Journalist geriet zwischen politische Fronten

Pedro Juan Caballero: Carlos Manuel Artaza, Journalist und seit vier Monaten in der Grenzstadt zu Brasilien bei der Provinzverwaltung angestellt, wurde am vor zwei Tagen angeschossen und verstarb auf der vierstündigen Fahrt in das Notfallkrankenhaus Emergencias Medicas in Asunción.

Artaza trafen fünf Schüsse, nachdem er bei einer Karawane der Liberalen teilnahm die feierten weil der Gouverneur Pedro Gonzalez (PLRA) sich gegen seinen Konkurrent der ANR durchgesetzt hatte.

Als Todesursache wurde ein hypovolämischer Schock diagnostiziert, was ein inneres Verbluten im Bauchraum ausdrückt. Innerhalb der letzten 60 Minuten auf dem Weg ins Krankenhaus verschied er.

Artaza war als Fotograf der Provinzverwaltung engagiert. Laut den Versionen die in Pedro Juan Caballero kursieren, machte Artaza starke Lobby gegen den ebenfalls liberalen Senator Robert Acevedo.

Beide Politiker führten einen hartnäckigen Disput seit den internen Wahlen. Vor dem letzten Wochenende, an dem gewählt wurde, stieg der Ton an und immer mehr Anschuldigungen wurden verbalisiert. Robert Acevedo erreichte sein gestecktes Ziel, die Wiederwahl in den Senat, nicht.

Während andere liberale Politiker meinten, dass Artaza sich zwischen beide gedrängt hätte um González zu unterstützen gab Acevedo bekannt Artaza nicht persönlich gekannt zu haben und dass er nicht die töten kann, die ihn kritisieren. „Das einzige was ich über Artaza weiß ist, dass er in der Zeit als González Daher Senatspräsident war wegen Betrugs aus dem Parlament entlassen wurde. Er arbeitete bei keinem Radiosender oder anderem Medium. Die Personen die mir das anhängen wollen, sollten bitte eine echte Anzeige bei der Staatsanwaltschaft machen, damit ich untersucht werde“, sagte er bei einem Interview bei Radio Ñandutí.

Pedro González versicherte dass er von der Polizei über ein Attentat gewarnt wurde, weswegen er seinen Sieg auch nicht in den Straßen feierte. Trotz der zerteilten Struktur der Partei PLRA in Amambay gelang ihm der Triumpf. Er beschuldigt wiederum Acevedo sich mit der ANR verbündet zu haben. „Mein Sieg tut ihm sehr weh“, erklärte González.

Auf eigene Bitte hin wurden die untersuchenden Staatsanwälte Camila Rojas und Juan Carlos Blanco von dem Fall Artaza abgezogen, da sich bekannt bzw. verwandt mit der Hauseigentümerin sind, wo die Tatwaffe vermutet wurde. Mittlerweile sind neue Staatsanwälte ohne Zweifel auf Befangenheit ernannt worden. Heute ist der Tag des paraguayischen Journalisten, an dem vor 22 Jahren auch Santiago Leguizamon ermordet wurde. Das Motiv dieser Tat ist immer noch nicht restlos geklärt. Am 26. April 1845 erschien die erste Zeitung Paraguays – „El Paraguayo Independiente“.

(Wochenblatt / Última Hora)

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1 Kommentar zu “Journalist geriet zwischen politische Fronten

  1. Was sagt der Volksmund dazu. Der Volksmund sagt, dass von der Grenzregion Personen regelmäßig mit Geldkoffer nach Asunción kommen und sich bei den Autoritäten im Gegenzug eine Art Freihandelszone erkaufen. Sprich, die Polizei regelt den Verkehr und nicht mehr.

    Der Volksmund sagt auch, dass im neuen Parlament Abgeordnete einziehen, die von der Drogenmafia gesponsert werden.

    Wie gesagt, sagt das der Volksmund und wird sicher nicht der Wahrheit entsprechen. Bei uns gibt es sowas nicht.

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