Asunción: Bianca Fernández berichtete, dass die Bank ihr nach der massiven Verbreitung ihrer Anzeige in den sozialen Netzwerken schließlich das gesamte gestohlene Geld zurückerstattet hat.
Als sie die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte, fand Bianca Fernández endlich Gerechtigkeit. Nachdem sie öffentlich gemacht hatte, dass ihr Bankkonto leergeräumt, 50 Millionen Guaranies gestohlen und ihr ungefragt ein Kredit über 15 Millionen Guaranies untergejubelt wurde, erzählte die junge Frau nun, dass ihr das gesamte Geld zurückgegeben und die Schulden gelöscht wurden.
Der Vorfall ereignete sich am 23. April, als Unbekannte Zugriff auf ihr Konto erlangten, mehrere Überweisungen in Höhe von jeweils 10 Millionen Guaranies tätigten und zusätzlich einen Kredit auf ihren Namen aufnahmen. Bianca schilderte, dass alles innerhalb weniger Minuten geschah. Währenddessen erhielt sie beharrliche Anrufe von einem Mann, der sich als Bankmitarbeiter ausgab.
Die Anzeige ging in den sozialen Netzwerken viral, was den Fall schließlich ins Rollen brachte. Wie die junge Frau erklärte, wurde sie nach der großen Resonanz von dem Finanzinstitut kontaktiert. Dieses entschied, das entwendete Geld zurückzuzahlen und den nie beantragten Kredit zu stornieren.
„Mir wurde das Geld vollständig zurückerstattet und der Kredit, der ohne meine Zustimmung erstellt wurde, wurde storniert“, teilte sie in ihren Netzwerken mit.
Bianca stellte jedoch klar, dass die Geschichte für sie noch nicht zu Ende ist. Sie sagte, dass ihr nie genau erklärt wurde, wie der Zugriff auf ihr Konto möglich war; man sprach lediglich von einer möglichen „Social Engineering“-Masche.
Sie berichtete zudem, dass sie alle drei Sicherheitsstufen aktiviert hatte: Zugangs-PIN, Transaktions-PIN und iToken. Trotzdem gelang es Dritten offenbar, sich von einem anderen Gerät aus einzuloggen, Passwörter zu ändern und die Sicherheits-Tools auf einem anderen Handy zu aktivieren.
Sie stellte das System infrage und betonte, dass sie alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen hatte. Zudem gab sie an, dass ihre Passwörter weder auf persönlichen Daten noch auf leicht zu erratenden Kombinationen basierten.
Obwohl sie die Rückkehr ihres Geldes feierte, beharrte sie darauf, dass es nun wichtig sei zu erfahren, wer die Verantwortlichen sind und wie sie einen solchen Coup landen konnten.
„Ich betrachte dies nicht als endgültigen Sieg: Es ist erst Gerechtigkeit, wenn sie für alle gilt“, drückte sie aus.
Wochenblatt / Extra















