Künstler in Quarantäne

Asunción: Chiara D‘ Odorico und Germán Bermudez sind zwei Paraguayer, die sich der Welt der Musik fernab ihrer Heimat widmen und jetzt auch unter Quarantäne stehen.

Das Coronavirus hat sich auf der ganzen Welt verbreitet und Quarantäne war die Maßnahme, die in den meisten dieser Länder ergriffen wurde, in denen mehrere paraguayische Künstler ihre Musik tragen und in dieser Situation erzählen, wie sich ihr Alltag verändert hat.

Die Pianistin Chiara D´ Odorico wies darauf hin, dass die Situation in Buenos Aires der in Paraguay ein wenig ähnlich sei.

„In Argentinien befinden wir uns in völliger Quarantäne. 60% der Infizierten sind Menschen, die von außerhalb kamen. Ich lebe zu Hause mit meiner ganzen Familie und verbringe normalerweise Zeit damit, Klavier zu üben. Wir gehen nur aus, um Dinge im Supermarkt oder in der Apotheke zu kaufen“, erklärte D‘ Odorico.

Sie sagte weiter, dass die Bäckereien und Baumärkte noch geöffnet sind und jeden Abend ein traditioneller symbolischer Applaus um 21.00 Uhr als Anerkennung für das Krankenhaus- und Pflegepersonal gemacht werde.

Der paraguayische Gitarrist Germán Bermudez erklärte seinerseits, dass die Situation in Madrid immer strenger werde.

„Ich habe mehr als 15 Jahre in der spanischen Hauptstadt gelebt. All diese Maßnahmen wirkten sich nicht nur auf den Wirtschaftssektor aus. Als Musiker war ich gezwungen, Konzerte und Reisen abzusagen, die ich in Spanien geplant hatte. Eine davon war beispielsweise eine Tournee im Mai und später bereitete ich einen Auftritt in den Vereinigten Staaten vor. Jetzt im April wurde ein internationales Festival abgesagt, an dem jedes Jahr mehr als eine Million Künstler teilnehmen“, sagte Bermudez.

Er fügte hinzu, dass die Situation in Spanien kritisch sei und ein weiterer der am stärksten betroffenen Sektoren die Hausarbeit sei, eine Tätigkeit, die viele paraguayische Frauen ausführen und von Regierungsebene keinerlei Alterssicherung oder Versicherungsschutz haben.

Wochenblatt / El Independiente

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1 Kommentar zu “Künstler in Quarantäne

  1. Nach genetischen Studien ist SARS-CoV-2 schon vor Jahrzehnten in Südchina entstanden, die ersten Infektionen des für Menschen gefährlichen Typs könnten im September 2019 geschehen sein

    Während sich China und die USA gegenseitig die Schuld an der Entstehung der Coronavirus-Epidemie zuweisen und Gerüchte verbreitet werden, dass Covid-19 in einem Labor entstanden sei (Coronavirus: „Made in China“ oder „Made in the USA“?), ist auch unter Wissenschaftlern noch ungeklärt, ob das Virus wirklich aus dem Wildtiermarkt (wet market) in Wuhan stammt. Die meisten Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass es biologisch evolviert ist und nicht aus einem (militärischen) Bio-Labor stammt.
    Wissenschaftler der University of Cambridge und des Wellcome Sanger Institute leiten die Initiative COG-UK, mit der britische Labors das Virus Covid-19 sequenzieren und dabei in Echtzeit zu verfolgen suchen, wie es sich entwickelt oder mutiert. Die Wissenschaftler in Cambridge können am Tag das Genom von 24 bis 70 Coronaviren sequenzieren. Alle zwei Wochen scheint das Virus in Großbritannien eine Mutation zu durchlaufen. Die Wissenschaftler versuchen, aus der Analyse der Mutationen den Zeitpunkt und den Ort zu finden, wo das Virus, das dem Sars-Virus sehr nahe ist, entstanden ist.

    Nach Genom-Analysen ist das Virus in ähnlicher Form bereits zwischen 40 Jahre und 70 Jahre unterwegs. Der engste Verwandte von SARS-CoV-2, der bislang gefunden wurde, wurde 2013 in Fledermäusen in der südchinesischen Provinz Yunnan entdeckt, das RaTG13-Virus. Ein ähnliches Virus wurde auch in Schuppentieren gefunden. Das neue Coronavirus ist wahrscheinlich in Fledermäusen so mutiert, dass es auf Menschen überspringen kann.
    Quelle: telepolis

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