Mauerbau an der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay vorgeschlagen

Brasilia: Der brasilianische Abgeordnete von der Sozialen-Liberalen Partei (PSL), Márcio Tadeu de Lemos, schlug vor, an der Südwestgrenze Brasiliens mit Paraguay eine “sehr hohe Mauer” zu errichten, um Waffenhändler und Schmuggler zu blockieren.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Nachbarland so eine Absicht verfolgt.

Der Abgeordnete Tadeu de Lemos sprach über den Beginn einer “harten und drastischen” Reorganisation von Politik und Gesellschaft, die bereits in Brasilien begonnen hat. Zu seinen Vorschlägen gehört der Bau einer Mauer an der brasilianischen Grenze mit Paraguay.

Der 53-jährige Ex-Soldat aus São Paulo wurde von der britischen Zeitung The Guardian interviewt. Dabei sagte er, dass die Reduzierung der Kriminalität eine der obersten Prioritäten von dem Präsidenten Jair Bolsonaro sei. Brasilien hatte im vergangenen Jahr eine Rekordzahl von 63.880 Morden aufgewiesen.

Im Interview schlug Tadeu de Lemos sogar vor, “eine sehr hohe Mauer” entlang der südwestlichen Grenze Brasiliens mit Paraguay zu errichten, um Waffenhändler und Schmuggler zu blockieren.

Diese Idee ähnelt sehr einem der umstrittenen Wahlversprechen des US-Präsidenten: Dem Bau einer Mauer, die die südliche Grenze der USA von Mexiko trennen wird.

Brasilien hatte bereits 2007 den Bau einer Mauer bei Ciudad del Este angekündigt. Die Kosten wurden auf 2,75 Milliarden USD geschätzt.

Die Mauer aus Stahl und Beton sollte um die Freundschaftsbrücke gebaut werden, die Ciudad del Este und Foz de Yguazú miteinander verbindet, als Option, den Schmuggel aus Paraguay zu stoppen, aber das Projekt kam nicht voran.

Auf der anderen Seite erwähnte der Anti-Drogen-Staatsanwalt Hugo Volpe, dass Geheimdienstberichten zufolge brasilianische kriminelle Gruppierungen Operationszentren in Paraguay und Bolivien errichten wollen.

Diese Situation ist darauf zurückzuführen, weil kriminellen Banden Angst davor haben, dass mit dem Sieg des rechtsextremen Bolsonaro sie stärker strafrechtlich verfolgt werden könnten.

Wochenblatt / Ultima Hora

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5 Kommentare zu “Mauerbau an der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay vorgeschlagen

  1. Mauerbau?…hahaha, das hat ja auch sonstwo immer so prima funktioniert? Zudem, so eine Mauer von Paraguayern erbaut, wird ja bekanntermassen gleich vom nächsten Lüftchen umgeweht, wegen Superhandwerker?

    1. Die Brasilianer wollen die Mauer und dürften sicher keine Aufträge an paraguayische Firmen vergeben.
      Wenn Ciudad del Este vom Schmuggel nach Brasilien abgeschnitten ist, wird dort der Pleitegeier reiche Beute finden.

  2. Es kommt darauf an wie es gemacht wird. Die chinesische Mauer steht heute noch und wäre auch noch funktionstüchtig. Die Berliner Mauer stürzte auch nicht ein.
    Heute geht es mehr um die Rechtslage und die würde sagen, dass da eine Tür dabei sein muss, die man im Notfall öffnen kann und derjenige, der Notfall schreit, ist 100 % ehrlich. Bei den Banken ist es auch so, dass das Bargeld in den Filialen herumliegt, weil nur der Geld nimmt, der wirklich in Not ist. Politisch korrekter Humanismus eben. Der ist aber heilbar wie man den Aussagen Bolsonaros entnehmen kann.
    Es geht also nicht um die Mauer, die kann jeder bauen, auch so dass sie hält. Bei einem wichtigen Projekt, würde das auch funktionieren. Wenn die paraguayische Elite sich eine Villa bauen lässt, so passt auch alles. Lediglich bei der Allgemeinheit wird dann gepfuscht.
    Bei der Mauer geht es rein darum wie bewacht und kontrolliert wird und damit sind wir bei der selben Thematik wie in Europa oder jetzt USA Mexiko. Das ist wohl auch der Grund warum die Links Neoliberalen so springen. Diese wissen selbst, dass man Grenzen locker überwachen kann, aber dann ist das Geschäftsfeld weg.

  3. In Brasilien werden täglich etwa 175 Menschen ermordet. Es ist deshalb den Herren de Lemos und Bolsonaro hoch anzurechnen wenn sie durch den Bau von Mauern zur Sicherheit Paraguays beitragen wollen. Um die Kosten zu senken, sollten sie in Berlin anfragen um Reste der Mauer billig aufzukaufen. Der größte Teil dieser Mauer wurde ja leider schon für Israels Mauerbau im Rahmen der Wiedergutmachung geliefert.

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