Landlose kündigen Invasionen an

Nueva Germania: Eine Gruppe von Campesinos, sogenannte landlose Bauern, angeführt von Hilario Riveros, drohen den landwirtschaftlichen Betrieb Yvate Valley zu besetzen und warnen davor, dass “Blut fließen kann“, wenn die Regierung nicht auf ihre Forderungen reagiert.

Die Campesinos gehen davon aus, dass das Institut für ländliche Entwicklung und Land (Indert) ihnen 412 Hektar Hektar zur Verfügung stellen müsse, dass sich auf der Estancia Yvate Valley, vertreten durch Sergio Giménez, befindet. Außerdem vermuten sie, dass noch 700 Hektar übrig sind, die mit keinem Titel registriert sind.

Daher ruft die vorgenannte Gruppe die Behörde Indert dazu auf, vor dem 20. Februar Lösungen anzubieten, andernfalls beginnen sie, die Immobilie zu besetzen. Sie versichern auch, dass man Dokumente vorlegen könne, um weitere 2.000 Hektar dieses landwirtschaftlichen Betriebs für die Mitglieder dieser Bauernorganisation zu enteignen.

Sie weisen darauf hin, dass es seit 1982 Unregelmäßigkeiten zu diesem Grundstück und Bestrebungen zur Landgewinnung gegeben habe. Außerdem fände eine Abholzung für den Sojabohnenanbau in großem Umfang ohne Einhaltung der Umweltstandards statt. Die Liegenschaft befindet sich an der 11. Linie von Juana María de Lara, etwa 5 km von der Stadt Nueva Germania entfernt und grenzt an Santa Rosa del Aguaray und Tacuatí.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Landlose kündigen Invasionen an

  1. Würde dieses Verbrecherpack nicht von höchster Stelle protegiert, würde es schnell aufhören.
    Wer gibt diesem Gesindel immer wieder Informationen über angeblich nicht legale Titel und warum?
    Allein die Drohungen wären doch justiziabel, aber keinen kümmert es, auch dann nicht, wenn sie die legitimen Eigentümer verletzen oder gar töten.
    Cui bono?

  2. Alle regen sich über streunende Tiere auf, keiner hat auch nur einen vernünftigen Vorschlag, für streunende und gefährliche Menschen ( Campesinos ), sin techos, Landlose oder wie auch immer diese heißen mögen. Denn auch diese, sind eine Krankheit an sich., hinter lassen überall Müll, was wieder rum die Tiere auf den Plan ruft was fressbares zu finden, bedrohen Familien und Existenzen. Oder morden sogar. Nun werden die Paragay Beschöniger ( Immobilien Verkäufer) sicher wieder Sturm auslösen und einen Shitstorm auf mich prasseln lassen, wo doch in Ihren Anzeigen: 360 Tage Sonne, Idylische Landschaften, ständig lächelnde Bewohner usw. steht. Kritik passt nach deren Auffassung eben nicht ins Bild, was diese den eventuellen Einwandern und Käufer vermitteln wollen. Sonst kann es ja passieren, das diese Herren plötzlich ohne Einnahmen da stehen und keinen “ Neuen“ mehr abzocken können.

    1. Volltreffer!
      Wobei hiesige Immobilien-Verkäufer deutsche Qualität verkaufen! Einfach mit dem kleinen Detail, dass in Paraguay vom Handwerksmeister erbaut, mit billig Können und billig Materialien. Ergo deutsche Qualität.
      Kann man mal 98% vom Verkaufspreis abziehen und 1% für Schwarz, Rot und Gold-Schokoladenüberzug dazu rechnen, dann erhält man den Betrag, den man für die Immobilie auch höchstens wieder bekommt, wenn man „300 Tage Brennend Müllhalden Luft“ wieder verlassen möchte. Oder muss.
      Für Menschen mit Schwierigkeiten in Lesekompetenz:
      Nein, der Kommentar war nicht ganz ernst gemeint, man bekommt durchaus auch was, das deutscher Qualität annäherungsweise fast gleich kommt. Eine win-win-Situation, der Käufer hat ein wenig zuviel bezahlt, aber Qualität akzeptabel, der Verkäufer hat gutes Geschäft gemacht für hiesige Verhältnisse, den nicht einmal ein Buen Educado würde ihm diese Immo abkaufen wollen. Oder können. Er, der Kommentar, soll nur darauf hinweisen, wie es sein kann, nicht wie es in der Regel ist.

  3. Kuno Gansz von Otzberg

    Reply

    Viele dieser Landkonflikte stammen aus der Stroessnerzeit.
    Z.B. Stroessner hatten einen General Britez als Polizeichef in Asuncion. Der besass in der Rio Negro/Verde Zone einen grossen Viehbetrieb im Chaco. Wie er ihn jetzt von Stroessner bekommen hat wissen meine Informanten im Chaco nicht genau. Aber vor etwa 10 Jahren jugen die katholischen Pfaffen der Britez Sippschaft die ganzen Laendereien ab „fuer die Armen“. Die quaelten den Britez so lange bis er aufgab und verkaufte, bzw das ganze abtrat.
    Schenkungen durch den Diktator und Ermordung von Voreigentuemern lassen solche Konflikte oft ein halbes Jahrhundert lang schwelen.
    Doppelte Urkundenfabrikation ist ein gaengiges Mittel – so kann jede Seite zu recht sagen sie haette eine Urkunde (Titel). die Notare sind da meist mit im Spiel, wie auch die Anstifter solcher Faelschungen.
    Also in diesem Fall handelt es sich um INDERT Land. Vor allem Indert verkauft Regierungsland oder Indianerland gerne billig an Auslaender oder Leute die Geld haben – fuer einen Bruchteil des Nennwertes. So sind schon nach meinen Quellen viele Mennoniten zu sehr vielem und billigem Land im Chaco gekommen. Man hat eben „Kontakte“, d.i. „Seilschaften“ mit denen man im Bunde steht, die einem dann das Land vermitteln wie Anwaelte des Indert und vor allem heute Buchfuehrer die nebenbei mit Landstuecken handeln die „ohne Vorbesitzer“ sind. Wenns Indianerland ist oder Regierungsland so braucht es nur eines korrupten Indert Anwaltes der solche Laendereien zum Verkauf anbietet, und der Buchfuehrer bietet sie dann seinen Kunden an – heimische oder praeferenziell Auslaender. Unter den mennonitischen Buchfuehrern ist die Landschacherei oft zur Haupterwerbsquelle geworden.
    Durch solch zwielichtige Landhaendel passieren solche Verzwickungen. irgendwo sind immer Korruptionen gegangen die dann zu solchen Verwerfungen und Konflikten fuehren.
    Leider haben mittlerweile immer mehr Mennoniten den Braten gerochen und mischen kraeftig mit.
    Es sind also nicht nur die Landlosen die die Boesen sind sondern diese sehen nur immer mehr ihre Felle davonschwimmen dank der grassierend korrupten Bediensteten des Indert und deren Winkeladvokaten und langfingrigen Buchfuehrern des Privatsektors.

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