Mangelndes Umweltbewusstsein

Asunción: Ein fertiges Abwassersystem wurde in dem Stadtviertel San Jerónimo installiert. Die Anwohner werfen den Müll trotzdem in die Gullys und Bäche. Es mangelt an einem Bewusstsein für die Umwelt.

2013 wurde San Jerónimo als Touristenviertel in einen Prozess mit einbezogen, der dazu führte, dass hohe Investitionen erfolgten. Viele Häuser und Geschäfte erlebten eine Renovierung.

Das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) schaffte es, wenn auch ein Widerstand der Bewohner erfolgte, viele infrastrukturelle Projekte voran zu treiben. Oberleitungen verschwanden und wurden unterirdisch verlegt, Wasserleitungen und die Kanalisation sind komplett erneuert.

Der Verbesserungsprozess in San Jerónimo wird aber beeinflusst: Durch die Verantwortungslosigkeit der Menschen. Es sind sicherlich nicht alle, aber viele Bewohner respektieren nicht einmal Mindestvorschriften. Abfälle, werden wie immer, auf die Straße geworfen, obwohl Mülltonnen vorhanden sind. Im Fluss Jaen, der durch das Stadtviertel fließt, landen Windeln, Büchsen und weiterer Unrat. Noch dazu leiten viele Anwohner immer noch ihre Abwässer illegal in den Bach.

Edgar Galarza vom MOPC kann auch nur den Kopf schütteln. Er sagte, dass alle Kanalanschlüsse verlegt worden seien um so die Umweltstandards zu erfüllen. Er versteht nicht warum die Menschen immer noch ihre illegalen Verbindungen nutzen würden.

Drei Milliarden Guaranies wurde für besserte Straßen- und Fußgängerwege investiert. Die historische Atmosphäre in San Jerónimo wurde aber weitgehend erhalten.

Anwohner wiederum berichten, die Müllabfuhr würde seit mehr als einer Woche nicht funktionieren. Nun setzt die Gemeinde ein anderes Fahrzeug ein, weil der LKW zu groß für die schmalen Straßen in dem Viertel ist.

Quelle: ABC Color

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6 Kommentare zu “Mangelndes Umweltbewusstsein

  1. Ja und das ist nicht nur dort so alle Bäche oder Strassenränder sind mit Muell ich verstehe nicht es wird nur geredet warum werden keine Strafen angesetzt gestern habe ich gesehen wie aus dem Bus eine Dose viel polizei stand gerade nicht das sie es getroffen hätte es passiert nichts in der heutigen Zeit mit Technik wäre der bei der nächsten Stelle rausgezogen und Strafe aber denen ist das alles egal

    1. Nach meinen Beobachtungen fehlen den Paraguayern jegliches Bewußtsein für Umweltverschmutzung und Sauberkeit – höchsten in den eigenen vier Wänden. Beinahe überall wo sie sich bewegen wird Müll hinterlassen. Für ordentliche Menschen eigentlich unverständlich, aber gleichzeitig auch ein Beweis für den ausgeprägten Egoismus in dieser Kultur. „Hauptsache ich bin den Dreck los, sollen andere sehen wie sie damit zurecht kommen“! Umweltschutz fängt in der Kindheit an und sollte zum Pflichtfach in allen Schulen eingeführt werden. Doch können die Lehrer Vorbilder sein, wenn sie selbst zu dieser allgemein üblichen Verschmutzung daheim und in ihrem Umfeld beitragen? Manchmal denke ich:“HOFFNUNGSLOSER FALL!“

  2. Es muss massiv aufgeklaert werden. Den Leuten muss es richtig eingehaemmert werden. Plakatwerbung, Werbespots, die volle Droehnung. Neben jedem Bild einer Frau in Bikini ein Bild wie das obige oder das bekannte Bild von der toten Taube , die an Muell krepiert ist.
    In den Elendsvierteln sollten an jedem zugaenglichen Punkt Container gestellt werden, damit die Leute da wenigstens ihren Muell entsorgen.
    Die Fiscalia Ambiental muss von oben unter Druck gesetzt werden und mehr Erfolge verzeichnen. Ansonsten muessen Koepfe rollen.

    Nur wenn man streng mit den Leuten und auch bestraft, tritt ein Lerneffekt ein.

    1. Philipp, alles richtig. So würde das in einem ordentlichen Staat auch funktionieren. Aber in Paraguay? Es fehlt quer durch alle Bevölkerungsschichten am Umweltbewußtsein und an Einsicht. Thema IGNORANZ! Das betrifft selbstverständlich auch die Personen die über entsprechende Aufklärungskampagnen und organisatorischen Maßnahmen zu entscheiden hätten. Das betrifft ebenso die Zeitungen und FS-Anstalten, die von sich aus Aufklärungsarbeit betreiben könnten. Warum tun sie es nicht? Das betrifft Busunternehmungen, die in ihren Bussen entsprechende Plakate kleben könnten und es zugleich unterbinden müßten, daß fliegende Händler zusteigen können, deren Waren Verpackungsmüll hinterlassen (Getränkebecher, Chipatüten u.a.) Das betrifft die Kommunen, die mit hohen Bußgeldern das Wegwerfen von Müll unter Strafe stellen. Ich habe es an anderer Stelle schon ausgedrückt: EIN HOFFNUNGSLOSER FALL!

      1. Eigeninitiative betreiben ist den meisten Paraguayer ein absolutes Fremdwort.
        In einigen Bussen in Asuncion werden ja auf Bildschirmen diese daemlichen Sketche und Werbung in Dauerschleife gezeigt. Da waere es sinnvoll aufzuklaeren. Von den Busunternehmen erwarte ich hier bloss nichts. Steht ja schliesslich nicht in den „Terminos de Referencia“ im Contrato drin.

        Und die Fernsehanstalten muessen nicht nur berichten, wenn wieder ein Kanal mit Muell gestopft ist, sondern auch mal AUFKLAEREN! Das ist alles nicht so schwer, man muss nur wollen.

  3. bei mir auf dem tereno wurde von den companereos auch immer der Müll einfach hingeschmissen. Ich habe dann gelegentlich den Müll vor ihren Augen eingesammelt. Seither lassen sie das sein. Haben wohl gemerkt, dass der Aleman keinen Müll auf seinem Grundstück haben möchte

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