Mehr als 20.000 Betroffene durch Unwetter

Asunción: Sechs schwere Unwetter haben mehr als 20.000 Menschen in Not gebracht. Allein gestern und am Dienstag wurden vierhundert Häuser in Itapúa und Caaguazú beschädigt. Im Folgenden ein kleiner Auszug über die Situation im Land.

Vor allem im Süden von Paraguay konzentrieren sich die Unwetter und bringen viele Bewohner in eine Notlage. Noch dazu beruhigt sich die Wetterlage kaum. Das Notstandsekretariat SEN kann so schnell gar nicht allen Betroffenen Hilfe leisten. Noch dazu gibt es Probleme beim Nachschub. Blechplatten sind Mangelware, sogar Privatleute könne nur bedingt welche kaufen.

In San Miguel, Misiones, fiel Hagel. 250 Familien traf es schwer. „Der Hagelschlag hat das ganze Dach zerstört. Ich sitze mit den Kindern unter einer Plane. Alle frieren und wir können kein Feuer machen für warme Mahlzeiten“, sagte Pánfila Samudio aus San Miguel. Andere Bewohner erklärten, wer politische Beziehungen habe bekäme eher Hilfsgüter als andere.

In Ñeembucú rissen starke Winde zwei Hochspannungsmasten des staatlichen Stromversorgers ANDE um. Ein Großteil von dem Departement war ohne Energie für lange Zeit, darunter auch die Stadt Pilar. Der Mangel an Strom lähmte ein Großteil der wirtschaftlichen Aktivitäten. Mithilfe von Notstromaggregaten konnte die ANDE aber 80% von Pilar wieder versorgen. Vor allem Krankenhäuser, Gesundheitseinrichtungen und Trinkwasserversorger waren priorisiert worden.

Jedoch nicht nur die südlichen Landesteile sondern andere Departements litten unter den schweren Wetterbedingungen. In Villarrica, der Hauptstadt von dem Departement Guairá, setzten die andauernden Regenfälle viele Hauptstraßen unter Wasser. Die Wut der Bevölkerung entfachte sich, weil in dem Stadtviertel Ybaroty keine endgültige Lösung für eine Kanalisation gefunden wird.

In Mauricio José Troche (Beitragsbild) stehen viele Häuser unter Wasser und es werden von Stunde zu Stunde mehr.

Am Mittwoch kam es bei einem heftigen Gewitter zu einem Blitzeinschlag in Valenzuela, Cordillera. Dabei musste ein neunjähriger Junge sein Leben lassen.

Die Mutter von dem Verunglückten, Daniela Lezcano, berichtete, dass “der Sohn unter einem Baum Schutz suchte. Der Blitz schlug in den Baum ein und tötete das Kind“.

Wochenblatt / Ultima Hora

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