Kampagne zur Beseitigung “sinnloser” Bodenschwellen gestartet

Asunción: Angesichts der Zunahme von Bodenschwellen auf den Straßen, die oft zu Verkehrsunfällen und Schäden an Fahrzeugen führen, hat der paraguayische Touring- und Automobilclub (TACPY) die Kampagne “Lomadas sin sentido” (sinnlose Bodenwellen) gestartet.

Der TACPY ruft die Öffentlichkeit dazu auf, sinnlose Bodenwellen zu melden. Ziel der Initiative ist es, die Verwendung von Fahrbahnschwellen zu unterbinden und den Behörden aufzuzeigen, dass es bessere Alternativen zu Fahrbahnschwellen gibt.

In diesem Zusammenhang sagte Manuel Stark, einer der Direktoren der Institution, dass die Kampagne aus all den Bedenken geboren wurde, die Mitglieder und Nicht-Mitglieder über die Ausweitung von Fahrbahnschwellen entlang der Hauptverkehrsstraßen im Lande übermittelt haben.

“Es gibt Geschwindigkeitsschwellen, die in der falschen Weise und an den falschen Stellen angebracht sind”, sagte der Direktor, der darauf hinwies, dass die Installation von Geschwindigkeitsschwellen nicht garantiert, dass sich die Fahrer der Notwendigkeit bewusst werden, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren.

“Die erste ist die Öffentlichkeitsarbeit, um die Menschen zur Mitarbeit an der Sensibilisierungskampagne aufzufordern, damit die Bodenschwellen dort sind, wo sie hingehören, und damit sie entsprechend gebaut werden”, sagte er.

Die TACPY erinnerte daran, dass die vorgeschriebene Höhe eines Bodenschwellen 0,1 m und die festgelegte Breite 4 m beträgt. Außerdem müssen sie mit gelber, feuerfester Farbe und horizontaler (auf dem Bürgersteig) und vertikaler (Schilder) Beschilderung versehen sein.

Sie wiesen auch darauf hin, dass der Bau von Bodenschwellen nicht nur mechanische Schäden an Fahrzeugen und Verkehrsunfälle verursacht, sondern auch negative Auswirkungen auf die Umwelt hat, insbesondere wenn Materialien wie Beton oder Asphalt verwendet werden.

Auch die Emission von Schadgasen kann verringert werden, wenn diese Vorrichtungen nicht mehr verwendet werden, da die Lomadas für einen Anstieg von 60 % des Kohlendioxids in der Atmosphäre verantwortlich sind.

Gleichzeitig verursachen sie einen höheren Kraftstoffverbrauch, denn einer Studie der Universität Leeds (UK) zufolge verbraucht ein Fahrzeug auf einer Straße mit Bodenschwellen 30-35 % mehr Kraftstoff als ohne sie.

Alternative Lösungen

TACPY wies darauf hin, dass es derzeit andere Mittel zur Verringerung der Verkehrsgeschwindigkeit gibt, die als wirksamer und sicherer gelten als Bodenschwellen.

Dazu gehören sichtbare Radarkameras, virtuelle Geschwindigkeitsschwellen, die mithilfe von Technologie und Projektion die Illusion einer Geschwindigkeitsschwelle erzeugen, ohne dass eine physische Schwelle gebaut werden muss, und Solarschwellen, die von Solarzellen betrieben werden, die Energie für die Beleuchtung von Schildern und Warnvorrichtungen erzeugen.

Bürgerinnen und Bürger können “sinnlose Geschwindigkeitsschwellen” über WhatsApp 0981 320 744 identifizieren und melden.

Wochenblatt / TACPY

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7 Kommentare zu “Kampagne zur Beseitigung “sinnloser” Bodenschwellen gestartet

    1. Die Schlaglöcher sind für Zweiradfahrer Lebensgefährlich. Schaut man sich allein mal die teils bis zu 30cm tiefen und im Durchmesser schon mal bis 50cm großen Schlaglöcher auf der Marizcal Lopez an, so wird einem Angst und Bange. Ein paar Steine die sich oft an anderer Stelle Sinnlos an Strassenrändern oder Gehwegen befinden, in die Löcher verfrachtet etwas Sand drauf verdichet und mit Kaltteer versiegelt, würde hier schon Abhilfe schaffen. Ode aber, den Abraum der Stossdämpferkiller dazu nutzen die Schlaglöcher zu füllen! Und überhaupt, wer sich gierig mit Geld die Taschen vollstopft sollte auch in er Lage sein zu veranlassen die Schlaglöcher zu stopfen!

  1. Ich persönlich finde diese Art der Verkehrsberuhigung sehr bedenklich. Gerade in den Ballungszentren bewirkt das Bremsen und das darauf folgende Beschleunigen ein Mehrfaches an Umweltbelastung, angefangen von erhöhten Schadstoffen, Feinstaub der Bremsbeläge und Lärm.
    Dies trifft natürlich nicht für Schwellen außerhalb der Städte zu. Wer aber schon einmal die Ruta 1 bei Quiindy gefahren ist, Umgehung, der wird die 2 Bodenschweller, faktisch im Niemandsland nicht verstehen,
    Gut, wir sind nicht in der Schweiz, wo Blitzer faktisch an jedem Straßenschild kleben, aber dies wäre doch eine Lösung, gerade auf Ruta´s. Und Geld bringt es auch noch.

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  2. Da die von den Municpalidades so flexibel wie Betonklötze sind und man an sowas nichts verdienen kann, wird daraus eh nichts. Diese Lomadas sind wirklich sehr oft sehr sinnlos.

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