Kooperativen müssen sich neu anpassen

Asunción: Das Institut Incoop hat beschlossen, dass Kooperativen die besondere Situation von Mitgliedern in Verzug bei ihren Darlehen berücksichtigen können. 70% des Kreditportfolios der Genossenschaften sind für Kleinstunternehmer und Konsumentenkredite bestimmt.

Der Präsident des Nationalen Instituts für die Aufsicht der Kooperativen (Incoop), Pedro Löblein, versicherte, dass alle Genossenschaften kontrolliert werden und berief sich auf die Resolution Nr. 21.699 / 2020, in der festgelegt wird, dass Unternehmen die Situation prüfen können insbesondere von rückständigen Mitgliedern, deren Einkommen durch das Risiko der Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie beeinträchtigt wurde.

Während das Wohlergehen und die Sicherheit der Mitglieder Vorrang haben, erklärte er, dass die Entschließung die notwendigen Instrumente bereitstelle, um die Anpassungen so flexibel wie möglich zu gestalten, damit die Ausfallinteressen für den Zeitraum dieser drei Monate nicht gelten: März, April und kann. Er stellte jedoch klar, dass jede Genossenschaft sie entsprechend ihrer Struktur ausführen wird. „Mit dieser Entschließung, die wir herausgeben, kann jede Genossenschaft die Freiheit und den rechtlichen Rückhalt haben, das System zu etablieren, das sie anwenden wird, je nach den von ihnen angebotenen Dienstleistungen, da jede Genossenschaft anders ist. Wir können keine einzige Regelung aufstellen, die für alle gilt, da einige wöchentliche und andere monatliche Fälligkeiten heranziehen“, erklärte der Leiter von Incoop.

Er wies darauf hin, dass er sich bewusst sei, dass jede Genossenschaft sich bemühe, die Sicherheit der Mitglieder an die Situation der von ihnen angebotenen Dienstleistungen anzupassen, da es sich um etwas Neues handelt, das wie erläutert administrative, buchhalterische und technologische Anpassungen erfordert.

Löblein sagte, dass die Mehrheit in 90% der Incoop-Genossenschaften diese Rendite bereits umsetze und der Rest sich im internen Anpassungsprozess befinde. Die 3-Monats-Quoten werden somit bis zum Ende des Darlehens übertragen. Das heißt, die Quoten für März, April und Mai laufen erst, wenn die letzte Rate gemäß der Frist eintrifft. Die Maßnahmen werden bereits von den größten Genossenschaften wie Universitaria, Coomecipar, Medalla und San Cristóbal angewendet. Es gibt rund 1.800.000 Mitglieder, von denen 1.200.000 Kredite in Anspruch genommen haben. Aufgrund der bisherigen Struktur sind mehr als 700.000 Menschen von der Zahlung ihrer Darlehen betroffen, erklärte Löblein.

Er sprach von einem weiteren Nachteil, da 75% bis 80% der Kredite aus den Ersparnissen der Mitglieder stammen, die weiterhin für die Zinsen bezahlt werden müssen, sodass auch die normalen Ausgleichszinsen eines Kredits nicht gestoppt werden können. Löblein drängt auf Geduld und behauptet, dass eine unterschiedliche Behandlung zwischen einem Mitglied und einem anderen verboten sei.

Wochenblatt / La Nación

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

9 Kommentare zu “Kooperativen müssen sich neu anpassen

  1. Die Todesrate von normaler Grippe ist etwa 0.1% wo die Todesrate von SARS-2 (Corona) bei 10% liegt – in den USA bislang bei 1.7%, in Italien bei 10%+ wo die in Norditalien ein exzellentes Gesundheitssystem hatten. Nur um eine Perspektive zu haben damit die Leute aufhoeren das zu bagatellisieren. Da niemand immun ist werden das alle Menschen der Welt kriegen, bzw es bedarf einer Infektionsrate von 70% der Weltbevoelkerung damit sich Immunitaet aufbaut – fragt sich nur wann und ob dann schon eine Impfung erfunden wurde. 80% der Weltbevoelkerung (oder Landesbevoelkerung jedes Landes) werden nicht ins Krankenhaus muessen. Es geht um die restlichen 20% die ins Krankenhaus muessen. Von den 20% werden die Haelfte, also 10% (der Gesamtbevoelkerung) in die Intensivstation rein muessen und davon nochmal die Haelfte, also optimal 5% der Bevoelkerung an ein Lungenbeatmungsgeraet fuer etwa 1nem Monat angeschlossen werden. Von diesen 5% sterben rund 70% sowieso.
    Das ist das Szenario.
    Wieviele Beatmungsgeraete befinden sich im Hospital Filadelfia, Neuland und Loma Plata? Sportsfreunde als Betriebsleiter des FSV, NSV und MSV, und all die verschiedenen Komitees deren Mitglieder meist in der Volksschule von der Schule flogen und etwa die 5. Klasse beendeten (wie Minister Friedmann), diese Sportsfreunde bauten lieber die Sportvereine grossartig aus um dem Volke einen Gefallen zu tun und sich wiederwaehlen zu lassen – man sieht den A***h haeufig und so gefaellt den Leuten der A***h umsomehr sie den zu Gesicht bekommen. Garantiert gibts in jedem Hospital nicht mehr als 2 Beatmungsgeraete, wenn ueberhaupt, denn die Mennoniten sind bis Dato der fixen Idee aufgesessen, alles nach Asuncion zu schicken was man im Chaco nicht gesundmachen will. So bleibt mehr Geld fuer Prunkbauten. Das bedeutet, dass in Paraguay rund 1.400.000 Menschen ins Hospital muessen (wohl fast alle zeitgleich) und davon 700.000 in die Intensivstation muessen und davon 350.000 Menschen brauchen notwendigerweise ein Beatmungsgeraet. Von diesen 350.000 Menschen werden es rund 70% nicht schaffen, also 245.000 Menschen werden sterben wenn die Variabeln gleich bleiben. Als Referenz, Paraguay brachte in etwa 100.000 Mann in den Chacokrieg und es starben da rund 30.000 Mann. Wenn die Kolonie Fernheim rund 12000 Mennoniten zaehlt (Indianer und Lateiner nicht mitgezaehlt) so werden davon 2.400 Menschen fast zu gleicher Zeit ins Hospital stroemen. Davon werden dann noch 1.200 Personen in die Intensivstation kommen muessen, wovon davon dann rund 600 an Beatmungsmaschinen etwa 1 Monat haengen muessen. Hat man denn 600 Beatmungsgeraete? Von den 600 werden etwa 70% sterben also rund 420 Personen (hoffentlich nicht reiche Viehzuechter und ASCIM Zocker, sondern lieber arme Schlucker, nicht wahr?). Wenn die Parameter sobleiben und der Virus nicht saisonbedingt ist und doch noch abklingt. Noch schlimmer wirds in der Kolonie Menno werden und weniger schlimm in Neuland.
    Corona geht gerade erst los https://www.youtube.com/watch?v=3z0gnXgK8DoWHYTHE CORONAVIRUS DEATH RATE WILL INCREASE–I’m A Surgeon–Here’s TheSCIENCE https://www.youtube.com/watch?v=DSJzPZCEW4I

  2. Egal ob Kooperative oder Bank, sie krachen jetzt alle zusammen, weltweit.
    Rette sich, wer kann.
    Zeit dazu war ja ausreichend vorhanden, doch die Warnungen wurden allesamt ignoriert.

    Ein neues gerechtes Finanzsystem, im Sinne der Menschheit, liegt bereits in der Schublade, ohne Zinsen und ohne Bänkster.

    1. Ein neues gerechtes Finanzsystem…? Ich lach mich kaputt!
      Jeder, der ein klein bisschen was hatte in diesem Land, hat einen Kredit am äussersten Limit aufgenommen und ein Auto gekauft. Und fällt natürlich jetzt auf die Nase.
      Und barracuda fabuliert von einem gerechten Finanzsystem, anstatt einfach nur ein bisschen mehr Hirn und Verantwortungsgefühl anzumahnen.
      Echte linke Denke: keine Logik, keine Eigenverantwortung, und alles besser wissen.

    2. Nimmt mich auch wunder wie die Staaten ihr Finanzsystem retten wollen. Vor Jahren ging eine zugegeben nicht gerade kleine Bank in Konkurs: Lehman Brothers. Ich denke die Pleite der Immobilienblase 2008 war noch eine kleine Blase gegenüber den Kosten, die mit dem Corona-Ausfall für Betriebe wie Fluggesellschaften etc. auf uns zu kommt. Ok, kein Problem, alle müssen nun den Gürtel enger schnallen: Selbst die Armen.
      Nun hat die Schweiz vier Milliarden Schwizzerfränkli bereitgestellt. Das ist zu verkraften. Fragt sich, ob das reichen wird.

  3. Das kann noch eng werden! Vor der Corona-Krise war es üblich, daß sowohl Banken als auch Kooperativen ihren Kunden Kredite regelrecht aufdrängten. Hinz & Kunz nahmen Kredite auf, die sie heute möglicherweise nicht mehr zurückbezahlen können, aufgrund von zunehmender Arbeitslosigkeit im Gefolge der Corona-Begleiterscheinungen. Wie lange können es vor allem die kleineren Kreditinstitute wohl durchhalten, auf die Rückzahlungsraten der Kreditnehmer in größeren Ausmaßen zu verzichten? Und was folgt dann?

    1. Ich denke wie bei jeder weltweiten Krise wird die Dekadenz von Lomito auf Canaza 2da umsatteln und die, die vorher schon nichts hatten, werden von diesen von nun an keine Kuchenkrümel mehr bekommen von deren Dessert-Kuchen, sondern nur noch die Hueso Blanco.
      Berechtigte Fragen, die sie da stellen. Mal sehen, ob in ein paar Monaten noch Kredite zurück bezahlt werden können, ob diese dann vom Staat getragen werden und woher der Staat diese Gelder beziehen wird.

    2. “Die Banken haben Puffer, um 300 Milliarden Euro an Finanzierungen abzusichern, sagt Helmut Ettl. Gutes kann er der Krise nicht abgewinnen, die sei tückisch”
      FMA-Chef Ettl: “Den Absturz der Wirtschaft aufhalten”
      https://www.derstandard.at/story/2000116461884/fma-chef-ettl-den-absturz-der-wirtschaft-aufhalten
      .
      Auch interessanter Artikel über Viren im Allgemeinen:
      Tödlich bis nützlich: Elf Einblicke in die Welt der Viren
      https://www.derstandard.at/story/2000116188591/toedlich-bis-nuetzlich-elf-einblicke-in-die-welt-der-viren

  4. Weiß hier jemand, ob die Cooperativen überhaupt noch geöffnet haben und wenn ja, welche? Wie ist da eure Erfahrung?
    Ich müsste bald mal wieder eine Stange Geld dort holen.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.