Mindestlohnerhöhung: Eine Verspottung der Arbeitnehmer

Asunción: Der Mindestlohn wurde erhöht und beträgt nun aktuell 80.277 Guaranies pro Tag. Nach Angaben von Gewerkschaftsverbänden sei dies eine Verspottung der Arbeiter, weil damit nicht die notwendigen Lebenshaltungskosten gedeckt werden können.

Bernardo Rojas, Vertreter von dem Verband der Arbeitnehmer für das Departement Central (CUT-A), erklärte, dass seine Organisation auch eine Studie durchgeführt habe, in der festgestellt worden sei, dass der aktuelle Kaufkraftverlust 700.000 Gs. erreicht.

Er wies darauf hin, dass die Erhöhung der Exekutive zehnmal geringer sei als der Betrag, der eigentlich sein sollte. Er beschrieb die Neuregelung des Mindestlohns, die am Morgen des Montags verkündet wurde, als Spott. Nach Angaben von Rojas soll das Gehalt zur Deckung der Grundbedürfnisse bei monatlich 3 Mio. Guaranies liegen.

Er versicherte auch, dass es in der kommenden Woche eine Gewerkschaftsversammlung geben werde, um einen Aufruf für eine Demonstration zu beschließen und so mit einem “gewissen Maß an Druck“ Änderungen herbeizuführen.

Wochenblatt / Paraguay.com

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12 Kommentare zu “Mindestlohnerhöhung: Eine Verspottung der Arbeitnehmer

  1. Also ich komme da auf eine Lohnerniedrigung, Laut meine Calcapp komme ich, wenn man nur die Sonntage abzieht, die ja eh nicht bezahlt werden, auf einen Betrag von 2.087.202 G. Aber kann ja auch sein, das ich falsch denke.

    1. Leistung, Arbeitsinteresse gibt es nicht viel hier. Verantwortung schon gar nicht. Will man einen Pfusch Arbeiter zu Garantiearbeiten heran ziehen, werden die sehr beleidigt, ich habe mir abgewöhnt, jede Woche das geforderte Geld zu bezahlen, insbesondere die Restzahlung vor Abschluß der arbeiten, also 50% behalte ich, bis die Arbeiten zu meiner Zufriedenheit beendet sind, dann erfolgt der Rest der Zahlung. Einem Festangestellten, ziehe ich auch den Tag vom Lohn ab, wo er meint, es könnte regnen oder zu heiß sein, und nicht zur Arbeit erscheint. Anders wird man hier nichts.

  2. 2018 war der Mindestlohn Gs 81.252, Jetzt 80.277, das ist doch blanke Verarsche. Aber gut für alle Arbeitgeber. Die sollten lieber die Super und Lieferanten dazu zwingen, durch Konkurrenz, die Preise in die Knie zu zwingen, anstatt jedes Jahr eine Lohnerhöhung. Aber da auch die Herren, in Mathe nicht gut sind, ist es ok. Wichtig ist nur, das deren Geldbeutel stimmt.

    1. Antes: GS 81.252 diario, ahora GS 84.340 diario! ¿Estudiaste matemáticas en Alemania, hm? Probamos juntos:
      2018: 2.112.562 mensual
      2019: 2.192.839 (+3,8%) mensual
      2.192.839-2.112.562 = 80.277 reajuste!

      1. Sí, entonces se trata de un error de traducción. Arriba dice “Der Mindestlohn wurde erhöht und beträgt nun aktuell 80.277 Guaranies pro Tag.” (el salario mínimo es actual 80.277 Guaranies pro dia). Gracias para su comentario y fichar esto, entonces GS 84.340 es justo.
        @Eggi, Herr Gomez schreibt, der Mindestlohn sei GS 84.340 pro Tag, ein Fehler der Übersetzung im Artikel?

      2. Ah, ahora: el salario mínimo subió x GS 81.252 pro mes.
        Ah, jetzt ich verstehen: der Mindestlohn ist in Total um GS 81.252 pro Monat gestiegen (sofern ich das nun richtig verstanden habe) 🙂

  3. So wird die Masse der Bevölkerung (Arbeitnehmer) langsam ausgeblutet, ohne dass sie merkt, was geschieht. Das nennt sich Inflation und hält selbstverständlich mit der exzessiven Gelddruckerei der Notenbank im Endstadium des Guarani nicht stand … Das dicke Ende wird noch viel teurer …

  4. In Paraguay gilt für die meisten Arbeitnehmer die 48-Stunden-Woche und das für 350 Euro pro Monat. Außer Lehrer, die arbeiten den halben Tag – turno mañana oder turno tarde – für den Sueldo Minimo.
    Mag sein, dass der Deutsche mehr verdient, der Paraguay bezahlt aber sehr wenig Steuern. Einkommensteuer erst ab 8 Mio. Verdienst pro Monat, Mehrwertsteuer 11%, die restlichen Steuern wie Fzg. und Grundstück sind viel niedriger. Wenn man nun die vierjährige Lehre eines Deutschen mit der zweiwöchigen eines PYs vergleicht, nicht nur das, auch das Resultat, so ist verdienen die PYs weit über dem, was sie verdienen sollten: Ich habe als Viertklässler auch nicht mehr für meine Ferienaushilfsjobs erhalten.
    Dennoch, außer Mandiok kostet die gleiche Qualität halt überall auf der Welt gleich viel. Glücklicherweise ist hierzulande alles viel zu teuer zu haben, wenn man die Qualität vergleicht, vom Handwerker über nicht existenten Service bis schlichte Abzocke für die haargenau gleiche Ware wie sie in Europa kostet. Ganz toll ist für einen Gebrauchten Jg. 1997 nur noch 7.000 Euro zu bezahlen und dann nochmals so viel, bis man ihn nach zwei Jahren an den nächsten Verkauft, natürlich für 7.000 Euro.

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