Mennoniten aus Furcht vor EPP weniger produktiv

Manitoba: Die Geiselnahme von zwei Mennoniten durch die selbsternannte paraguayische Volksarmee (EPP) sowie die konstanten Drohungen dieser Gruppe ließ die Produktion in der Zone einbrechen.

Seit der Entführung von Abrahán Fehr im August 2015 traut sich keiner mehr so zu produzieren wie früher. Was im Stadtkern kein Problem ist, wird eines, wenn das Grundstück an einen Wald grenzt.

Die Mehrheit verdiente Geld mit Soja und Mais, einige auch mit Sonnenblumen und Milch. Da laut dem Regelwerk der EPP genveränderte Pflanzen nicht angepflanzt werden dürfen und die Mennoniten Angst vor weiteren Entführungen und Repressalien haben, bricht die Produktion um Santa Rosa de Aguaray und Tacuatí ein.

Am meisten betroffen sind die Kolonien Manitoba, Santa Clara, Río Verde und Nuevo México, wo 80% sich auf Soja und Maisanbau eingerichtet haben. Der Rückgang der Produktion liegt etwa bei 30%.

Während früher die Mennoniten noch vor Tagesanbruch auf dem Feld waren muss jetzt erst die Sonne aufgehen, damit sie furchtlos das Haus verlassen um spätestens 15.00 Uhr wieder nach Hause zurückzukehren.

Um nicht dem Ende entgegenzusehen, haben viele Mennoniten weit entfernte Grundstücke gekauft oder gemietet, wo sie ohne Angst pflanzen und ernten können. Durch die Entfernungen, die der Produzent überwinden muss sinkt jedoch die Rentabilität. Doch ohne weiter zu produzieren, können sie auch nicht die Schulden bei der Bank tilgen. Obwohl die gemeinsamen Einsatzkräfte Schutz geben, sind die EPP Mitglieder in weniger geschützten Bereichen und hinterlassen ihre Schreiben oder attackieren Farmen, was viel Furcht hinterlässt.

Abrahán Fehr wurde im August 2015 entführt während Franz Wiebe am 27. Juli 2016 in die Hände der linksgerichteten Gruppe geriet.

Wochenblatt / Última Hora

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2 Kommentare zu “Mennoniten aus Furcht vor EPP weniger produktiv

  1. Genau das war und ist die Absicht dieser EPP. Die logische Schlußfolgerung daraus ist, wer könnte ein Interesse daran haben, daß sich die Mennoniten aus dem Gebiet zurück ziehen und das Land zu einem Spottpreis verkaufen. Nichts geschieht ohne Ziel und Plan. Im übrigen reklamiert die EPP für sich, einer sozial gerechten Ideologie (Sozialismus/Kommunismus) zu folgen und für „Gerechtigkeit“ der Armen zu kämpfen. So geht das schon immer seit Marx & Lenin. Die einen verbreiten Terror um für „soziale Gerechtigkeit“ zu sorgen – die anderen antworten mit rücksichtsloser Härte. Am Ende leidet immer die Bevölkerung, für die sich ja beide Seiten angeblich nur einsetzen, und jeder schiebt dem anderen für das Leid und Verbrechen die Schuld zu. Daher kann man es schon nicht mehr hören, wenn in diesem Forum immer wieder durch Unbelehrbare Altlinke für LINKS geworben wird und gegen diejenigen, die sich diesem Schwachsinn und Terror (besonders in Südamerika) entgegen stellen, gehetzt wird. Was die Menscheit benötigt sind keine überholten und nachweislich untauglichen Ideologien & Theorien, sondern einfach mehr logischem Verstand, Menschlichkeit & Gerechtigkeit. Doch das ist wohl eher ein Wunschdenken.

    1. Manni,
      Du bringst es auf den Punkt.Man will die Besitzverhältnisse verändern. Es ist sehr wenig wahrscheinlich das es hier
      um eine sozial gerechte Ideologie Sozialismus/Kommunismus geht. Das nehme ich der EPP nicht ab, bei den Verhalten haben die von Marxismus/Leninismus sowenig verstanden wie ein vollgefressenes Schwein von Balettanz!
      Hier möchten einige möglichst billig viel erwerben. Sehe Dich mal um was alles Verkauf steht.
      Die Landlosen Bauern, das gleiche Spiel, schneller Verkauft ist das Land da war.Nach 10.Jahren oder Schwarz oder Verpachtet.

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