Das Goldfieber weitet sich aus

Kolonie Independencia: Das Goldfieber in Paso Yobai zieht Kreise und greift auf die Kolonie Independencia über. Das Naturschutzgebiet Ybytyruzú ist in Gefahr. Behörden versuchen gegenzusteuern.

Damit nicht solche informellen Zustände wie in Paso Yobai passieren, bei denen auf die Umwelt kaum Rücksicht genommen wird, erfolgt ein Seminar über die Bergbautätigkeit im Goldsektor. Es findet am Samstag, den 28. Oktober, von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr im Ortsteil Melgarejo der Kolonie Independencia statt. Die Veranstaltung findet in der Halle der Gemeinde statt.

Referenten aus dem Bereich der Assoziation für wirtschaftliche Aspekte im Ybytyruzú Nationalpark, Vertreter aus den Gemeinden Independencia und José Fassardi sowie Sozialwissenschaftler analysieren die Lage im Goldabbau.

In den Cordillera del Ybytyruzú, die sich über die Bezirke von Independencia, Ñumi, Fassardi, Eugenio A. Garay, Villarrica und Mbocayaty in Guairá erstrecken, gibt es ein Schutzgesetz Nr. 5399. Jeder Bergbau in der Zone muss von dem Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) genehmigt werden. Zudem dürfen nicht mehrere Projekte gleichzeitig erfolgen.

Seit Jahren steigt aber, insbesondere im Naturschutzgebiet Ybytyruzú, die Minnetätigkeit, vor allem nach Gold, an. Sie verursacht Umweltschäden, wie in Paso Yobai. Dort wird zur Gewinnung von Gold Quecksilber verwendet, das Bäche und Quellen kontaminiert.

Das Fieber nach dem Edelmetall greift nun auf neue Gemeinden im Umkreis des Ybytyruzú Nationalparks über. Es ruft Bedenken der Einwohner hervor, dass die natürlichen Ressourcen der Gier nach Gold zum Opfer fallen.

Das Seminar soll die Öffentlichkeit in der Region aufklären und die Gesetze in dem Bereich aufzeigen. Der Eintritt ist frei und für alle Interessierten offen.

Wochenblatt / Ultima Hora / Base

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