Korruption zu Zeiten des Covid-19?

Asunción: Mal abgesehen davon, dass eine zivile Luftfahrtbehörde eigentlich Mundschutze vom Gesundheitsministerium beziehen und nicht selber kaufen sollte, gibt es noch andere Unregelmäßigkeiten bei dem Direktkauf zu einem überhöhtem Preis.

Der Leiter der zivile Luftfahrtbehörde Paraguays (Dinac), Edgar Melgarejo (Beitragsbild), soll laut Berichterstattungen 4.000 Mundschutze zum Stückpreis von 2.700 Guaranies gekauft aber sie für 29.990 Guaranies in Rechnung gestellt haben. Erin Repräsentant von Melgarejo kontaktierte den Eigentümer einer Apothekenkette und verhandelte. Die Screenshots des Chats mit dem Dinac Präsident sprechen Bände.

Der Kauf ohne Ausschreibung ist zu Zeiten des Covid-19 keine Seltenheit, ähnliches passierte auch mit Beatmungsmaschinen zum gleichen Zeitraum. Im Falle der Mundschutze soll es jedoch, so verteidigend Melgarejo, zwei Sorten geben, die einfachen und die, die Chirurgen benutzen und drei Schichten hätten. Bei den erworbenen würde es sich um solche handeln. Der Produktcode laut Katalog und die Rechnung zeigen jedoch auf, dass es sich um einfache Mundschutze handelt. Während Melgarejo die Unternehmer beschuldigt, mit denen er in Kontakt stand, weißen diese jede Schuld von sich und bezichtigen den Dinac Präsidenten. Die Gesamtsumme des Kaufs erreichte 119.960.000 Guaranies.

Wochenblatt / Abc Color

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4 Kommentare zu “Korruption zu Zeiten des Covid-19?

  1. Pfaffo Ritter von Rantzsau

    Die meisten Mundschutze schliessen bei der Nase nicht dicht ab. Kommt da Luft hinein dann helfen sie nicht gegen Viren, Bakterien und Krankheiten sondern schuetzen nur gegen Troepfchen und groeberen Aerosol. Die einfachen Masken, wie diese laenglichen, schliessen weder an den Seiten beim Mund noch ueber der Nase luftdicht ab, helfen also nur gegen Speichelverbreitung.
    Der Standard Maskentest des Hospitals (wenigstens in Europa und den USA) sollte als Maassstab gelten. Wenn man veraenderte Gerueche von der Aussenwelt wahrnimmt, so schliesst die Maske nicht dicht und es kann Luft reinkommen, z.B. wenn man die Maske aufhat und sich Perfum ins Gesicht sprayt, so sollte man dieses nicht riechen koennen was dir sagt dass die Maske gut sitzt und dichthaelt. Riecht man das Perfum ist die Maske nur ein Troepfchenschutz.
    Zudem muss man eigentlich die Maske jeden Tag wechseln, will man Viren und Bakterien mit dem Stoff der Maske filtern. Die Maske wird nach einem Arbeitstag schmutzig sein und deren Material duerfte auch gesaettigt sein von den Schadstoffen der Luft, im Fall diese besteht den Maskentest – riecht man Perfum, in der Kueche das braten, etc. so schliesst die Maske nicht ab und ist sowieso nur ein Schutz gegen Troepfchenverteilung.
    So dass wenn man jeden Tag die Maske wechselt, man rund 75.000 Gs pro Monat nur fuer die Masken ausgibt. Da lohnt es sich schon eine Maske zu besorgen die immer wieder gereinigt oder desinfiziert werden kann, eventuell ausgewaschen oder mit Alkohol desinfiziert.
    Verschiedene Materialien koennten da in frage kommen wie Filterstoff in grossen Boegen (die womoeglich als einziges Viren und Bakterien aufhalten), irgendein Stoff der in mehreren Lagen Troepfchen aufhaelt, von Plastik bis hin zu Gummi, Leder oder Kostuemmasken duerften die Materialien reichen wenn es nur um Troepfchenschutz geht.
    Das Coronavirus ist zwischen 2 und 12 Nanometer gross (0.002 Mikron bis 0.012 Mikron) wo z.B. die meisten Diesel Brennstofffilter eine Dichte zwischen 1 bis 10 Mikron haben duerften – kommerzielle Tankstellendieselfilter haben normalerweise 10 Mikron Filter oder in dem Bereich.
    Also ich sehe nicht wie sogar „Filterstoff“ dann den Coronavirus filtern koennen. Zumal das Tragen der Maske unertraeglich heiss sein duerfte im Sommer, wo die Maske innerhalb eines Tages durchnaesst vor Schweiss ist und weggeworfen werden muss.
    Normale Atemtroepfchen sind 5 Mikron und groesser wo Aerosols unter 5 Mikron gross sind. https://www.livescience.com/coronavirus-can-spread-as-an-aerosol.html
    Normale Wasserfilter gegen Versandung aus dem Wasserloch haben 100 bis 120 Mikron.

  2. Ich frage mich allem Ernstes: Wo sind die sechs Millionen Mundschutz, welche China? (In diesem Falle handelt es sich wohl um Taiwan) zusammen mit über 150.000 Schutzanzügen, Kappen, Schutzbrillen und 50 Intensivbetten gespendet hat geblieben?
    Sind die in privaten Hospitälern, bei PuntoFarma, Catetral oder sonst irgendwelchen privaten Apothekenketten verschwunden um diese dann gewinnbringend zu Wucherpreisen (bis zu 1000% weiter zu verkaufen? Oder hat man den Flieger garnicht erst landen lassen?
    Diese Spende wurde ja nur an einem Abend von zwei Fernsehkanälen angesprochen. (Falls sich jetzt jemand fragt von oder über welche Spende ich schreibe)
    Man wundert sich hier zwar über nichts mehr, aber trotzdem und gerade zu dieser Zeit in der das ganze Land bedoht wird, nicht nur von einem Virus, sondern auch von einer Hungersnot provoziert von unfähigen Politikern und Präsidenten sowie einer schier endlosen Bükratie.
    Wieso ist es möglich daß jeder Korrupti sich ungestraft bereichern darf und ein armer Mensch, der im guten Glauben einen Antrag auf die miserable Sozialhilfe von 548.000 Gs. Gestellt hat und nach Ansicht der „Sachbearbeiter*“ nicht unter die „Berechtigten“ fällt vorsorglich bei der Staatsanwaltschaft angezeigt wird wegen „Betruges“??
    UND diese Anzeige dann ewig als Eintrag im Führumgszeugnis verbleibt?
    * Sache Mensch (schon fast schlimmer als in der Bunten Republik)

  3. Der altbekannte Edgar Melgarejo, der das Wochenblatt auch schon des Öfteren in Korrupti-Artikel beschäftigte. Leider hat er zu viele Amigos und darf erst gehen, wenn ihn in zwei Jahren der neu gewählte Präsident durch die seinigen Amigos austauscht, wie alle Amigos des jetzigen. Hierzulande hat man ja auch nur fünf Jahre Zeit um gründlich abzugrasen, so muss jeder Amigo seine Zeit nutzen, wie das damals schon die Amigos „hohle Seifen Schieber“ in der Amtszeit Großer Diktator Ströessner getan haben.

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