Mehr eingetragene Wähler als Einwohner

Nanawa: In der Stadt Nanawa, ehemals Puerto Elsa, im Departement Presidente Hayes, tritt eine ziemlich eigenartige Situation auf. Es gibt mehr eingetragene Wähler als Einwohner in der Gegend.

Der liberale Politiker Enrique Mineur deckte den Fall auf und zeigte ihn beim Obersten Wahlgericht (TSJE) an, erhielt aber noch keine Antwort.

Etwa 45% der Wähler leben nicht in der Stadt. Dies bestätigte auch die Generaldirektion für Statistik, Erhebungen und Zählungen (Dgeec) nach einer internen Untersuchung.

„Die Gesamtbevölkerung in Nanawa beträgt 5.920 Einwohner. Es gibt nur ein einziges Wahllokal. Für die Präsidentschaftswahlen im April existieren 33 Tische, weit über der Einwohnerzahl. Mehr als 6.500 Wähler sind eingetragen“, sagte Mineur.

Der Politiker wies darauf hin, dass 2.273 Personen jünger als 17 Jahre alt seien und 3.647 Menschen 18 Jahre oder älter seien. Im Prinzip hat sich nun die Wählerschaft fast verdoppelt.

Der große Unterschied zwischen Einwohnern und Wählern rührt daher, weil Bewohner aus der Stadt Clorinda, Argentinien, sich registrierten und die Wahltage in Nanawa verbringen, um dann abstimmen zu können.

Mineur bedauerte es, dass von der TSJE noch keine Antwort zu den Geschehnissen in Nanawa erfolgt sei. „Wir haben bereits mehrfach Anträge gestellt. Man kann nicht die Volkszählung einfach in ein anderes Land übertragen. Wir müssen eine Formalisierung bei der Bewegung von Personen erzielen. Keiner der Wähler wird den normalen Einwanderungsprozess absolvieren. Sie werden mit Booten oder auf anderen illegalen Wegen einreisen um wählen zu können“, erklärte Mineur.

Wochenblatt / Ultima Hora

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