeben, ein paar Fragen zu Kriegsverbrechern beantworten, zumindest mischimi (Guarani: Mückenfüzli) Castellano können, mich wie ein Schwerverbrecher ablichten, meine Fingerabdrücke und biometrischen Daten in die von USA gespendete Compi-Anlage abliefern, damit mein Datensätzchen im Utah-Datacenter USA vervollständigt werden kann.
    Nun gut, wer das alles nicht mitmachen will kann das im Paragauy auch alles auslassen. Dafür kostet es halt ab 10.000 US$ aufwärts.
    Aber das gute ist ja, dass Dalia López diesen Betrag wieder zurück geben muss und gut is.

    1. 3 Jahre sind es nach dem Erhalt der permanenten Aufenthaltsbewilligung „Permanente“, die man sich im Lande aufhalten muss, um eine Einbürgerung zu beantragen. So gesehen könnte Mr. Ronaldinho erst nach seiner Entlassung aus dem Hilton Tacumbu den Pass beantragen.

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