Klare Flüsse und Fische: Die andere Seite der Quarantäne

Asunción: Ein technisches Team des Ministeriums für Umwelt und nachhaltige Entwicklung (Mades) hat die Flüsse Mburicaó, Itay und Lambaré besichtigt, um die grundlegenden Kontaminationsindikatoren in ihnen zu messen.

Diese Überwachungsaufgaben wurden auch in anderen Wasserläufen des Landes wiederholt.

„Die Experten der Umweltbehörde behaupten, dass die soziale Isolation, die die Menschheit aufgrund der Covid-19-Pandemie durchmacht, obwohl sie ein ernstes und besorgniserregendes Ereignis für die Bürger darstellt, andere und sogar positive Auswirkungen auf die Natur hat als Folge des drastischen Rückgangs der täglichen Aktivitäten“, sagt Mades in einem Bericht an die Presse.

Die Techniker, die die Proben entnahmen, haben zum Ausdruck gebracht, dass auf den ersten Blick die Sauberkeit des Wassers der Flüsse in der Hauptstadt und Umgebung deutlich zu sehen sei.

„Es wird erwartet, dass mit der geringen Aktivität der Menschen die Kontamination mehrerer Flüsse abgenommen hat, wie beispielsweise vom Mburicaó, der heute klares Wasser aufweist“, unterstreicht die Erklärung des Umweltministeriums.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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10 Kommentare zu “Klare Flüsse und Fische: Die andere Seite der Quarantäne

  1. Bei der Ausgangssperre kann ja auch niemand raus um seinen Müll in die Gewässer zu kippen. Selbst die Schlachthöfe leiten keine tierischen Abfallprodukte in die Flüsse mehr ein, seitdem alles mit Chlor gereinigt wird, selbst die Straßen.
    Jedenfalls ist das sicher ein schönes Ergebnis der Experten der Umweltbehörde. Buchstaben können sie schon. Nur erwartet man von solchen Untersuchungen eigentlich auch Zahlen. So etwas wie x mg pro l (zB. 200 Milligramm pro Liter). Aber so von Auge mal Messstab * Pi kann man sagen: „ja, könnte sein, vielleicht auch nicht“.
    Also ich würde solche Messungen sogar über einen längeren Zeitraum machen und dann die empirischen Daten auf der Grafik beaugapfeln, um schlüssige Schlüsse ziehen zu können. Aber man kann sich auch an einem einzelnen Stichtag die Corona-Staubmaske in die Ohren stecken und mal ins Wasser schauen und kommt auch zu einem Ergebnis.

  2. Könnte es nicht sein, daß die Menschen derzeit wegen beschränkter Beweglichkeit daheim ihren Müll ansammeln und nur darauf warten, bis sie diesen endlich wieder loswerden können? Ich vermute mal, daß nach Aufhebung des Ausnahmezustandes die Umweltverschmutzung explosionsartig in die Höhe schnellen wird.

  3. Das höt sich ja alles fantastisch an und bestätigt voll und ganz den Ausspruch:
    „Die Natur braucht UNS nicht, aber WIR braucjen die Natur“
    Nach oder besser noch in der Quarantäne sollten Führumgen gemacht werden vorallem mit Schülern und das gleich mit den Eltern zusammen um mit eigenen Augen zu sehen, wie sträflich wir unseren Planeten, der uns ja zum Leben sozusagen übergeben wurde…
    Das wird aber sicher ein Traum bleiben…
    Obwohl bei uns die Müllabfuhr drei mal die Woche regelmäßig den Müll abfährt und aller zwei Monate das Unkraut bis Bordsteinkante schneidet kommte es bei jedem, oder fast jedem Regen dazu, daß irgendwelche Hohlnieten ihren Müll den „reißenden“ Fluten übergeben.
    So schnell sich die Flüße gereinigt haben, so schell werden soe wieder anfangen übelst zu riechen.
    Warum redet man nur noch über den Virus und nicht mal über oder von der Umwelt?
    Das wäre doch ein leichtes von den 24 Std. sich ständig wiederholenden „Berichten“ wenigstens vier für Erziehung zu mehr Umweltbewußtsein zu nutzen. Zeit wäre ja das was wir jetzt im Überfluss haben…

  4. Da fällt mir gerade eine gute Idee der Gemeinde Itacurubi ein. Ob diese Idee allerdings noch angewandt wird, entzieht sich meiner Kenntnis, denn das liegt nun schon ca. 4 Jahre zurück: Um der Umweltverschmutzung durch wilde Müllentsorgungen Herr zu werden, wurde damals „das Schwein des Monates“ prämiert und sogar mit einem Preis (Kurzurlaub auf Kosten der Gemeinde) ausgezeichnet. Schwein des Monates konnte man nur werden, wenn man durch besonders viel Müll-Mist auf seinem Grundstück oder durch wilde Müllentsorgung auffiel. Niemand wollte den Preis bekommen – komisch oder nicht?

    1. Robin Hood,
      ich finde diesen Preis einzigartig
      Kann mich jetzt irren, hab glaub vor vielen Jahren sowas ähnliches mal von Deutschland gehört.
      Ob es da um Müll ging oder was Anderes weiß ich nicht, war aber ein Negativpreis.
      Man sollte das nochmals neu einführen in ganz Paraguay und die Preisverleihung live in allen Fernseh Kanälen übertragen…
      Vielleicht Sonntags am Ende der Messe in Caacupé…

  5. Solche schönen Berichte kann man auch aus Europa hören.
    Nur glaube ich da nicht dran.
    Es mag ja sein, daß vielleicht weniger Plastik auf dem Wasser schwimmt.
    Aber die Fäkalien und anderen Abwässer werden doch sicherlich weiterhin eingeleitet, oder?
    Und daß Fische binnen so kurzer Zeit angeblich wieder in Massen da sein sollen……..

    1. TejuJagua,
      durchaus können Fische sehr gut wieder vorhanden sein, vorallem Waller (Welse) oder ähnliche, nur essen kann man die wohl sicher nicht.
      Oder können schon aber man sollte es unterlassen.
      Was aber wirklich das gefährliche ist sind ja die Industrieabwässer, nicht unbediingt Fäkalien, die sind ja organisch, aber trotzdem
      Wenn Fisch, dann sollte man sich immer nach der Devise „Rio arriva“ halten, also bevor der Fluss ASU tangiert.

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