Mangel an Blutspenden löst bei den Gesundheitsbehörden Alarm aus

Asunción: Nach Angaben des Nationalen Zentrums für Blutuntersuchungen (Censsa) gingen die Blutspenden erheblich zurück und gefährdeten die geplanten Operationen von Tausenden von Patienten. Diese Situation habe einen Alarm bei den Gesundheitsbehörden ausgelöst, hieß es weiter.

Dr. Elsi Vargas, Direktorin des Zentrums Censsa, sagte in einem Interview mit dem Radiosender Monumental 1080 AM, dass im Gesundheitsministerium große Besorgnis über den Bestand an Blutspenden bestünde.

Vargas erwähnte, dass die Situation bereits Auswirkungen auf den geplanten Betrieb habe. „Es wird darum gebeten, keine Operationen durchzuführen, weil wir die Menschen nicht dazu bringen dürfen, ohne Blutreserven operiert zu werden“, beklagte sie sich.

Die Ärztin wies auf zwei Hauptursachen hin. Zunächst bezog sie sich auf die Feiertage: „Wir sind in der Saison, in der viele Spender für einen Urlaub das Land verlassen oder andere Aktivitäten durchführen, sodass sie nicht Blut spenden können“, erklärte er.

Als zweiten Faktor wies sie auf die derzeitige Dengue-Epidemie hin, die es Menschen auch für eine gewisse Zeit unmöglich mache, Blut zu spenden.

Angesichts dieser Situation appellierte sie an die Solidarität und forderte, dass mehr Menschen freiwillige Blutspender sein sollten. „Die Blutspende liegt in der Verantwortung aller Bürger“, sagte Vargas.

Sie betonte, dass es notwendig sei, mindestens 18 Jahre alt zu sein und man bis zu einem Alter von 65 Jahren Blut spenden könne. Männer dürfen dies alle drei Monate und Frauen alle vier Monate, so Vargas weiter.

Zur Blutspende können die Menschen das Nationale Hospital Itauguá, das Hospital de Clinicas Hospital oder das Nationale Zentrum für Blutuntersuchungen, neben dem Trauma Hospital, aufsuchen.

Es wird geschätzt, dass das Land mehr als 100.000 Blutspender benötigt, um die Mindestnachfrage zu befriedigen, eine Zahl, die aber nicht erreicht wird.

Wochenblatt / Ultima Hora

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5 Kommentare zu “Mangel an Blutspenden löst bei den Gesundheitsbehörden Alarm aus

  1. Interessant wäre zu wissen, ob bei langfristig geplanten OPs, bei denen die Wahrscheinlichkeit groß ist, das Blutzufuhr nötig ist, auf Eingenblut der zu operierenden zurückgegriffen wird. Blutspende ist ein riesengroßes Geschäft mit dem schon das Rote Kreuz viel Geld verdiente. Die Spender bekommen kein Geld und die Organisation verkaufte es für viel Geld. Mit Fremdblut ist die Gefahr groß, dass Krankheiten übertragen werden. So kam es schon zu Fällen, in denen Hepatitis oder Aids im Blut der Spender waren und auf den Empfänger übertragen wurden. Wahrscheinlich gibt es jetzt in Paraguay eine große Aktion zur Aufforderung zur Blutspende. Könnte der Pfarrer ja auch gleich von der Kanzel mitmachen, wenn er schon wegen Dengue zu den Gläubigen spricht.

    1. Eigenblut kann leider nur bis ca einem Monat vor der OP gespendet werden, weil Blut nicht unbegrenzt haltbar ist. Auf die Idee mir Eigenblut einlagern zu lassen war ich vor Jahren auch schon gekommen und wurde enttäuscht.

  2. in Deutschland war ich regelmäßig Blut spenden. Prinzipiell eine gute Sache.Auch für den eigenen Körper gut.
    Kennt jemand die Bedingungen hier ? In Deutschland musste ein Fragebogen ausgefüllt werden, dann wurde eine Blutprobe genommen (Alkohol, Zucker und Eisenwerte) und los gings. Dann gabs 40 Euro. Solange die hygienischen Bedingungen stimmen, würde ich auch kostenlos spenden, aber wenn ich dann erfahre, das die Blutspenden zu horrenden Preisen weiter verkauft werden (siehe auch DRK) …

    1. Als ich vor 12 Jahren aufgehört habe, Blut zu spenden, weil ich nach py umgesiedelt bin, also das heißt als ich anfing, gab es noch 50 DM, dann im laufe der Zeit, gab es 25 DM, nach der Euro Einführung, 5 € und ein Frühstück, 2 belegte halbe Brötchen und ein Kaffee. 1 Jahr später nur noch ein Kaffee und 2 belegte halbe Brötchen. 2007 war ich das letzte mal spenden, die großen “ Buddybuilder“ große Klappe, wurden dann auf einer Liege in den “ Frauenruheraum“ geschoben, um sich zu erholen.

    2. Also ich und mehrere Freunde haben mal Blut gespendet, weil einer guten Freundin eine Operation bevorstand. Es war Alles so, wie ich es aus D kenne. Unbedenklich. Einer war dabei der hatte Dengue, ohne es zu wissen.

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