Kaum zu glauben

Die Bildungsmisere in Paraguay ist ein bekanntes Thema. Anscheinend setzt aber in einigen Bereichen ein Aufwärtstrend ein. Paraguay befindet sich in einem Sektor an der gleichen Position wie Finnland. Das überraschte auch internationale Beobachter.

Die Mathematik Olympiade ist weltweit bekannt. 134 Länder beteiligen sich mit ihren besten Schülern daran. Sie messen sich in den Vorentscheidungen landesintern und trafen sich dann in Hong Kong dieses Jahr. Dort fand die Endrunde statt. Internationale Forscher lobten die Leistung der paraguayischen Pennäler dieses Jahr besonders. Sie errangen den Platz 71, auf der gleichen Stelle rangiert ebenfalls Finnland.

Gabriele Gómez Pasquali, Geschäftsführerin der Organisation für Professoren und Schüler (Omapa) erklärte die Vorgehensweise bei der Olympiade. „Die europäischen Länder starten einen Aufruf und treffen eine Auswahl. Dann werden die 10 besten Schüler trainiert und sechs vertreten ihr Land auf der Endrunde“, sagte Pasquali. Im Falle Paraguay werden in fünf Runden in allen Departements 150 Schüler für sechs Jahre ausgebildet und trainiert. Die besten sechs gehen dann in das Finale.

„Durch die insgesamt lange Vorbereitungszeit können die Schüler mathematische Probleme vergleichsweise gut lösen. So waren sie in der Lage das Niveau von Finnland zu erreichen“, erklärte Pasquali.

Finnland ist weltweit anerkannt für eines der besten Bildungssysteme. „Der Erfolg darf aber die Defizite in Paraguay nicht zudecken. Es fehlt weiterhin an den dringendsten Bedürfnissen im Bereich der Qualität der Schulen und Universitäten im Land“, betonte Pasquali.

Quelle: Ultima Hora

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3 Kommentare zu “Kaum zu glauben

  1. Mit erstaunen stelle ich fest, dass die Schüler Paraguays das schulische Niveau Finnlands erreicht haben. Wenigstens für sechs auserwählte Schüler. Doch das ist kein Maßstab, so liegt der IQ der meisten Schüler bei 85 (offizielle Statistik). Nun gut, ich halte nicht viel von Intelligenztests. Intelligent wären sicherlich viele. Intelligenz und Bildung ist meines Erachtens zu unterscheiden (Es gibt in Europa genügend durch Steuerzahler Beatmete in den Beatmetenhäuser mit hoher Bildung aber wenig Intelligenz).
    Die Qualität der hiesigen Lehrerschaft kann ich nicht beurteilen, doch gibt es hier wahrscheinlich keine Ausbildung wie Lehrerseminare. Jeder, der irgend etwas an einer HS studiert, zB. Bauingenieur, arbeitet dann als „Professor“ in der Grundschule. Ob Fachtrottel ausreicht, um pädagogisch wirksam und fokussiert Wissen zu vermitteln, kann ich nicht beurteilen, nur anzweifeln.
    Im Weiteren verbringen die Kinder mit Halbtagesschule einfach zu wenig Zeit in der Schule (Zeit = Leben, will heißen, mit zB. Mathematik muss man Zeit verbringen, sonst vergisst man alles wieder). Die Kinder haben kein Turnen, (techn.) Zeichnen, Schwimmen und vieles mehr. Dafür viel Briefträger-Geografie und Englisch, was doch die Landessprache der Schweiz sei (Das Fach Geografie beinhaltet nicht nur, wie die Hauptstadt von Burkina Faso heißt (Ouagadougou), sondern auch Winde, Astronomie, Erdwissenschaften uvm.). Im Unterricht der Sprachen können die Kinder zeichnen (Baum = árbol = árbol zeichnen). Damit verbringen sie mehr Zeit damit, Substantive zu zeichen, statt diese schreiben zu lernen. Dann verbringen sie viel Zeit damit, um sich an Verehrungen ihrer Kriegsverbrecher mittels militärisch angehauchten Paraden vorzubereiten und mit dem erlernen ihrer kosmopolitischen Hauptsprache. Will damit sagen: Kultur gut, aber wenn man schon nur die Hälfte der Schulzeit eines europäischen zur Verfügung hat, dann sollte das Schulsystem schon mit fähigeren Leuten im MEC (Ministerio de Educación y Cultura) besetzt sein. Gleichberechtigte Bildung für alle und nicht für ein paar Auserwählte (ja, ich weiß, das EU-Schulsystem ist auch nicht gerecht).

  2. Die Kinder und Jugendlichen haben in Paraguay offiziell ca 900 Stunden Unterricht pro Jahr. Weniger, wenn es kalt ist, es regnet, die Lehrer streiken usw. In Deutschland werden durchschnittlcih 1450 Stunden Unterricht angeboten. In meiner Kindheit hatte ich einen Nachbarn, dem die Schule ein Gräuel war. Also wurde er von der Polizei abgeholt. Das wird heute sicher nicht mehr möglich sein, denn sonst hätte die Polizei in Deutschlands nichts anderes mehr zu tun.

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