Lugo verspricht den Campesinos 8 Millionen Hektar Land

Curuguaty: Mit Speck fängt man Mäuse und das zeichnet den Wahlkampf von Fernando Lugo aus. Wer 8 Millionen Hektar Land verteilen will, kann auf Wählerstimmen hoffen.

Der frühere Präsident von Paraguay und jetzige Kongressvorsitzende, Fernando Lugo, will 8 Millionen Hektar Land, die sich in den Händen von Menschen befinden, die keine Landwirte sind, im Zuge einer Agrarreform den Campesinos und armen Bauern zuordnen.

Lugo versicherte, dass er nicht umsonst die Einheit mit der Ganar-Allianz entstanden sei. „Es ist nicht, weil wir nur schöne Sachen bewegen wollen, sondern es geht um das ganze Land, für das wir kämpfen“, sagte er während es Abschlusses der politischen Kampagne in Curuguaty, der zweitwichtigsten Stadt für Wählerstimmen im Departement Canindeyú.

Lugo erinnerte daran, dass er sich mit Efrain Alegre abgestimmt habe, um Probleme zu verarbeiten, die das Leben und die Würde von Menschen auf dem Land ausmachen.

„Hier in Curuguaty bewohnen, kultivieren, schwitzen und leiden diejenigen, die hier leben. Marina Cué muss an die paraguayische Bauernschaft übergeben werden und noch mehr als das, die 8 Millionen Hektar, die nicht von der Agrarreform erfasst wurden, müssen den Campesinos gehören. Diese Verpflichtungen sind mit Alegre abgesprochen, um in dem Sektor Veränderungen herbeizuführen“, betonte Lugo.

Er sagte weiter, dass das Wort “Republik“ bedeute, dass alle Reichtümer in und außerhalb des Landes allen Paraguayern gehöre, nicht nur einer Gruppe, die an der Macht verankert sei. „Nun, Alegre betonte auch, dass Itaipú und Yacyretá uns gehören, damit wir besser leben können“, erklärte Lugo weiter.

Im Gegenzug bestand Alegre darauf, dass der neue reduzierte Stromtarif ab dem 22. April eingeführt werde und erklärte, dass die von Itaipú verschwendeten Gelder und andere Ressourcen für diesen Bedarf an den staatlichen Energieversorger ANDE übertragen werden.

Wochenblatt / Ultima Hora

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14 Kommentare zu “Lugo verspricht den Campesinos 8 Millionen Hektar Land

  1. Das ist starker Tobak! Wenn man auf der einen Seite des Tischtuches zieht, fehlt der Stoff auf der anderen Seite. So ist das auch mit der Landverteilung. Wenn Einer etwas bekommen soll, dann muß ein Anderer etwas abgeben. Natürlich ist der Landbesitz in Paraguay höchst ungleich verteilt und trägt damit den Keim von Unzufriedenheit, Aufbegehren und Revolution in sich. Wer aber wie Lugo, 8 Millionen ha Land verspricht sollte auch sagen, wie er sich das konkret vorstellt. Niemand wird freiwillig sein Land, womöglich über eine entschädigungslose Enteignung, abgeben. Auch kann man nicht einfach Land an die Bevölkerung verteilen, ohne daß sich die neuen Eigentümer verpflichten, dieses Land ordentlich zu bearbeiten. Und da sehe ich schon das nächste Problem, wenn ich an die Mentalität der meisten Paraguayer denke, die lieber im Sessel sitzen und darauf warten, daß die Früchte vom Himmel fallen. Hier wird aus wahltaktischen Gründen Unfrieden gesät und das ist verantwortungslos. Ich glaube, wir gehen noch sehr unruhigen Zeiten in Paraguay entgegen.

  2. ….,und denkt er auch an die vielen Bäume die dann zum Opfer fallen,-die Sägen und Äxte werden schon geschärft.

  3. vermutlich genug genossen von ihm bei ANDE angestellt, die dann die „resourcen“ richtig in die eigenen taschen umverteilen. alles andere wäre ja ein traum wenn die ANDE mal das was itaipu hergibt den paraguayern geben würde, dann wäre der stromtarif nämlich auf 0 Gs gerundet und für alle gratis. aber träumen kann man ja, genauso wie beim land, und selbst wenn die campesinos es bekommen werden sie es wieder verkaufen und gewinn damit machen, dann gibts in 5 jahren dann wieder 8 ha land das ungleichmässig verteilt ist, ohne das wer sagt wie die leute dazu gekommen sind. ist ja jetzt genauso ident abgelaufen vor vielen jahren wie Lugo Präsi war.

  4. Was vor den Wahlen ist das eine nach den Wahlen etwas anderes.
    Die mehrzahl wird es nicht betreffen. Die 2/3% werden da wohl Magenverstimmung oder Durchfall haben!
    Ja die Landverteilung ist eine Sache für die wenige % der Bevölkerung/Agrarkonzerne haben fast sich unter den Nagel gerissen,legal aber auch mit kriminellen Methoden. Hier gibt es eine menge Wildwuchs den man abscheiden kann.
    In keinen Land Südamerikas ist das Land so ungleich verteilt.Das ist eine der Ursachen für viele soziale Probleme.
    Die Uni Giessen hat was vor einiger Zeit zu der Fernando Lugo Präsident von Paraguay war etwas zu Papier gebracht.
    https://www.unigiessen.de/fbz/fb03/institute/ifp_alt/personen/birckenbach/hmb_le/dateien/paraguay
    Eine Landreform sofern die Partei/Fernando Lugo gewählt wird können sie auf den Weg bringen.
    Natürlich nur wenn sie nicht wieder von gewissenlosen Elementen mit einen Massaker aus den Amt getrieben werden.
    Wie beim kalten Staatsstreich der Nie richtig aufgeklärt wurde gegen den damaligen Präsident von Paraguay Fernando Lugo.

    1. Habe den gesamten Bericht durchgelesen. Dieser enthält viele fromme Wünsche wie die Bewohner Europas sollen weniger Fleisch essen, dass in PY weniger Soja angebaut werden muss.

      Immerhin waren sie ehrlich und in ihrem Bericht zu schreiben:

      ..“Keiner der Autoren hatte einen konkreten Einblick in die Lage vor Ort oder direkten
      Kontakt zu Betroffenen.“..

  5. Wie kann man solch einem Menschen Vertrauen entgegen bringen, der als Pfarrer seinen Eid bricht und auch noch Frauen schwängert. Aber hier gehen nun mal die Uhren anders rum.

    1. Gott liebt jedes Kind, wie Franz Beckenbauer mal meinte, als er ein uneheliches Kind bekam.
      Aber unabhaengig davon, ist Lugo ein Dampfplauderer. Er soll doch sagen, wie er sich das vorstellt. Will er 8 Mio. Hektar aus seinem Bischofshut zaubern?
      Ich hab nichts dagegen, wenn man reichen Politikern, die auf dubiose Art und Weise das Land ergattert haben, das Land wegnimmt. Aber diese werden mit Mann und Maus (Anwalt) ihren Eigentum verteidigen und alle Amigoschaften ausnutzen.
      Wenn man ehrlich arbeitenden Menschen, wie Mennoniten, Deutsch-Brasilianern usw. das Land abnehmen will, so wie in Simbabwe, dann fliegt uns hier alles um die Ohren.

    2. Es gibt so viele schuldige Menschen, die das gleiche gemacht haben oder noch machen, wie Lugo.
      Lugo war Pfarrer, Bischof und trotz Gelübde hatte er Sex. Er ist ja auch nur ein Mann.
      Ich sage nicht das das gut war, vor allem, dass es so viele geschwängert hat, und zuerst nicht da zustand.
      Wie viele Verheiratete Männer und Frauen haben bei der Heirat, das gleiche geschworen, und gehen doch fremd????
      Der Unschuldige werfe den ersten Stein!!!!!!!

  6. Sowie auch HC viele viele Hektaren sich aneigneten, mit ohne oder falsche Titel.
    Da kommen schon etliche Hektaren zusammen.
    Das ist fast unvorstellbar, dass so viel Land Falsche „Besitzer“ haben.
    Aber denke trotzdem, dass da der Lugo recht haben könnte, das es in Paraguay soviel Land in falschen Händen sind. Nicht vergessen, der Staat besitzt auch noch Land.

  7. Immer die gleiche Leier dieser Kommunisten. Am Ende ihrer glorreichen Regierungszeit Chaos Verfolgung anders denkender und kritischer Personen ein Land abgewirtschaftet aber der Schein muss gewahrt bleiben und darum wird auch Waffengewalt eingesetzt. Nirgend auf der ganzen Welt hat der Sozialismus und Kommunismus ein Land stabil gemacht oder zum Wohlstand seiner Bürger beigetragen . Jüngstes Beispiel ist Venezuela !! Aber natürlich sind immer Andere Schuld. Wenn der Mark für die Produkte nicht mehr da ist die auf 8 Millionen Hektar erwirtschaftet werden ,weil Niemand mit Landräuber zusammen arbeiten will ist der Anfang vom Ende da und man muss noch mehr Leute bestehlen die etwas besitzen ,damit dreht sich die Spirale schneller und schneller auf das Chaos zu. PY hat kein Öl wie Venezuela und trotzdem ist das Land Zahlungsunfähig.Ein Beispiel was ich meine. In Venezuela war ein Fabrik Besitzer es wurden Farben aller Art hergestellt ,3000 Leute waren beschäftigt als er Zwangs enteignet wurde und die Fabrik den Werktätigen zugesprochen wurde konnten die ihre Waren aber nicht mehr verkaufen ,weil die Amerikanischen Kunden diesen Rechtsbruch nicht mitmachten . Also ging die Fabrik kaputt ,3000 Leute auf der Straße.Jetzt kommt mir bloß nicht mit Kommentaren daran sind die Amis Schuld weil sie die Käufe einstellten,nein warum nicht ,oder warum sollen Kunden etwas akzeptieren was sie nicht wollen? Dafür gibt es kein Recht. Also nur hoffen das Lugo nie mehr an Macht gewinnt.

  8. Wie ist das eigentlich mit Lugos Estancia in Vllla Hayes(?) ? Diese ist doch während seiner Regierungszeit aufgeblüht oder sogar erst erstanden/ergaunert worden? Jajaja, alles mit der geringen Entlohnung als Bischof ehrlich gekauft.
    Wers glaubt, wird seelig.

    1. Also ja, Lugo hat eine Estancia, mit geklautem Geld, stimmt! Aber auch Cartes hat sich eine Estancia zb bei den Mennoniten angeeignet, die nicht ihm gehörte, aber einen unklaren Titel besass. Beide gingen gerichtlich vor. Natürlich gewann Cartes. Also für mich war und ist Cartes auch nie eine Option gewesen!

  9. Naja, er hat in Villa Hayes ein bischen gekauft, Nur 5000 hektar, alles eingerichtet, die zahlug ohne Itaipu Strom
    Eine weitere estancia hat er im Suedwesen vom Chaco, ungefahr 10.000 ha. Naja Lugo, noch niemals 30 millonen $ von Brasielen genommen)

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