Milch: Kampagne für das “weiße Gold“

Asunción: Entgegen der landläufigen Meinung ist Milch nicht nur ein Grundnahrungsmittel für das Wachstum von Kindern, sondern auch in allen Lebensphasen von Vorteil: Im Jugendalter, während der Schwangerschaft, in der Stillzeit und im Erwachsenenalter. Eine Kampagne soll dem “weißen Gold“ unter die Arme greifen.

Die Kampagne Ñande kamby der paraguayischen Kammer der Milchindustrie (Capainlac) lädt alle Bürger ein, die Vorteile und ernährungsphysiologischen Eigenschaften von Milchprodukten neu zu entdecken. Zum Beispiel ist Kuhmilch eine ausgezeichnete Kalziumquelle.

In nur einem Glas Milch sind 220 mg hoch bio-verfügbares Kalzium enthalten, das heißt es bietet einen Nährstoff, der vom Körper gut aufgenommen und verwendet werden kann. Darüber hinaus enthält Milch hochwertiges Protein, Vitamine (A, B1, B2, B12 und D), Lipide und andere wichtige Mineralien wie Kalium, Phosphor und Magnesium. Für all dies gilt es als eines der vollständigsten, gesündesten und nahrhaftesten Lebensmittel.

Obwohl der Schwerpunkt auf dem Verzehr von Kindern liegt, ist Milch ein empfohlenes Lebensmittel fürs Leben. In der Kindheit ist das Getränk wichtig für das Wachstum, die Bildung von Knochen und Zähnen; in der Jugend wird der Entwicklungsprozess fortgesetzt.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit verbessert die Aufnahme von Milchprodukten den Ernährungszustand der werdenden Mutter und wirkt sich positiv auf die Entwicklung des Babys aus. Im Erwachsenenalter stärkt das Lebensmittel das Kalzium der Knochen und im älteren Erwachsenenalter ist es ein Lieferant für Proteine, Energie und Nährstoffe, das aufgrund seiner flüssigen Konsistenz leicht einzunehmen ist.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt die Einnahme von 3 Portionen Milchprodukten pro Tag, entweder aus Milch oder deren Derivaten (Joghurt und Käse), um den Kalziumbedarf innerhalb einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung zu decken.

In Paraguay wurden erhebliche Fortschritte beim Milchkonsum erzielt. Vor 10 Jahren waren es nur 60 Liter pro Jahr und Person. Heute stieg der Pro-Kopf-Verbrauch auf 130 Liter pro Jahr, obwohl das von der WHO für jede Person festgelegte Minimum von 180 Litern pro Jahr noch nicht erreicht ist.

Dank des breiten Angebots, das der Milchmarkt heute hat, ist es möglich, die Sorte zu wählen, die den Anforderungen und Bedürfnissen jedes Verbrauchers am besten entspricht.

Ein zunehmend bekanntes Problem ist die Laktoseintoleranz, wenn eine Person den in der Milch enthaltenen Zucker (Laktose) nicht verdauen kann. Dieser Zustand ist normalerweise auf einen Mangel an einem Enzym zurückzuführen, das im Dünndarm produziert wird: Laktase.

Obwohl laktosefreie Milchprodukte auf dem Markt reichlich vorhanden sind, ist es nicht ratsam, sie zu konsumieren, wenn die Person keine Laktoseintoleranz hat, da dies dazu führt, dass der Körper die Produktion von Laktase einstellt und man einer gesundheitlichen Gefahr ausgesetzt ist.

Auf diese Weise lädt Capainlac die Verbraucher im Rahmen ihrer Kampagne Ñande kamby ein, sich über die Vorteile von Milchprodukten und die Bemühungen der nationalen Gewerkschaft der Milchindustrie zu informieren. Die Nachrichten der Kampagne werden auf www.nandekamby.com.py und in sozialen Netzwerken mit dem Hashtag # LácteosDeMiPaís verbreitet.

Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv

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6 Kommentare zu “Milch: Kampagne für das “weiße Gold“

  1. Trotz Laktoseintoleranz bei den meisten Erwachsenen bitte viel Milch trinken. Für etwas mehr Symptome wie Blähungen, Bauchkrämpfe und Durchfall. Sonst einfach einheimische Küche. Gibt es an jeder Ecke. Die Japaner bekommen nicht nur weniger häufig Krebs, sondern werden auch etwas älter. Aber bitte nicht zu viel Reis und Fisch, sonst bekommst wieder ne Arsen- und Quecksilbervergiftung. Gemäss WHO ist nicht nur das Uhhh-Viru-V2.x fast so tödlich wie TB und Dengue zusammen, weshalb die Weltwirtschaft in Grund und Boden gefahren wurde, sondern auch mehr als 300g Rindfleisch pro Tag zu sich zu nehmen. Aber wenn man fünf Apple pro Tag ist – am besten das Model 5S – ist das wieder relativ, nur ein wenig teer. Nun erklären Sie das mal einem Eingeborenen mit gemäss internationaler Statistik durchschnittlich IQ-82 vielleicht erreicht. Viel Vergnügen.

  2. Moyses Comte de Saint-Gilles

    „Gold“ ist dieser Produktionszweig schon lange nicht mehr – wenigstens nicht fuer den Bauern.
    Guelden mag es noch bedeutend sein fuer die Verwaltungskraefte die sich zwischen Bauer und Endverbraucher in der Milchindustrie auf reichdotierte Posten gesetzt haben.
    Um diese Nichtsnutze zu fuettern wird dem Bauern der Milchpreis gedrueckt.
    So viel ich verstanden habe sind so quasi 95% aller Milchbauernhoefe in einer der Mennonitenkolonien des Chaco so weit verschuldet dass sie nur von einem Kredit in den anderen Tanzen um den vorigen Kredit zu tilgen. Das ist kein nachhaltiges System.
    In kuerze werden massiv Milchbauern bankrott gehen und nur paraguayer in dem Sektor als Zulieferer uebrigbleiben die in etwa 3 bis 4 Kannen von 50 Liter jeweils anliefern und die 12 Kinder von 12 verschiedenen Muettern als Arbeitskraefte halten.
    Der ganze Milchsektor ist eher fuer das alte mennonitische System gedacht und auch nur da rentabel wo die Ansprueche gering waren und die 10 Kinder kraeftig umsonst mithelfen mussten – kein Telefon, kein Fernseher, kein Silage fuettern, kein Internet, kein grosses Fahrzeug, niemals jemals ein Restaurantbesuch, natuerlich keine Reisen oder gar Ferien, keine Klimaanlage um Strom zu sparen, keine Hilfsarbeiter, keinen Eisschrank um wiederum Strom zu sparen, Milchprodukte kauft der Milchbauer niemals selber da zu teuer, etc. Eben, der Lebensstandard der heutigen paraguayischen Landser.
    Unter den Mennoniten weiss jeder dass nur der Dumme heute noch einen Milchhof betreibt da diese mit den heutigen Kostenstrukturen keineswegs rentabel sind. Die gueldene Zeit der Milchwirtschaft waren die 1990ger Jahre und die sind laengst vorbei. Vor allem sind die Milchpreise die der Bauer bekommt wenigstens 150% zu niedrig um ueberhaupt einigermassen rentabel wirtschaften zu koennen.
    Die Capainlac vertritt eine Industrie die dem Untergang geweiht ist da die Viehzucht und Fleischindustrie sowie die neue Drogenindustrie weit hoehere Margen erziehlen. Marge = (+) Einkommen – Ausgaben. Jeglicher Milchbetrieb gibt heute mehr aus als er Einnimmt was bedeutet dass die Preise weit zu niedrig sind.
    Eben, die stetig groessere Zahl an Drogendealern die gefunden werden zeigt deutlich dass sie den Drogensektor bei weitem vorziehen und nie dran denken wuerden in die Milchwirtschaft einzusteigen – da soll man noch arbeiten was ja eine grausame Vorstellung ist. Klar, wozu arbeiten wenn doch keine Rendite da ist.
    Das Problem ist eigentlich dass man die Milch keineswegs in Maerkte exportiert die gut zahlen wie China, da der Milchbauer meist nicht gleichzeitig sich in einen Zweitposten in der Kooperative setzen kann und da sein Ding dreht – was ja beim Viehbauern moeglich ist. So formiert sich in den Hebelinstitutionen nie eine Lobby fuer bessere Maerkte fuer die Milchprodukte.
    Kleinstproduzenten wie Indianer und Paraguayers sind die Zukunft als Milchzulieferer fuer die Fabriken – weil die noch so quasi de Lebensstandard des Mennoniten der 1980ger haben.
    Es hat keinen Sinn die Milch im lokalen Markt den Hungerleidern die sowieso kein Geld haben anzubieten. Die Produkte muessen ins reiche Ausland exportiert werden wenn sich die Situation verbessern soll.
    Da in 10 bis 20 Jahren das Laborfleisch die konventionelle Viehzucht verdraengen wird und auch 50% der Landwirtschaft nicht mehr benoetigt wird, und die Milchindustrie sowieso unrentabel ist, so draengen immer mehr Paraguayer auf die Gruendung von Munizipien. Sie wollen sich in Regierungsinstitutionen setzen wo sie von dem noch bestehenden produktiven Sektor zocken und saugen wollen bis eben die Milchkuh leergesaugt ist. Die Clans versuchen sich ins trockene Plaetzchen zu setzen und da Wurzeln zu schlagen.
    Gleich 3 neue Munizipien soll es rundum dem mennonitischen Produktionsguertel im Chaco geben. Jedesmal eine Initiative groesserer Paraguayersiedlungen wo die Dinge mehr miserabel als recht laufen, sich schon halbwegs mafioese Clans etabliert haben und Drogen grassieren ohne dass die Polizei je was „findet“ (man sagt von einer Paraguayersiedlung, man muss die Drogen bei den Polypen bestellen da diese das Geschaeft in der Hand haben). Das Ziel ist eindeutig die mennonitischen Produktionsbereiche ins Munizipsgebiet einzugliedern um da Zusatzsteuern abzusahnen.
    Das waere dann das Ende der Milchbetriebe der Mennoniten da diese damit vollends bankrott gehen wuerden (ohne von einem Refinanzierungskredit in den anderen zu schlingern).
    Vorschlag zur Guete: etwas Kokain in die Milch zu mischen wuerde die Konsumenten sehr schnell an die Milchflasche und Schnuller binden und dieser wuerden in rauhen Mengen Schlange stehen nach den Milchprodukten.
    Die Maer von der „cuenca de la leche“ (Milchbassin des Zentralen Chaco) singt man womoeglich noch jahrelang froehlich weiter dieweil die Milchbauern reihenweise bankrott gehen.
    Es gibt da eine Regel: musst du einen Kredit aufnehmen so ist das was du tust nicht rentabel.
    Bekommt der Milchbauer nicht 2.5 Euro (21.500 Guaranies) pro Liter Rohmilch (Endverbraucherpreis waere dann etwa 5 Euro pro Liter Milch), so ist der Milchsektor nicht rentabel. All diese deutschen Maschinen die zur Futterernte benutzt werden, haben u.a. das ganze unrentabel gemacht da diese Maschinen weit ueberteuert sind. Eine Claas Silomaschine sollte neu eigentlich rund 10.000 Euro kosten und keinen Cent mehr und die Unterhaltungkosten etwa 2000% niedriger. Das sind u.a. die Kosten die die Milchwirtschaft unrentabel gemacht haben. Also die Deutschen haben diese Maschinen jetzt fuer 10.000 Euro zu produzieren – das bedeutet eure Stundenloehne sind jetzt auf dem Niveau von Sri Lanka und zwar 1 USD pro Stunde (anstatt 10 USD/H).

  3. Klar, weisses Gold! Bei dem Antibiotika, Ivermectin und Anti-Inflammatorio Gehalt der Milch kein Wunder! Der „reichhaltigen“ Milch wird dann noch ein paar weisse Pulverchen zugefügt. Fertig die genormte „Milch“. Bis auf etwas Ziegenmilch zum Genuss dann und wann, bin ich vom Milchhype kuriert. Wie auch mein Grossvater, leide ich unter Dermatitis und der häufigere Konsum von jeglicher Milch verschlimmert es merklich. Ich halte es daher wie die Holländer und trinke meinen Kaffee mit einem Schnatz (Messerspitze) Butter. Schmeckt sehr gut und man muss den Kaffee nicht schwarz trinken wie mein Grossvater es bis zu letzt hat getan! Die Butter die ich ohne weiteres benutzen kann ist hausgemacht und die Milch kommt von Weidekühen die nur fressen was Kuh denn fressen soll. Kein GMO, keine Protein/Enzyme Cocktails für die Venen, keine Milchbooster Zusätze…nur Grässer, Kräuter und anderes Grün- und Saftfutter! Die gute Milch kostet 3000 der Liter und wird mir frisch nach Hause gebracht für den Preis. Das kann mir keine der grossen Molkereien in ganz Paraguay bieten.

  4. Moyses Comte de Saint-Gilles

    @Schroeder
    Meine Bekannten sind Milchbauern. Sie gehen von europaeischen oder argentinischen Verhaeltnissen aus. Wasserzugabe bei der Milch merkt die Fabrik gleich da sie dann weniger Output hat. Dann wird der Bauer gezwungen umsonst Milch zu liefern. Paraguayer moegen das machen aber weisse Milchbauern wohl kaum. In Nordamerika ist es allerdings ueblich den Wasserschlauch hineinzuhaengen.
    Will man denn Kaeseersatz oder Coffee Whitner (pulverisierte Farbe) als Milchersatz in den Kaffee schuetten wie es ueblich ist in Nordamerika? Na dann prost! In Paraguay sind die Milchprodukte nach meiner Erfahrung nach weit naturnaher und echter als in dem nordamerikanischen Land in dem ich war (da galt fuer dem Bauern eine Milchquota die er dann oft mit Wasserzugabe erfuellte). In Paraguay hast du sowieso naturweidende Milchkuehe, was du weder in Nordamerika noch Europa hast. Die Qualitaet der paraguayischen Milch ist bedeutend hoeher als sie in Europa und z.B. Kanada sein duerfte. Das ist sofort zu schmecken.
    Pizza ohne Kaese? Na dann viel Glueck. Gerade der Kaes kann ja nur aus den eigentlichen Feststoffen der Milch gewonnen werden – alles Wasser scheidet ja sowieso aus. Auch wenn da Wasser zugegossen waere mach es fuer dich keinen Unterschied denn das wird weggeschmissen bei der Kaeserei. Der Endverbraucher kommt da sowieso nicht ins Nachteil.
    Der Qualitaetsunterschied zur paraguayischen und kanadischen Milch (diese 3 Liter Dosen) ist markant und sofort bemerkbar.
    Gerade weil die ganze Milchindustrie am Rande der Untentabilitaet dahinvegetiert, ist die Qualitaet besser. Denn das bedeutet dass die unrentabel sind weil die eben ein echtes Produkt abliefern ohne den Wasserhahn aufzudrehen. Drehten sie den Wasserhahn auf so ginge es ihnen wirtschaftlich gleich bedeutend besser.
    Die bekannten Milchbauern sagen mir dass alle Tiere medizinisch waehrend deren Melkperiode nicht betreut werden duerfen. Nur gewisse Produkte gegen Zecken sind erlaubt. Was fuer Milchvieh erlaubt ist steht auf den Medizinpackungen. Merkt die Molkerei dass der Milchbauer unerlaubte Medizin benutzt so wird er suspendiert.
    Deshalb, gerade weil es in Paraguay noch nicht so oekonomisiert ist, hast du hier weit gesuendere und naturnahe Milch und Molkereiprodukte. Diese Qualitaet wird auf dem Ruecken des Milchbauern ausgetragen und geht alleinig zu lasten des Bauers so dass niemand diesen Sektor mehr als wirklich profitabel ansieht.
    Bei der Rohmilch die Schroeder bezieht ist es allerdings ein Leichtes den Wasserschlauch reinzuhaengen.
    Beschweren sie sich weiter wenn niemand mehr im untentablen Milchsektor unterwegs ist denn dann gibts Preise die beim Endverbraucher Stilaugen hervorrufen, Farbe als Kaffeweissmacher. Der Milchsektor birgt das meiste Risiko bezieht aber Ramschpreise die keineswegs in irgendeinem Verhaeltnis zu den Ausgaben und Risiko stehen.
    Gerade die Milchprodukte in Paraguay duerften weltweit fast von hoechster Qualitaet sein zumindest sind sie so naturnah wie es in Europa nie moeglich waere. In Europa gaelten alle Milchprodukte aus Paraguay als “Oeko“ und “Oekologische“ Produkte. Die Milchprodukte aus Paraguay erfuellen praktisch alle Oeko Normen der EU.
    Na gut das Futter in Saecken ist mittlerweile GMO aber das liegt an der Landwirtschaft und den Futterfabriken.

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