Modifiziertes Gesetz zur Selbstverteidigung wäre schwer anwendbar

Asunción: Auch bei Kritikern möglichen Gesetzesänderung besteht kein Zweifel an der Notwendigkeit durch eine Zunahme der Raubüberfälle. Die Anwendbarkeit ist nur schwierig.

„Ob einem das von Édgar Ortíz präsentierte Gesetzesprojekt zur Modifizierung des Selbstverteidigungsparagraphen gefällt oder nicht spielt keine wirkliche Rolle. Selbstverteidigung hört da auf, wo der Hauseigentümer den Räuber verfolgt und dies ist in der Regel nicht nachweisbar“, erklärte der Anwalt und Strafgesetz-Experte Osvaldo Granada Salaberry (Beitragsbild). Einige Opfer wollen sich noch verteidigen, obwohl die Attacke schon vorbei ist. Aus diesem Grund gibt es durch die Modifizierung zu viel Spielraum zwischen Selbstverteidigung und Selbstjustiz, durch welchen selbst Mord und Todschlag als fälschlicherweise durchgehen könnten.

Nach seiner Ansicht endet die legitime Selbstverteidigung wenn die Attacke vorüber ist. Danach kann man sich nicht mehr hinter dem Paragraphen verstecken. Dennoch möchte Granada Salaberry einen Dialog initiieren, damit auch Richter verstehen, was die Bevölkerung bei der vorherrschenden Unsicherheit fühlt. Damit wären härtere Strafen ebenso denkbar bzw. weniger Hausarreste.

Wochenblatt / Hoy

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11 Kommentare zu “Modifiziertes Gesetz zur Selbstverteidigung wäre schwer anwendbar

  1. Die Leute haben kein Vertrauen in die Polizei und erst recht keine in die Justiz. Daher ist Selbstjustiz absolut nachvollziehbar, vor allem wenn die Opfer bescheiden leben und um jeden Guarani kämpfen müssen.
    Das verstehen aber gutverdienende und korrupte Staatsanwälte und Richter nicht, die in Villen mit 50 Sicherheitskameras hausen.

  2. Hervorragend dann wird sich mal wieder kaum etwas ändern. Dass der Waffenbesitz massiv eingeschränkt, kontrolliert werden muss, darüber denkt keiner nach. Jedem hier sein „Spielzeug“. Juristisch gesehen hat Salaberry Recht, auf der anderen Seite, wie soll bei der gegewärtigen Situation ohne gravierende Änderung in der Strafgesetzgebung Abhilfe gegenüber der Kriminalität geschaffen werden?

  3. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Was sunny, bist du noch bei Trost den Waffenbesitz fuer Zivilisten zu beschraenken? Also eine Neuauflage deutscher Verhaeltnisse wollen wir hier auf keinen Fall in Paraguay. Wo rechtschaffene Zivilisten nicht an Handfeuerwaffen kommen aber fuer Kriminelle es kein Problem ist an Waffen zu gelangen. Willst willst wohl dass Frauen und Kinder schutzlos ausgeliefert sind. Im Gegenteil sollte das legale Carnet auch automatisch das verdeckte Fuehren einer Waffe beinhalten. Ich fuehr immer verdeckt auch ohne Fuehrungsschein. Das ist ja das gute bei einer schwachen Justiz: die Uebeltaeter koennen dem rechtschaffenen Buerger auch nicht in die gesetzliche Zwangsjacke stecken und so dessen Leib und Leben in Gefahr bringen. Man sollte ohne Waffenschein eine Waffe legal kaufen und fuehren duerfen. Das Waffengesetz muss liberalisiert werden denn Abdo Osama ist allemal in der lage an Waffen zu gelangen und das Leben braver Buerger zu bedrohen. Also die europaeischen Zustaende lassen wir mal schoen am anderen Ende der Welt.

  4. Wenn sich die Politiker nicht das komplette Volksvermögen illegal unter den Nagel reissen würden, wäre auch die Kiminalität in den letzen 10 jahren nicht so brachial angestiegen!

  5. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Politiker oder privatsektor. Oder glaubst du die mennoniten stehlen weniger im Privatsektor Kooperative? Im privatsektor wird genauso gezockt wie im oeffentlichen Sektor. Ein Dieb ist ein Dieb. Im mennonitischen Kooperativssektor wird ungefaehr genauso gestohlen wie im oeffentlichen Sektor. Es geht nur darum wer kann wem durch steuern oder sonstwie Auflagen (u.a. impuesto revolucionario, siehe Schutzgeld der italienischen Mafia) Geld abzwacken. Wer am meisten abzockt ist in wirklichkeit die Regierung). Der privatsektor hat durch horrende Preise am meisten zur,Armut beigetragen. Nicht so der oeffentliche Sektor. Jetzt wollen die menno iten sogar die Stromlinien der Ande privatisieren.

    1. Wie kommen Sie zu der Behauptung, bei den Mennoniten würde genauso viel gestohlen wie im übrigen Paraguay? Können Sie das bitte anhand von Fakten beweisen, oder sind das nur Vermutungen? Lebten Sie über einen längeren Zeitraum in einer mennonitischen Kolonie oder waren Mennoniten Ihre direkten Nachbarn/Geschäftspartner? Im übrigen, wie kommen Sie überhaupt darauf, einen solchen Bogen zu spannen zwischen dem Artikel und den angeblichen kriminellen Handlungen der Mennoniten?

      1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

        Die Mennoniten sind genauso wie die Deutschen: Saubermaenner in Schweinehaut. Ich bin selber Mennonit. Genauso wie der Deutsche versteht der Mennonit es perfekt alles unter dem Teppich zu kehren. Wie viele Leute wurden hier nicht schon von der Mediation (d.i. der Schlichtung) ueber den Tisch gezogen. Direkt gedroht wird einem von der Kooperative (deren Vertreter die Partei ergreifen fuer die Gegenseite). Aber ja: Kolonia Dignidad gabs ja wohl nie und die Geschehnisse dort verleugnet man geflissentlich und wenns nicht mehr zu leugnen geht dann wirds bewusst uebersehen bzw. Totgeschwiegen.
        Darin sind sich Deutsche und Mennoniten durchaus aehnlich: nur die Dimensionen der Schweinerei sind etwas weniger extravaganter.
        Machste den Mund auf wirste wirtschaftlich systematisch ruiniert.
        Die Mennoniten werden gerne von den Deutschen als „unsere Ausladsdeutschen“ als Aushaengeschild der Ordnung, Zielstrebigkeit und Disziplin angesehen.
        Zum Beispiel die Mennoniten was nach Kanada auswandern, glaubste wohl die gehen freiwillig? Entweder werdense rausgemobbt und rausgebullied oder verlassen „freiwillig“ Paraguay „aus wirtschaftlichen Gruenden“. Viele sind expatriiert hier von anderen Mennoniten.
        Mennoniten in Mexiko: bekannt als die groessten Drogenschmuggler nach Kanada weil die Amish freie Fahrt mit ihren Buggies haben. Usw, usf.
        Der Deutsche und mennonite stiehlt mit Stil (White Collar criminals), waehrend der Lateiener die Waffe auf andere richtet.
        Aber ich seh schon das Auge zudruecken ist fuer Manni gang und gaebe.
        Direkte Kriminalitaet wird u.a. von den White Collar Criminals (u.a. mennoniten) verursacht. Heinrich Himmler war ja z.B. auch unschuldig, er hat ja „nur unterschrieben“. (Die Verdraengung scheint ein deutsch mennonitisches Problem zu sein).

  6. Selbstverteidigung ist ein Recht und sollte so gehandhabt werden wie in Texas.Wenn mein Hund in Deutschland einen im Haus befindlichen Einbrecher beißt bekomme ich eine Anzeige wegen Fahrlässiger Körperverletzung.,man wo ist da der Punkt zum Lachen. Der Schutz meiner Familie meines Hauses und Eigentum ist schützend wert und sollte ein heiliges Gesetz sein. Wenn aber einer (Verbrecher) bei Entdeckung flieht sollte man ihn laufen lassen ,werde nur einen Menschen unschädlich machen bei unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben ansonsten dingfest machen auch mit Waffen Einsatz.

    1. Nicht nur der Hund ist in Deutschland das Problem.Wer hinter den Straftäter hinterher macht.Hat mit unter einen Verstoß wegen des Führens von Waffen,verstoß gegen das Waffengesetz, Messer,Feil und Bogen,Armbrust reicht!

  7. Was soll man denn machen, wenn bewaffnete Räuber illegal in das eigene Haus oder Wohnung eindringen? Soll man dann darauf freundlich warten, dass man selbst oder Familienmitglieder ermordet oder verprügelt werden???
    Man muss sich doch selbst oder seine Familie verteidigen dürfen. Und das bitte ohne rechtliche Folgen!
    In diesem Land, in dem täglich gemordet und geraubt wird, ist der Gebrauch einer Waffe zur Selbstverteidigung angemessen, auch wenn dass mit dem Tode oder schweren Verletzungen der Angreifer endet.

    1. Wo liegt den da das Problem, hier können sie doch drauf halten.Wenn sie beschossen werden dürfen sich auch zurück schießen.Bitte die Täter treffen nicht den Nachbar, Das wird Teuer!
      Nur verfolgen dürfen sie die Verbrecher nicht.
      Selbst der Wolfgang; hat recht, mit Messer,Feil und Bogen,Armbrust in der Öffentlichkeit hat er auch in Deutschland ein großes Problem.Führens von Waffen,verstoß gegen das Waffengesetz,

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