Ministerium für soziale Entwicklung “verschluckt“ fast 10 Millionen USD

Asunción: Der Generalbevollmächtigte der Republik (CGR) hat eine Reihe von Unregelmäßigkeiten in der Geschäftsführung des Ministers für soziale Entwicklung, Mario Varela, festgestellt. Etwa 10 Millionen US-Dollar sind der Betrag mit einem unklaren Ziel in der staatlichen Einrichtung.

Dem Prüfungsbericht zufolge beträgt der unklare Gesamtbetrag 69.119.450.599 Guaranies. In den Buchhaltungsunterlagen für den Verkauf von Grundstücken wurden Unstimmigkeiten festgestellt.

Es gibt auch keine Aufzeichnungen über aktive Verträge für das Tekoha-Programm, die vom Ministerium für soziale Entwicklung (MDS) durchgeführt wurden. Viele Begünstigte haben ihre Raten seit Vertragsunterzeichnung nicht gezahlt.

Ein weiteres von der Einrichtung durchgeführtes Programm ist Tekoporã, aber die Departements mit der höchsten Armutsrate wie Caazapá wurden nicht priorisiert.

Das Departement Caaguazú profitierte am meisten von Tekoporã. Zufällig ist Varela in der Region beheimatet. Das Ministerium führte auch weiterhin Überweisungen an verstorbene Begünstigte durch.

„Das MDS verfügt nicht über eine Struktur oder einen Führungsmechanismus, um Probleme im Zusammenhang mit der Umsetzung der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung zu lösen“, heißt es in einem Teil des Kontrollberichts.

Eine weitere Unregelmäßigkeit in dem Ministerium ist die verspätete Zahlung an die Berufsfischer während des Fangverbots. Nur ein Teil der für diesen Posten bereitgestellten 4 Milliarden Guaranies wurden der Nationalen Entwicklungsbank (BNF) abgerufen, da man erst prüfen musste, wer dazu berechtigt ist, weil einige auch im Programm Tekoporã eingeschrieben waren.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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6 Kommentare zu “Ministerium für soziale Entwicklung “verschluckt“ fast 10 Millionen USD

  1. So ein Posten ist eigentlich vollkommen ungeeignet für einen paraguayische Politiker. Zu bestimmen, wo bestimmte Sozialgelder gehen dürfte nur ein vollkommen unabhängiger Ausländer tun, am besten ein unkorrupter Skandinavier.

  2. Wer sollte in Paraguay jemals an diesem weit verbreiteten Banditentum etwas ändern? Die Politiker entstammen alle aus den gleichen Familienclans, decken sich gegenseitig und wenn es nichts mehr zu „decken“ gibt, dann setzen sie die Justiz unter Druck oder schmieren sie. Oder hat schon irgend jemand feststellen können, daß Politiker wegen erwiesener Unfähigkeit und Dummheit entlassen, oder wegen Veruntreuung oder Betrug im Amt belangt und für Jahre hinter Schloß und Riegel gebracht worden wäre – aber nicht im Luxusgefängnis oder im Hausarrest? Wer in Paraguay noch an das Gute im Menschen glaubt, der ist ein schwerer Fall für den Psychiater!

  3. Alle Religionen, Clubs, Firmen, Mafiavereine etc. haben ihr Zeichen/Geschäftslogo. Im Paragauy ist es die rote Krawatte, als Zeichen nicht nur der Colorado-Partei gefällig zu sein, sondern sich mit offiziellem Zahltag von 350 Euro monatlich sich nebst Luxushäuser und -autos zwei Milliarden solcher roter Krawatten leisten zu können.

  4. | „In den Buchhaltungsunterlagen für den Verkauf von Grundstücken wurden Unstimmigkeiten festgestellt.“
    Wenn man schon am Fälschen ist, kann man es dann nicht zumindest richtig machen, und ordentlich? So schwer ist das nicht.

    | „Das Ministerium führte auch weiterhin Überweisungen an verstorbene Begünstigte durch.“
    . . .
    Ich hau‘ mich weg! Die Nachfahren werde sich gefreut haben.

    1. Jelly, hier kann fast keiner etwas richtig oder ordentlich machen. Die Politelite schon gar nicht. Aber mit Überweisungen, läuft es in DE auch nicht anders, ein Verstorbener liegt Jahre lang im Keller, in einer Kühltruhe, und es wird Rente bezahlt. Im nicht europäischen Ausland, müssen die Rentner einen jährlichen Lebensnachweis erbringen, trotz Steuerzahlungen von der Rente.

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