Mercosur Doppelmoral bei Paraguay Sanktion

Asunción/Mendoza: Die am morgigen Freitag einberufene Sondersitzung der Unasur nach dem Mercosur Gipfel, soll das Urteil über die politischen Beziehungen zu Paraguay fällen. Anzunehmen, dass es den Mercosur Ländern nur um eine Abmahnung wegen Demokratieverstößen geht wäre vermessen wenn man weiß das Paraguay die Hürde ist, die es zu überwinden gilt damit Venezuela in den Staatenblock aufgenommen wird. Der Präsident Venezuelas Hugo Chávez, der sich wieder verstärkt öffentlich zeigt, erklärte, dass auch er nach Mendoza reisen werde, um an dem Mercosur-Gipfel teilzunehmen.

De Weiteren kam es vorgestern zu einer Mercosur Videokonferenz, an der außer der paraguayische Staatschef alle anderen Vertreter plus China via Internet verbunden waren. Grund der Konferenz und des Besuchs des chinesischen Premierministers in Südamerika ist das Aushandeln einer Freihandelszone mit dem Mercosur. Auch hierbei ist Paraguay das Haar in der Suppe, das temporär suspendiert, viele Probleme lösen könnte. Da Paraguay eines der wenigen Länder ist, welches diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen zu Taiwan pflegt, kann und darf es keine vergleichbaren Verbindungen zu China haben. Die Freihandelszone wird nicht als reines Wirtschaftsprojekt angesehen, da diese zuvor mit Vertretern jedes Landes aushandelt werden muss.

(Wochenblatt)

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10 Kommentare zu “Mercosur Doppelmoral bei Paraguay Sanktion

    1. Der Herr Oblatenpfarrer scheint nicht viel von Politik zu vertehen. Die Zuknft Paraguays liegt nun nicht in den Haenden des Volkes, sondern in den Haenden der Oligarchen, wie gehabt.Zu vernehmen ist, dass der eigentliche Grund fuer den Sturz Lugos in der geplanten Landreform liegt. Die Agrarbehoerde INDERT sollte die Rechtmaesigkeit von privaten Laendereien ueberpruefen, die waehrend der Diktatur von Alfredo Stroessner an Anhaenger dessen Regimes verteilt wurden. Diese tierres mal habitadas machen etwa ein Drittel der fruchtbaren Flaeche aus. Auch der Grossgrundbesitz in Curuguaty, in dem es zu den toedlichen Zusammenstoessen kam, gehoert zu diesen fragwuerdigen Besitztuemern. Eigner des Landgutes ist Blas Riquelme von der Colorado-Partei. Uebrigens: die Geschichte zeigt, dass sich die katholische Kirche weltweit immer auf die Seite der Staerkeren schlaegt.

      1. Möchte doch hier noch eins wieder in Erinnerung bringen.
        Von 1963 bis 2007 verteilte die Regierung im Rahmen der durch Staatspräsident General Alfredo Stroessner eingeleiteten Agrarreform rund 177.000 Bauernstellen auf 3.8 Mio ha . Die Hälfte dieses Landes wird laut Bericht der UNO als Bauernstellen genutzt. Der Rest ist zum Teil in größerer Höfe übergegangen, die Bauern weggezogen, soweit sie es überhaupt in Besitz genommen haben. Ein Großteil dieses Landes ist wieder verwildert und wird nicht bestellt. Diese 3,8 Mio ha waren fast ausschließlich Urwald. Stroessner hatte verfügt, daß wer mehr als 10.000 ha in Ostparaguay und 20.000 ha im Chaco eignete 10% davon in Bauernstellen umwandeln musste.

        Wieviel Bauernstellen hatt der Ex – Präsident Lugo geschaffen ? Weiß das jemand ?

  1. ein interessaner Artikel. Leider kann ich mit Begriffen wie“links“, „linksgerichtet“ oder ähnlichem Unsinn nichts anfangen. Wer diese Begriffe nicht in der Sache definiert verbreitet Klischees und diese verbreiten Vorurteile. Wenn liksgerichtet heißt, daß es sich um einen Politiker handelt, der die Interessen seines Volkes vertritt und zwar im Ausgleich des gesamten Volkes, dann möchte ich nur noch linksgerichtete Politiker in allen Staatsämtern überall auf der Welt. Aber wie unsinnig diese Schubladen von links und rechts sind, sieht man am besten am Beispiel Hitler´s und der NSDAP. Das Programm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter Partei war eindeutig linksorientiert, wie Historiker erst kürzlich bestätigten. Dennoch werden NAZIS als rechtsextrem eingeordnet. Alles völliger Unsinn. Politik ist national wie international nur gut, wenn sie den Menschen dient. Die Politik von Hugo Chavez z.B. dient, das weisen seine Wahlergebnisse eindeutig aus, der breiten Mehrheit der Venezuelaner. Also muß die Politik gut sein für die Menschen dort. Da hat sich ein paraguayischer Politiker genau so heraus zu halten, wie die hiesigen Politiker wollen, daß man sich aus ihren inneren Angelegenheiten heraus hält. Chavez als Hinderungsgrund für die Aufnahme Venezuelas in den MERCOSUR zu nennen, halte ich für unzulässig. Venezuela ist im Übrigen das einzige Land, das die notwendigen Finanzmittel für eine südamerikanische Bank zur Verfüguung stellen kann. Die aber brauchen alle auf diesem Teilkontinent dringend, wenn sie vom IWF und seinen unsozialen Diktaten endlich unabhängig werden wollen.

    1. Linksgerichtet bedeutet, die Mittelschicht bezahlt die Unterschicht, damit die Oberschicht ruhiger leben kann.

      Denken Sie ruhig über diesen Satz in aller Ruhe nach.
      Ganz besonders, wenn sie aus Europa kommen, ein Auto fahren und ein Einkommen jenseits des hiesigen Mindestlohn beziehen. Dann sind sie Mittelschicht.

      Ein Hauptproblem der linken Politik ist weiterhin, daß Ihnen irgendwann das Geld anderer Leute ausgeht (damit ist IHR Geld gemeint).

      Wenn das passiert entsteht eine üble Diktatur der Bürokraten. Müßte aus der Ex-DDR hinlänglich bekannt sein. Eigentum ist ja Diebstahl am Volke, nicht wahr?

      1. Stimmt voll.Aber gewisse sozialistische Träumer werden dies nie anerkennen.Der Mittelstand wird ausgebeutet,mit den Reichen arrangiert man sich und füllt die eigenen Taschen.Gelebter Sozalismus,und wervon so was profitiert hat muss es verteidigen.

      2. Sehr gut formuliert 9mm . Kommunisten /Sozialisten / Linke reden nur vom gerechten verteilen. Vom erarbeiten ist da keine Rede , weil das können diese nicht. Ansonsten seit 1917 nur Chaos in der Welt hinterlassen.
        Allein in DE coop , Neue Heimat und die Ex DDR, Diese Tatsachen sprechen halt für sich.

  2. 9mm: Bingo !

    Und natürlich dient die Politik von Chavez der breiten Masse.
    Er enteignet(e)diejenigen, die sich etwas geschaffen und erarbeitet hatten, um es denen zu geben, die ihr ganzes Leben lang immer nur die Hand aufgehalten hatten.
    So wie es in Deutschland auch zugeht.
    Diejenigen, die arbeiten, werden durch Steuern und Sozialabgaben ausgepreßt wie Zitronen, ihnen bleibt dann am Ende des Monats oft weniger auf dem Bankkonto als denjenigen, die sie mit ihrer Hände Arbeit finanzieren müssen.
    Nämlich diejenigen, die nie in ihrem Leben einen Handschlag getan haben, aber auf Kosten der Allgemeinheit gut leben.
    Und damit meine ich NICHT die ehemaligen Arbeitnehmer, die unverschuldet ( z.B. durch Betriebsschließung oder Krankheit ) arbeitslos geworden sind und anschließend alles verramschen müssen, was sie besitzen, um schließlich auch in Hartz4 anzukommen.
    Es ist doch ganz natürlich,daß die Habenichtse in Venezuela ihren Präsidenten lieben.
    Kleine ( oder große ) Geschenke erhalten die Freundschaft.
    Nur, wie lange wird das noch gutgehen ?
    Wer wird sich denn noch anstrengen wollen, sich etwas erarbeiten, sparen um sich etwas zu schaffen, wenn er nicht weiß, ob es nicht die Begehrlichkeit seines faulen und erfolglosen Mitbürgers weckt, der dann dafür sorgt, daß er enteignet wird, weil er ja „so reich“ ist .
    Es ist schon seltsam, daß Jedem, der sich Eigentum geschaffen hat, unterstellt wird, er sei unrechtmäßig dazu gekommen.
    Jeder sieht nur, was der andere hat, interessiert sich aber nicht dafür, wie er dazu gekommen ist.
    Neid und Mißgunst regieren die Welt.

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