Mann wird von Angetrunkenem überfahren, die Staatsanwaltschaft verhilft Fahrer zur Freiheit

Asunción: Am 17. Januar dieses Jahres wurde Rubén Nicolás Fernández Cañiza (23) von Mauricio Matías Gulino Lird (27) auf der Avenida Perú überfahren. Danach floh er. Später stand fest, dass er alkoholisiert war. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt nun das Opfer.

Die Familie des Opfers ist am Boden zerstört und fassungslos über das Verhalten der Staatsanwaltschaft, die einem betrunkenem Fahrer, der das Leben ihres einzigen Sohnes auf dem Gewissen hat, die Freiheit schenken. Gulino Lird fuhr laut Zeugen mit einem Hyundai Santa Fe mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Avenida Perú. Ein Zeuge, der den Unfall sah, verfolgte den Flüchtigen und sorgte dafür, dass er später einen Atemalkoholtest machen muss, welcher mit 0,04 Promille zwar gering ausfiel aber damit bestätigt wurde, dass im alkoholisierten Zustand fuhr.

Fernández Cañiza, der eben erst ein Studium für Wirtschaftswissenschaften in Rio de Janeiro erfolgreich abschloss und kaum drei Wochen wieder im Land war, wurde nach dem Unfall ins Notfallkrankenhaus gebracht, wo er jedoch nach wenigen Stunden verstarb. Staatsanwalt Oscar Delfino erbat nun die endgültige Entlastung des Angeklagten wegen Fahrerflucht, Fahren unter Alkoholeinfluss und Totschlag, anscheinend ohne die Bänder der Überwachungsvideos gesehen zu haben, wo man erkennt mit welcher Geschwindigkeit Gulino Lird in der Stadt unterwegs war. Mit dieser Entscheidung kommt es zu keinem Prozess und der Tod des Opfers bleibt ungesühnt.

Wochenblatt / Hoy / Twitter

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11 Kommentare zu “Mann wird von Angetrunkenem überfahren, die Staatsanwaltschaft verhilft Fahrer zur Freiheit

  1. Das ist eine Sauerei…
    Solange es mir möglich ist, will ich hier alles ohne den Staat klären. Hier gewinnt wirklich immer der, mit dem meisten Geld, besten Kontakten oder größten Durchhaltevermögen; obwohl letzteres eher selten gewinnt.

  2. Die covid logik wird vorbereitet. Nach der gibt es keinen verkehr mehr, muss verboten werden. Damit gibt es diese probleme nicht mehr. Das höchste der gefühle wäre ein elektrisches auto auf schienen, aber sieht nicht gut aus.

  3. Da hat der Todesfahrer das nötige Vitamin B gehabt. Beziehungen sind das A und O in diesem Land. Recht bekommt der dickere Geldbeutel oder der mit den besseren Beziehungen. Tragisch aber leider an der Tagesordnung hier.

  4. wenn ich eltern des verstorbenen wäre würde der richter keine nacht mehr ruhig schlafen können bzw würde sich 5x umdrehen bevor er über die strasse geht weil könnte da schnell von einem scania überrollt werden. aber vermutlich hatte der alkifahrer die richtigeren parteiamigos die noch eien gefallen gut hatten.

  5. Ein Arbeitskollege von mir kannte einen paraguayischen Austauschstudenten in Deutschland, der wohl auch jemanden totgefahren hat und zugab, auch nicht belangt worden zu sein.
    Eines der vollkommen verzogenen Söhne reicher/einflußreicher paraguayischer Eltern, die straffrei ausgehen.
    Es gab ja schon mehrere Fälle dieser Art in Paraguay.
    Für die Familie des Opfers,die sicher Hoffnungen auf eine gute Karriere ihres Sprößlings hofften, ist das wirklich brutal. Man kann nur hoffen, dass sich viele mit ihnen solidarisieren und einen Prozess doch noch in Gang bringen.

  6. Gepäckträger bei der DDR-Reichsbahn

    Der bekommt also nicht einmal einen Eintrag ins Strafregister wegen Fahrerflucht oder Fahren im angetrunkenen Zustand im Lande 0 Promille erlaubt? Naja, ist ja nix passiert. Ist ja auch logisch man! Nix ist unmööglisch im Lande der unbegrenzten Bescheuertheiten mit noch unbegrenzteren Insassen. Dachte auch, dass es nix unendlicheres als Unendlich gibt. Hier kann man des Besseren belehrt werden.

  7. Ok, ich muss sagen, 0.04 Prozent ist kein Alkohol, es reicht eine Zigarette zu rauchen, oder einen Fruchtsaft trinken, danach hat man die Prozentzahl. Da muss das Meßgerät ja ausnahmsweise funktioniert haben, sonst fangen die Geräte bei 0,5 an anzuzeigen. Aber egal, er hat einen getötet und besitzt nicht einmal Schuldbewusstsein um das mit der Familie zu klären. Aber das jetzt dem Opfer die Schuld zugesprochen wird, geht nur in PY.

  8. Man weiß natürlich nicht, wie das in Py üblig ist, aufs Handy starren, Musik im Ohr und los schlappen, egal ob was kommt oder nicht. Aber er hätte nicht fliehen dürfen und das macht Ihn schuldig.

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