Kontamination eines Flusses mit Zyanid für die Goldgewinnung angeprangert

Paso Yobai: Bewohner aus Mangrullo bei Paso Yobái berichteten, dass die Firma Viskonti S.A, die sich der Verarbeitung von Goldmineralien widmet, Zyanid in einen Fluss der Gegend einleiten soll.

Die Chemikalie ist sehr schädlich für die menschliche Gesundheit. Zyanid wird verwendet, um das Gold aus der Erde herauszuwaschen, das aus den Minen gewonnen wird, die in dieser Stadt arbeiten, einige von ihnen aber unregelmäßig.

Die Bewohner aus Mangrullo, etwa 20 km von Paso Yobai, Guairá, entfernt, verlangen von der Firma Viskonti S.A, diese Chemikalie nicht mehr zu verwenden, weil sie direkt in dem Fluss Silva Cue eine ernsthafte Kontamination verursache.

Nach den Daten ist die Firma im März dieses Jahres gegründet worden. Der Geschäftsführer ist Arnaldo Ibarrola, aber den Namem des Eigentümers “weiß niemand“.

Am Freitag demonstrierten etwa 100 Einwohner von Mangrullo, um zu verlangen, dass das Unternehmen den Fluss nicht mehr mit der Chemikalie verschmutzt, die es seit seiner Gründung verwendet.

Sie berichteten weiter, dass viele Menschen in der Gemeinde, die sich im Bach erfrischen wollten, Kopfschmerzen, Schwindel und rote Flecken auf der Haut bekommen haben. Sie vermuten, dass dies durch das Zyanid hervorgerufen worden sei.

Auf der anderen Seite bestreitet Ibarrola (Beitragsbild) kategorisch, dass das Unternehmen Abwässer in das Flussbett ableite. Er gab an, dass sie mehr als fünf Wasserreservoirs oder Behälter haben, in denen sie die Reste von Zyanid ablagern und sich die Chemikalie mit dem Licht der Sonne bei ungefähr 25 Grad bereits auflöse.

Er kündigte an, dass die Firma in weniger als einem Monat eine andere Chemikalie verwenden werde, die nicht mehr umweltschädlich sei.

Ibarrola sagte weiter, dass das Unternehmen nicht mit der Goldgewinnung beschäftigt sei, sondern mit der Verarbeitung des Minerals unter Verwendung von Natriumcyanid durch Agitationstanks. „Aufgrund der Firmenpolitik und weil es Verträge gibt“, vermied er jedoch Daten über die Herkunft des Rohmaterials preiszugeben.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Kontamination eines Flusses mit Zyanid für die Goldgewinnung angeprangert

  1. Selbst der Dümmste weiss, dass man Gold auch mechanisch gut rauslösen kann, Waschanlage mit Miners Moss, aber die geldgierigen und ungebildeten Schürfer ignorieren das halt. Ich jedoch hab dann das Quecksilber und Zyanid im Trinkwasser!

    1. Man kann das Gold aus sekundären Lagerstätten, welches oft extrem fein verteilt ist — Korngröße im Mikrometerbereich — nur mit Cyanid „sinnvoll“ (effektiv) auslaugen. Anders geht es kaum noch. Wenn man es mechanisch/physikalisch tun wollte, gehen so an die 20…30% verloren, weil die „Körner“ so klein sind, dass sie auch in Wasser schweben. Anderenfalls wäre die Lagerstätte uneffektiv, weil die Ausbeuten die Kosten nicht mehr decken kann. So ist das eben. Wegziehen von dort ist noch hilfreich. (Falls ich je nach Paraguay kommen sollte, die Gegend Paso Yobai ist für mich tabu.

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