Lugo wird weiterhin mit den Carperos kooperieren

Asunción: Bei einer heute Nachmittag einberufenen Pressekonferenz im Wohnhaus des Präsidenten machte er Aussagen zur derzeitigen Situation des Landes nach dem schrecklichen Massaker von Curuguaty. Er teilte mit, dass eine zivile Kommission parallel zur Staatsanwaltschaft ermitteln soll, weswegen es zu der gewaltsamen Antwort der Landlosen am letzten Freitag kam.

Nach dem fertigen Lesen seines Kommuniqués erlaubte er vier Fragen an hiesige Journalisten. Die erste Frage bezog sich was er zu unternehmen versucht um einem Amtsenthebungsverfahren aus dem Weg zu gehen. Seine Antwort war wie immer „Dieser Präsident ist der von allen Paraguayern“. Er minimalisierte die Gefahr, da es sich nur um Teile von Parteien handelt, die so denken.

Über seine Beziehung zu den Carperos (illegale Landbesetzer mit Platikplanen) erklärte er, dass auch sie Paraguayer sind und die Justiz über Fehlverhalten entscheiden müsse und nicht er. Eine Praktik, die er pflegt, denn er traf sich schon öfters mit Landlosenführern die entweder angeklagt waren oder gar einen offenen Haftbefehl hatten.

„Wenn sie (Carperos) Probleme mit der Justiz haben soll sich die Justiz darum kümmern und bis dahin sind sie frei und können zu ihrem Präsident kommen“, sagte er wortwörtlich.

Des Weiteren bat er um mehr Toleranz für die sozialen Gruppen mit den Worten: „Es ist legitim, dass jede Klasse versucht seine Interessen zu verteidigen aber es ist Zeit tolenant zu den verschiedenen sozialen Gruppen zu sein.

(Wochenblatt / Abc)

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5 Kommentare zu “Lugo wird weiterhin mit den Carperos kooperieren

  1. Toleranz so so aha….
    kann man auslegen, wie man es gern möchte.
    Man kann auch aus Bequemlichkeit tolerant sein oder weil man sich alle Optionen offen lassen will.
    Nur nicht anecken!!!

  2. bitte wenn diese personen probleme mit der justiz haben, dann haben sie auch probleme mit dem staat paraguay und er als oberhaupt müsste hier reagieren. er ist für mich der grösste kasperl in paraguay. machtbessesen und viel mehr. wahrscheinlich laufen bei den carperos auch noch kinder rum, wo er als vater auf der liste steht. ich denke das er der grosse verräter ist, wo alle carperos gewarnt wurden… damals schon heute noch.

  3. Toleranz zu verschiedenen sozialen Gruppen ja. Auch dargebotene Hilfe. Aber nicht zu kriminellen, die das Land nur kostenlos erhalten möchten, um es dann vom Familienmitglied wieder verkaufen zu lassen. Jede Nächstenliebe sollte auch Regeln beinhalten, sonst wird sie schamlos ausgenutzt.
    „Sin verguenza“ (ohne Scham), das sage ich mir bei jedem Paraguayer den ich neu kennenlerne. „Wie lange dauert es bis mich dieser um 500.000 Guaranies bittet (Sin verguenza), obwohl er/sie mich erst drei Tage kennt. Naja, wenigsten war ich schon am ersten Tag sein/ihr Amigo“.

  4. Warum Herr Lugo nicht klare Worte wählt zu dem Massaker von Curuguaty ist mir suspekt. Als Präsident weiß er doch sehr genau, was da vorgefallen ist. Aber dieses Lavieren ist landesbedingt, nur keine Verurteilung, denn es könnte ja krummgenommen werden und Herr Lugo hat fällt einem Attentat zum Opfer. Also verzeihen wir ihn seine Vorgehensweise..

    Wer auch immer diesen Vorfall provoziert hat. Es kursieren verschiedene Versionen. Auf der einen Seite sieht man Bildmaterial mit alten Schrotflinten. Wer kann denn so blöd sein diese gegen gut bewaffnete Polizisten einzusetzen?
    Ein Carpero – Junge sagte aus. Sein Vater hätte im Gerangel einen Polizisten den Revolver abgenommen und auf den Polizisten abgedrückt und getötet.Ein Hubschrauber soll auch von oben die Carperos beschossen haben und im durcheinander haben sich die Polizisten selbst beschossen?
    Also was soll man da glauben soll?????????????????

    Die offiziellen Berichte sind wohl auch ein Lügenmärchen?

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