Mehr Details zur Entführung in Colonia Independencia

Colonia Independencia: Der Nachbar des Entführungsopfers, Claus Escher, sprach am Montagmittag über den in Independencia, Departement Guairá, entführten südafrikanischen Staatsbürger, der als Daniel Christiaan Bruewer Coetzee, 75 Jahre alt, identifiziert wurde.

Der Mann steht der Familie des Opfers nahe, die einen Teil seines Grundstücks für den Maisanbau gepachtet hat, und erwähnte, dass er die Entführung den Behörden gemeldet habe.

“Das Opfer schreibt für Zeitungen in Afrika und verpachtet gleichzeitig sein Land, das mehr als 50 Hektar groß ist, für unser Unternehmen. Wir geben ihm den gesamten Mais, weil wir in der Nähe eine Schweinefarm haben und viel Futter brauchen, also produzieren wir alles selbst und er vermietet es uns”, erklärt er.

Die Ermittlungsbehörde für strafbare Handlungen in Guairá teilte in ihrem Bericht über den Fall mit, dass es sich bei der entführten Person um den Besitzer eines 100 Hektar großen Grundstücks in Independencia handelt, von dem er am Sonntagnachmittag bei einem Routinespaziergang entführt wurde.

“Sie sind äußerst friedlich, sie mischen sich nirgendwo ein, sie leben hier und nehmen an den Versammlungen des Clubs und an gesellschaftlichen Veranstaltungen teil. Sie erheben nie ihre Stimme oder stören”, sagte das Familienmitglied über die Familie des Opfers.

José Resquín, der Bürgermeister von Independencia, erklärte gegenüber Radio Monumental, dass der südafrikanische Staatsbürger ein Schweinezüchter in der Gegend ist und eine Schweinefarm besitzt.

Der Bewohner, der mit den Medien sprach, sagte, dass er ein “sehr gebildeter” Mann sei, der nur eine Tochter habe, die den Hof bewirtschafte und Schweine züchte. Der 75-Jährige lebt mit seiner zweiten Frau zusammen. In seiner ersten Ehe war er Witwer.

In dem Ortschaft Independencia wird gemunkelt, dass Claus Escher das Ziel der Entführer war. Auf Nachfrage erklärte er lediglich, dass er in der Region eine öffentliche Person sei.

“Wir sind Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und arbeiten an verschiedenen Orten zur gleichen Zeit. Wir helfen unserer Gemeinschaft. Ich arbeite seit 35 Jahren in diesem Unternehmen”, fuhr er fort.

Nach seiner Schilderung ging der Mann spazieren, und irgendwann erhielt seine Frau einen Anruf, in dem ihr eigener Mann sie bat, eine Geldsumme für sein Lösegeld bereitzulegen, weil sie ihn sonst umbringen würden.

“Dann rief die Frau ihre Tochter an, und ihre Tochter rief mich an, und ich konnte ihn nicht finden”, fügte er hinzu.

Er sagte, das Ganze sei am Sonntag gegen 19.45 Uhr passiert und er habe dann die Behörden informiert. Die Anti-Kidnapping-Abteilung der Nationalpolizei und die Staatsanwaltschaft unter der Leitung von Staatsanwalt Federico Delfino begaben sich in das Gebiet, um weitere Informationen zu erhalten.

Nach Angaben von Anwohnern ist von einer Lösegeldforderung in Höhe von 300.000 US-Dollar die Rede. Die Behörden haben eine Bestätigung dieser Informationen und weitere Einzelheiten zurückgehalten.

Wochenblatt / Última Hora

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8 Kommentare zu “Mehr Details zur Entführung in Colonia Independencia

  1. Ich möchte mal wissen, wie sich die Erpresser das so vorstellen, wie man, selbst als wohlhabende Person, mal auf die Schnelle 300.000 $ in Bar flüssig machen soll. Auch Reiche haben nicht 300.000 in Bar. Sondern das Geld ist angelegt, in Mobilien und Immovilien und Betrieben. Vielleicht auch in Kunstgegenstände oder vertraglich längerfristig gebunden.
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    Und man kann auch nicht in eine Bank gehen und 300.000 $ abheben. Das ist so viel, wie ca. 10 durchschnittliche Bankfilialen an Barreserven verschiedener Währungen, aber hauptsächlich in Guaranis vor Ort haben, um ihr tägliches Geschäft abzuwickeln. In Guaranis sind das zwei dicke Pilotenkoffer voller Geld. In Dollar immernoch ein Aktenkoffer voller Geld. Wo soll man das auf die Schnelle her bekommen?
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    Ich erinnere mich, wir, meine damalige Frau und ich hatten vor ca. 25 Jahren in einer Eigentumswohnung gewohnt und in der Wohnung unter uns wohnte eine asoziale Familie. Die Frau hatte meiner Frau immer in der Waschküche die Wäsche geklaut. Also wirklich Asoziale, aber Deutsche….ausnahmweise. Auf jeden Fall, ihr intelligenter Mann hatte damals eine Bank ausgeraubt, direkt in unserem Stadtteil, in Fußmarschreichweite. Stand sogar in der Zeitung. Und nur ein paar Stunden später stand die Polizei vor der Tür und hat ihn festgenommen. Er schien keinen guten Plan gehabt zu haben.
    Lange Rede kurzer Sinn: der Bargeldbestand der Bank den er erbeuten konnte betrug knapp 35.000 DM.
    Ich denke, dass der Bargeldbestand heutzutage noch geringer ist, weil immer mehr online abgewickelt wird und beim Einkaufen mit Karte bezahlt wird.
    Das hat sich hier noch nicht in dem Maße durchgesetzt wie in D, aber auch hier ist der Bargeldbestand sicher rückläufig.

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    1. Guter Kommentar. Genau so ist das. Auch eine schöne sich tatsächlich ereignete Geschichte mit dem Bankraub. MUSS man miterlebt haben. Sind bestimmt mit dem Überfallkommando gekommen. Da ist man im ersten Moment sicher etwas kribbelig, was man denn wieder angestellt haben soll.
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      Ich habe mir auch schon Gedanken über deine Kommentare und Finanztipps gemacht. Finde ich übrigens toll wie du das machst (Geld anlegen, damit es arbeitet), vor allem da du als Selbständigerwerbender keine oder nur Minimalrente erhalten wirst.
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      Eben, ich habe mir gedacht, wie das so ist als Arbeiter bei dir. Und bin zum Schluss gekommen, dass ein Arbeiter gar nicht weiß, dass du auch sparsam bist und Geld in Wertpapiere anlegst. Ich denke, der einfache Arbeiter kommt zum Schluss, dass der Patron ein Geizhals ist und alles was er hat allein auf seiner Arbeit beruht. Der Patron also ein Heidengeld verdient, mit den Produkten, wofür der Arbeiter sich bei oft sehr heißem Klima abfackert. Die wissen ja gar nicht, dass Aktien oder Staatsanleihen auch Dividenden/Zins abwirft und du solche besitzt. So entsteht natürlich Neid, der unbegründet ist. Denn das ist sicher nicht so einfach, auch im Paragauy, zu verdienen als Produzent, denn ich denke, dass das meiste Geld die Supermärkte einheimsen.
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      Ich denke, die Entführer hoffen darauf, dass die Familie des Opfers genügend Freunde hat, die sie anpumpen können, wovon jeder etwas Plata flüssig hat, bis sie ihre festen Anlagen haben flüssig machen können. Wenn sie überhaupt haben. So auf die Schnelle geht das wirklich nicht.

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      1. Zitat: “Sind bestimmt mit dem Überfallkommando gekommen. Da ist man im ersten Moment sicher etwas kribbelig,”
        Ich habe davon nichts mitbekommen, weil ich nicht zuhause war. Habe zu der Zeit, nach meinem Studium, noch als angestellter Betriebsberater im Marketing gearbeitet, bis ich das Geld, Idee und Gelegenheit zu meinem Nachtclub hatte. Meine Frau hatte mir davon erzählt und am nächsten Tag habe ich es in der Zeitung gelesen.
        Ich hatte ihm das jetzt auch nicht zugetraut, dass er eine Bank ausrauben würde. Ich dachte das sind nur ein paar Bekloppte, die unsere Post und Wäsche klauen.

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      2. Die Eigentumswohnung hat heute übrigens meine Exfrau. Das war das erste Mal, dass man mich in den A**** gef**** hat. Klug wie ich bin, habe ich den Fehler zu heiraten nochmal gemacht.

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      3. Ist mir auch schon passiert @Onkel Nick. Nach dem ersten Fehler denkt man: nie wieder. Und doch braucht es manchmal zwei Mal. Dafür hat es das schönste Geschenk auf Erden gegeben, ohne es zu erleben, das Leben nicht lebenswert wäre und ohne dieses Geschenk dir wahrscheinlich nie ein Gaul auf den Fuß gestanden wäre 🙂

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    1. Neues Glück. Also mit solchem Kinderpipikram wie hierzulande musste ich mich mein Leben lang nicht herumschlagen (10x wohin wackeln, bis endlich das hast, was wolltest, haben kein Systema oder MUSS nachgerepariertbastelt werden, besser wegwerfen und neu kaufen, bevor es einer von hier anfasst…, sagt, dann sei offen, ist aber zu um diese Uhrzeit, dann ist offen, aber anderweitig vermietet, weil mehr Plata…, Weichspüler in den Zement, weil einer seine Kacke abfackeln musste und wenn Luft wieder einigermaßen rein, Zement fast hart, Weichspüler hilft ein wenig…, Polizei, dümmer als die Polizei erlaubt…, zwei und vierbeinige Rindviecher auf der Straße (Rinder, Ziegen, Hühner, Entchen und ddR)…, Möfifahrer zu fünft mit Billigpolarbierbücksenpacks aufm Gepäckträger, dafür Fosforito auf Lenker und Mama mit Regenschirm gegen die Sonne, Pizzeria mit Brot-Teig (noch nie ne Pizza mit Base, wie es der Italiener macht, bekommen…., mit Gehörschutz und Gasrüssel durch den eigenen Vorgarten robben, weil einer wieder alto Nivel de Ormones hat)…, Pizza essen, wenn 2 Meter nebenan einer anfängt bei laufendem Motor seinen LKW zu reparierbasteln, gepaart mit plötzlich auftretender Müllabfackelluft…, irgendwelche Läden, die Betonklötze auf die öffentliche Straße stellen, damit beim Parken bestimmt ne Beule holst…). Ach komm, lassen wir dat, sonst werde ich mit meinem Kommentar nie fertig (Beispiele bis 10.000 erspare ich uns). Von welchem letzten pfeifenden Loch aus einem zivilisierten Land MUSS man eigentlich kommen, um sich hier sauwohl zu fühlen. Und dann will mir noch jemand Blumen schenken. Ist auch wieder so etwas, was mir nur einer im Paraafrika schenken will. Was soll ich wieder mit dem Mist. Die Müllabfuhr nimmt kein Glas, Flashl, toten Hund, Leuchtstoffmittel oder Grüngut, weil sich ein ähm Arbeiter verletzten könnte. Dann müsste ich den Mist abfackeln. Nö, für solch Glück habe ich einfach keine Zeit.
      Seit Paraafrika habe ich die Hälfte meines Lebens mit irgendwelchem Schissendreck verbracht, wovon man in zivilisierten Ländern nicht einmal träumt, dat es so Bescheuertes überhaupt gibt. Mich mit Ausgeschwuddeli-Hui-120dB der EInheimischen herumzuschlagen, oh mein Gott. Ein Paso vorwärts, drei Pasos zurück.

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